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Sri Lanka: Auf Safari und auf den Spuren der Tierwelt

Der Duft von Curry und Abgasen kitzelte in meiner Nase, vermischt mit der salzigen Seeluft. Ich stand also da, am Flughafen Bandaranaike in Colombo, Sri Lanka, umgeben von einem Gewusel, das ich so noch nicht erlebt hatte. Die Hitze schlug mir entgegen, ein feuchtwarmes Kinn, das sofort meine Brille beschlug. 28 Grad, zeigte mein kleines Thermometer am Handgelenk – und das erst am Abend. Ich hatte mir extra ein leichtes Baumwollhemd angezogen, aber selbst das fühlte sich schon zu viel an.

Ein langer Weg für Tierbeobachtungen

Ich bin der Typ Mensch, der seinen Jahresurlaub am liebsten in der Wildnis verbringt. Safaris in Afrika, Walbeobachtungen in Kanada, Vogelbeobachtungen in Costa Rica – ich hab schon einiges gesehen. Aber Sri Lanka stand lange auf meiner Liste. Nicht unbedingt wegen der Strände, obwohl die Fotos natürlich verlockend aussahen. Nein, es waren die Nationalparks, die mich lockten: Yala, Udawalawe, Wilpattu. Dort sollen Leoparden, Elefanten, Krokodile und eine unglaubliche Vielfalt an Vögeln leben. Ich hatte schon Monate im Voraus die Touren gebucht, die besten Guides recherchiert und mich mit der lokalen Tierwelt vertraut gemacht. Und jetzt war ich endlich da.

Ankunft und erste Herausforderungen

Die Einreise war erstaunlich unkompliziert. Das Visum hatte ich schon online beantragt, also ging alles ziemlich schnell. Aber dann ging es los mit dem Chaos. Ich hatte im Voraus ein Taxi zum Hotel gebucht, aber am Ausgang des Flughafens warteten gefühlt hundert Fahrer und jeder wollte mich an sich binden. Irgendwann hab ich dann doch meinen Fahrer gefunden, einen kleinen, freundlichen Mann namens Ravi. Die Fahrt in die Stadt war schon ein Erlebnis für sich. Ravi fuhr wie der Teufel, hupte unaufhörlich und manövrierte geschickt zwischen Tuk-Tuks, Bussen und Fußgängern hindurch. Ich saß angespannt auf dem Beifahrersitz und versuchte, alles zu absorbieren.

Colombo ist eine Stadt der Kontraste. Moderne Hochhäuser stehen neben alten Kolonialbauten, bunte Märkte reihen sich an luxuriöse Hotels. Überall sind Tempel und Schreine zu sehen, wo die Menschen Andacht leisten. Die Luft ist erfüllt von Geräuschen: dem Hupen der Autos, dem Geschrei der Händler, dem Gebet der Mönche. Und natürlich vom Duft der Gewürze. Ich liebe diese Mischung aus allem, diese Energie, die von der Stadt ausgeht.

Das Hotel und die erste Erkundung

Mein Hotel lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, in einem ruhigeren Viertel. Es war ein kleines, charmantes Boutique-Hotel mit einem wunderschönen Garten und einem Pool. Ich checkte ein und ließ erstmal mein Gepäck fallen. Dann brauchte ich einen Kaffee. Und danach wollte ich die Stadt erkunden.

Ich entschied mich für einen Spaziergang durch das Viertel. Ich wollte nicht gleich zu den touristischen Hotspots, sondern erstmal das echte Colombo sehen. Ich schlenderte durch die kleinen Gassen, vorbei an den Häusern der Einheimischen, an den kleinen Läden und Werkstätten. Überall wurden Waren angeboten: frisches Obst und Gemüse, Gewürze, Kleidung, Spielzeug. Die Menschen waren freundlich und neugierig, lächelten mich an und grüßten mich. Ich fühlte mich willkommen.


Ich kam an einem kleinen Tempel vorbei und blieb stehen. Es war ein buddhistischer Tempel, erkennbar an der goldenen Stupa und den bunten Fahnen. Ich nahm meinen Hut ab und betrat das Gelände. Es herrschte eine friedliche Atmosphäre. Mönche in orangefarbenen Roben gingen ihren Geschäften nach, während die Gläubigen Opfergaben darbrachten und beteten. Ich blieb eine Weile stehen und beobachtete das Geschehen. Es war ein beeindruckendes Erlebnis.

