Ozeanien - Vanuatu - Port Vila

Südseezauber mit Baby: Unsere Reise nach Vanuatu

Der Geruch von feuchter Erde und süßlichen Blüten schlug uns entgegen, als wir aus dem winzigen Flughafen von Port Vila traten. Es war warm, richtig warm, und sofort klebte uns die Luft auf der Haut. Leo, unser kleiner Mann, quiekte kurz, vermutlich irritiert von der neuen Umgebung, aber entspannte sich schnell in Emmas Trage. Wir waren angekommen. Vanuatu. Ein Ort, von dem wir lange geträumt hatten.

Warum Vanuatu?

Es ist eine lange Geschichte, ehrlich gesagt. Nach Leos Geburt hatten wir uns geschworen, nicht einfach in das alte Muster zu verfallen. Ihr wisst ja, wie das ist: Arbeit, Alltag, wenig Zeit für uns. Wir wollten etwas ändern. Irgendetwas. Irgendwohin reisen, wo es nicht nur um Pauschaltourismus geht, sondern wo wir auch als Familie etwas erleben können. Und wo es vielleicht nicht gleich die nächste Touristenfalle gibt. Vanuatu schien perfekt. Nicht so überlaufen wie Fidschi oder die Malediven, dafür mit einer unglaublich vielfältigen Kultur und einer atemberaubenden Natur. Wir hatten stundenlang Foren durchforstet, Blogs gelesen und uns von anderen Eltern inspirieren lassen, die bereits mit ihren Kindern dort waren.

Die Suche nach dem perfekten Ort

Die größte Herausforderung war, einen Ort zu finden, der sowohl kinderfreundlich als auch für uns als Paar interessant war. Wir wollten keine sterilen Hotelanlagen, sondern etwas Authentisches. Und natürlich brauchten wir eine Unterkunft, die für ein Baby geeignet war. Irgendwann sind wir auf ein kleines Resort gestoßen, das etwas außerhalb von Port Vila liegt, direkt an einer ruhigen Bucht. Die Bewertungen waren super, und die Fotos sahen vielversprechend aus. Wir hatten uns sofort verliebt.

Die erste Fahrt

Die Fahrt vom Flughafen zum Resort war schon ein Erlebnis für sich. Die Straßen waren eng und kurvig, und ständig fuhren uns lokale Busse, alte Pick-ups und Motorroller vorbei. Es war chaotisch, aber irgendwie auch lebendig. Überall standen kleine Hütten und Verkaufsstände, an denen Obst, Gemüse und selbstgemachte Kunsthandwerksartikel angeboten wurden. Die Leute lächelten uns freundlich zu, und Leo wurde von allen neugierig beäugt.

Es war ganz anders als alles, was wir bisher kannten. Keine hochmodernen Einkaufszentren, keine glatten Autobahnen, sondern einfach das echte Leben. Ein Leben, das langsamer, einfacher und irgendwie auch glücklicher schien. Wir fühlten uns sofort wohl und entspannt.

Ein kleiner Kulturschock

Ich gebe zu, es war nicht alles perfekt. Die Infrastruktur ist in Vanuatu nicht mit unseren Standards vergleichbar. Stromausfälle sind an der Tagesordnung, und das Internet ist langsam und unzuverlässig. Aber das störte uns ehrlich gesagt nicht. Wir waren hier, um dem Alltag zu entfliehen, und nicht, um unsere E-Mails zu checken. Wir wollten die Natur genießen, die Kultur entdecken und einfach Zeit miteinander verbringen.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als wir zum ersten Mal unsere Bungalow sahen. Es war einfach, aber gemütlich und sauber. Und das Beste war der Blick auf das Meer. Wir hatten eine kleine Terrasse, auf der wir jeden Morgen mit Leo frühstücken konnten.


Die ersten paar Stunden vergingen wie im Flug. Wir packten unsere Sachen aus, erkundeten das Resort und machten einen ersten Spaziergang am Strand. Leo war begeistert von dem Sand und dem Wasser. Er kicherte und planschte vergnügt und schien die neue Umgebung genauso zu genießen wie wir. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, ihn so glücklich zu sehen. Wir hatten das Gefühl, endlich angekommen zu sein, an einem Ort, an dem wir zur Ruhe kommen und neue Energie tanken konnten. Ein Ort, der uns für die kommenden Tage ganz und gar für uns beanspruchen würde. Und so waren wir bereit, Vanuatu wirklich kennenzulernen und die vielen kleinen Abenteuer zu entdecken, die uns noch bevorstanden.

Der Markt von Port Vila

Am nächsten Morgen beschlossen wir, den Markt von Port Vila zu erkunden. Wir hatten gehört, dass es dort ein echtes Farbenspiel gibt und man die lokale Kultur hautnah erleben kann. Die Fahrt mit dem lokalen Bus war schon ein Abenteuer für sich. Es war eng, heiß und voll, aber die Leute waren unglaublich freundlich und hilfsbereit. Sie machten uns Platz und lächelten uns zu. Leo fand es anfangs etwas beängstigend, aber er gewöhnte sich schnell an das bunte Treiben.

Der Markt selbst war überwältigend. Überall standen Stände mit frischem Obst, Gemüse, Fisch, Gewürzen und Kunsthandwerk. Die Düfte waren unglaublich intensiv und vermischten sich zu einem einzigartigen Aroma. Wir probierten verschiedene Früchte, die wir noch nie zuvor gesehen hatten, und kauften ein paar kleine Souvenirs.