Am Abend kehrte ich ins Hotel zurück und aß zu Abend im Garten. Es war herrlich, im Mondlicht zu sitzen und die Geräusche der Stadt zu hören. Ich fühlte mich erschöpft, aber glücklich. Der erste Tag in Colombo war ein voller Erfolg.

Doch der eigentliche Grund meiner Reise stand ja noch bevor. Die Nationalparks warteten darauf, erkundet zu werden. Und ich war schon gespannt, welche Tiere ich dort wohl entdecken würde. Morgen würde ich mich auf den Weg machen, tief in das Herz von Sri Lanka, um die faszinierende Tierwelt zu erleben. Und ich hatte das Gefühl, dass dies eine Reise werden würde, die ich nie vergessen würde.

Aufbruch ins Wildnis – Yala Nationalpark

Der Wecker klingelte um 5 Uhr morgens. Viel zu früh, fand ich. Aber die Tiere warten nicht auf uns, das wusste ich. Nach einem schnellen Frühstück – frisches Obst und ein starker Schwarztee – holte mich Ravi ab. Wir hatten einen langen Weg vor uns, zum Yala Nationalpark. Die Fahrt dauerte gut fünf Stunden, über holprige Straßen und durch immergrüne Landschaften. Ich nutzte die Zeit, um mich mit Ravi über Sri Lanka zu unterhalten. Er erzählte mir von seiner Familie, von den Traditionen seines Landes und von den Herausforderungen, vor denen Sri Lanka steht.

Tissa und der heilige See

Auf halbem Weg machten wir einen Halt in Tissa, einem kleinen Städtchen in der Nähe des Yala Nationalparks. Ravi wollte mir den Tissa Wewa zeigen, einen riesigen Stausee, der in der Antike angelegt wurde. Der See ist nicht nur eine wichtige Wasserquelle für die Region, sondern auch ein heiliger Ort für die Buddhisten. Um den See herum befinden sich mehrere Tempel und Schreine. Wir fuhren am Ufer entlang und beobachteten die Fischer, die ihre Netze auswarfen. Überall waren Vögel zu sehen, darunter Reiher, Kormorane und Pelikane. Ein beeindruckender Anblick.

Erste Begegnungen im Yala Nationalpark

Endlich erreichten wir den Yala Nationalpark. Das Tor öffnete sich und wir fuhren in eine völlig andere Welt ein. Die Landschaft war karg und trocken, mit vereinzelten Bäumen und Büschen. Überall waren Spuren von Wildtieren zu sehen: Fußabdrücke im Sand, abgeknabberte Blätter, frischer Dung. Wir stiegen in einen offenen Jeep und machten uns auf die Suche nach den Tieren.

Es dauerte nicht lange, bis wir unsere erste Begegnung hatten. Eine kleine Herde Elefanten zog majestätisch durch das Gras. Sie waren riesig und beeindruckend, und wir konnten sie aus nächster Nähe beobachten. Ich war begeistert und machte unzählige Fotos. Weiter ging es, und wir sahen noch viele andere Tiere: Büffel, Krokodile, Warane, Affen und eine unglaubliche Vielfalt an Vögeln. Aber das Highlight des Tages war die Sichtung eines Leoparden. Das Tier lag faul auf einem Felsen und sonnte sich. Es war wunderschön und elegant, und wir konnten es eine ganze Weile beobachten, bevor es im Dickicht verschwand. Ich war sprachlos vor Begeisterung.

Pannen und kleine Missgeschicke

Nicht alles verlief perfekt. Auf dem Rückweg hatten wir einen Reifenschaden. Ravi versuchte, den Reifen selbst zu wechseln, aber er hatte Mühe damit. Zum Glück kam ein anderer Jeep vorbei und half uns. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir den Reifen gewechselt hatten, und wir kamen erst spät im Hotel an. Aber selbst das kleine Missgeschick konnte meine gute Laune nicht trüben. Ich war einfach zu glücklich über all die Tiere, die ich gesehen hatte.

Ich war auch überrascht von der Hitze. Obwohl es schon spät am Nachmittag war, war es immer noch extrem heiß. Ich hatte vergessen, genügend Wasser mitzunehmen, und ich war ziemlich dehydriert. Ravi sorgte aber dafür, dass ich ausreichend trank und sich kühlte. Er war wirklich ein toller Guide und hat sich bestens um mich gekümmert.