Ein kleiner Zwischenfall

Ich wollte unbedingt einen traditionellen Flechtkorb kaufen, aber ich hatte vergessen, noch genügend Vatu (die lokale Währung) zu wechseln. Die Verkäuferin war sehr geduldig und freundlich, aber ich hatte das Gefühl, ihr peinlich zu sein. Zum Glück konnte Emma mit ihrem Handy schnell etwas Geld wechseln, und ich konnte den Korb doch noch kaufen. Es war eine kleine Panne, aber sie hat uns gezeigt, dass man in Vanuatu immer mit unerwarteten Situationen rechnen muss.

Entdeckung von Mele Bay

Ein paar Tage später mieteten wir einen kleinen Jeep und erkundeten die Umgebung von Port Vila. Wir fuhren zur Mele Bay, einer wunderschönen Bucht mit kristallklarem Wasser und weißen Sandstränden. Der Weg dorthin war abenteuerlich, denn die Straßen waren oft unbefestigt und voller Schlaglöcher. Aber die Landschaft war atemberaubend. Überall grüne Hügel, Palmen und bunte Blumen.

Mele Bay war ein Paradies. Wir verbrachten den ganzen Tag damit, im Meer zu schwimmen, am Strand zu liegen und die Sonne zu genießen. Leo liebte es, im Sand zu spielen und nach Muscheln zu suchen. Wir aßen zu Mittag in einem kleinen Strandrestaurant, das frischen Fisch und lokale Spezialitäten servierte. Es war ein perfekter Tag.

Die Blue Lagoon

In der Nähe von Mele Bay befindet sich die Blue Lagoon, eine natürliche Lagune mit türkisfarbenem Wasser. Wir fuhren dorthin und verbrachten ein paar Stunden damit, im Wasser zu schwimmen und zu schnorcheln. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Die Unterwasserwelt war unglaublich vielfältig und farbenprächtig. Wir sahen viele bunte Fische, Korallen und andere Meeresbewohner. Leo saß in einem speziellen Babyschwimmring und planschte vergnügt im Wasser.

Es war wunderschön zu sehen, wie er die Natur entdeckte und Spaß hatte. Wir haben viele Fotos gemacht und unzählige Erinnerungen gesammelt.


Nach ein paar Tagen in Port Vila und Umgebung hatten wir das Gefühl, einen guten Eindruck von der Insel bekommen zu haben. Wir waren begeistert von der Schönheit der Natur, der Freundlichkeit der Menschen und der entspannten Atmosphäre. Wir wussten, dass dies nicht unsere letzte Reise nach Vanuatu sein würde. Die Zeit verging wie im Flug, und schon bald war es Zeit, die Koffer zu packen und Abschied zu nehmen, wohlwissend, dass wir mit unzähligen Geschichten und einem Herzen voller Wärme abreisen würden.

Der Abschied von Vanuatu fiel uns schwer. Es war mehr als nur ein Urlaub gewesen. Es war eine Zeit, in der wir uns neu entdeckt hatten, als Familie und als Paar. Die Wärme der Menschen, die Schönheit der Natur und die entspannte Atmosphäre hatten uns tief berührt. Leo hatte so viel Freude empfunden, und das war das Wichtigste.

Was uns besonders gefallen hat

Was Vanuatu so besonders macht, ist die Kombination aus Abenteuer und Entspannung. Wir konnten wandern, schnorcheln und neue Kulturen entdecken, aber gleichzeitig auch einfach am Strand liegen und die Seele baumeln lassen. Es ist ein Ort, an dem man dem Alltag entfliehen und neue Energie tanken kann. Und das Beste: es ist nicht so touristisch überlaufen wie viele andere Destinationen in der Südsee.

Ein paar Tipps für eure Reise

Wenn ihr mit Baby reist, solltet ihr unbedingt eine gute Reiseapotheke mitnehmen. Auch Sonnenschutz und Mückenspray sind wichtig. Und denkt daran, dass die medizinische Versorgung in Vanuatu nicht mit unseren Standards vergleichbar ist.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Essen. Die lokale Küche ist lecker und vielfältig, aber nicht immer einfach für kleine Kinder geeignet. Wir haben oft selbst gekocht oder in Restaurants nach kinderfreundlichen Gerichten gefragt.

Unterkünfte

Wir haben unser Resort sehr genossen, aber es gibt auch viele andere tolle Unterkünfte in Vanuatu. Es lohnt sich, im Voraus zu recherchieren und eine Unterkunft zu wählen, die euren Bedürfnissen entspricht. Achtet darauf, dass die Unterkunft kinderfreundlich ist und über eine gute Infrastruktur verfügt.

Transport

Der öffentliche Nahverkehr in Vanuatu ist nicht besonders gut ausgebaut. Wir haben uns oft ein Auto gemietet, um flexibler zu sein. Aber auch Taxis sind eine gute Option. Seid einfach darauf vorbereitet, dass die Straßen oft in schlechtem Zustand sind.

Fazit

Vanuatu ist ein Paradies für Familien, die Abenteuer und Entspannung suchen. Es ist ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen, neue Kulturen entdecken und unvergessliche Erinnerungen sammeln kann. Wir können Vanuatu jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem authentischen und kinderfreundlichen Reiseziel ist. Wir werden definitiv wiederkommen!

    • Mele Bay (wunderschöne Bucht mit kristallklarem Wasser)
    • Blue Lagoon (natürliche Lagune mit türkisfarbenem Wasser)
    • Mele Bay
    • Port Vila (Markt)
👤 Junges Paar (Anfang 30) mit kleinem Baby, Suche nach kinderfreundlichen Urlaubsorten ✍️ persönlich und intim