Am Abend saß ich im Hotelgarten und blickte auf die Sterne. Ich war erschöpft, aber glücklich. Der Tag im Yala Nationalpark war ein unvergessliches Erlebnis. Ich hatte so viele Tiere gesehen und so viele schöne Momente erlebt. Und ich wusste, dass dies nur der Anfang meiner Reise war. Noch standen Udawalawe und Wilpattu auf dem Programm, und ich war schon gespannt, welche Überraschungen sie für mich bereithielten. Aber für den Moment reichte mir die Erinnerung an diesen perfekten Tag im Wilden Sri Lanka, um mich für das kommende Abenteuer zu stärken.

Der letzte Tag in Sri Lanka kam schneller als erwartet. Ich saß im Hotelgarten, trank noch eine Tasse Schwarztee und ließ die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren. Was für ein Abenteuer! Von den chaotischen Straßen Colombos bis hin zur friedlichen Wildnis der Nationalparks hatte dieses Land mich in seinen Bann gezogen. Es war mehr als nur eine Reise gewesen; es war eine Erfahrung, die ich nie vergessen würde.

Rückblick auf die Tierwelt

Die Safaris waren natürlich das Highlight meiner Reise. Yala Nationalpark hatte mich mit seiner vielfältigen Tierwelt beeindruckt. Die Elefanten, Leoparden, Krokodile und unzähligen Vögel waren ein Geschenk für jeden Tierliebhaber. Ich hatte Stunden damit verbracht, sie zu beobachten, zu fotografieren und ihre Lebensweise zu studieren. Aber auch die kleineren Tiere, wie die Affen und Warane, hatten ihren Charme. Es war faszinierend zu sehen, wie sie in ihrem natürlichen Lebensraum lebten und überlebten.

Colombo: Mehr als nur eine Großstadt

Colombo hatte mich überrascht. Ich hatte erwartet, eine laute und hektische Großstadt vorzufinden, aber ich hatte auch ruhige und friedliche Ecken entdeckt. Die Tempel und Schreine hatten mir einen Einblick in die buddhistische Kultur gegeben, und die Märkte hatten mich mit ihren Farben und Gerüchen verzaubert. Ich hatte mich in die freundlichen Menschen verliebt, die immer bereit waren, mir zu helfen und mir ihr Land zu zeigen. Auch das Essen war fantastisch! Ich hatte so viele neue Geschmacksrichtungen entdeckt, die ich noch nie zuvor gekostet hatte.

Ein paar Tipps für deine Reise

Packliste

Wenn du nach Sri Lanka reist, solltest du unbedingt leichte und atmungsaktive Kleidung einpacken. Es ist wichtig, dass du dich vor der Sonne und den Mücken schützt. Nimm auch ein gutes Fernglas mit, um die Tiere in den Nationalparks besser beobachten zu können. Und vergiss nicht deine Kamera, um die unvergesslichen Momente festzuhalten.

Transport

Der öffentliche Nahverkehr in Sri Lanka ist gut ausgebaut, aber manchmal auch etwas chaotisch. Es ist oft bequemer, ein Taxi oder einen Tuk-Tuk zu nehmen. Achte aber darauf, den Preis vor der Fahrt auszuhandeln. Für längere Strecken kannst du auch einen privaten Fahrer mieten. Das ist zwar etwas teurer, aber dafür bequemer und sicherer.

Verhalten

In Sri Lanka ist es wichtig, die lokale Kultur und Traditionen zu respektieren. Bedecke deine Schultern und Knie, wenn du Tempel und Schreine besuchst. Nimm deine Schuhe aus, bevor du ein religiöses Gebäude betrittst. Und vermeide es, öffentliche Zuneigungsbekundungen zu zeigen. Sei respektvoll und aufmerksam, und du wirst eine unvergessliche Zeit in Sri Lanka haben.

Abschied von Sri Lanka

Als ich am Flughafen saß und auf meinen Flug wartete, blickte ich noch einmal zurück auf die Erlebnisse der letzten Tage. Ich hatte so viel gesehen, so viel erlebt und so viele neue Menschen kennengelernt. Sri Lanka hatte mein Herz erobert, und ich wusste, dass ich eines Tages wiederkommen würde. Es war ein unvergessliches Abenteuer, das ich für immer in meinem Herzen tragen würde.

    • Yala Nationalpark
    • Tempel in Colombo
    • Colombo (Stadtzentrum)
👤 Tierliebhaber (40) der Safaris und Tierbeobachtungen unternimmt ✍️ praktisch und informativ