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Kopenhagen mit Krabbelkind – Ein entspannter Familienurlaub

Das quietschende Geräusch der Rollkoffer auf dem holzvertäfelten Boden von Kastrup Airport hallte zwischen den vielen Familien wider. Mann, war das voll hier! Leo, unser kleiner Mann (fast 9 Monate alt), fixierte jeden vorbeihuschenden Koffer mit großen Augen, als ob er eine neue Art von Spielzeug entdeckt hätte. Ich zwängte mich mit dem Kinderwagen zwischen einem Geschäft mit Lakritz und einer Informationstresen durch. "Puh, geschafft", sagte ich zu Ben, meinem Mann, während er versuchte, die restlichen Taschen vom Gepäckband zu ziehen. "Sieht ganz danach aus, als ob hier alle gleichzeitig Urlaub machen wollen."

Warum Kopenhagen?

Wir hatten uns schon lange überlegt, wohin es gehen sollte. Wir wollten unbedingt wieder verreisen, aber es sollte nicht irgendein Urlaub sein. Mit Leo im Schlepptau ist das Reisen ja auch nochmal eine ganz andere Nummer. Pauschalreisen mit Animation und Buffet waren definitiv nichts für uns. Wir wollten eine Stadt, die entspannt ist, kinderfreundlich und trotzdem ein bisschen Kultur bietet. Dänemark schien da perfekt zu passen. Und Kopenhagen? Na ja, Kopenhagen hat einfach diesen Ruf, eine der lebenswertesten Städte der Welt zu sein. Irgendwie wollte ich das selbst erleben und prüfen, ob das wirklich stimmt.

Die Entscheidung fiel nicht leicht

Die Überlegung, ob das mit einem Baby klappt, war schon intensiv. Ben und ich haben uns echt den Kopf zerbrochen. Fliegen mit einem Kleinkind ist ja schon mal eine Herausforderung. Und dann noch eine Stadt erkunden, während Leo entweder im Kinderwagen sitzt oder ständig ausbrechen will… aber am Ende haben wir beschlossen: Wir machen das einfach! Wir wollten nicht, dass das Baby uns davon abhält, neue Orte zu entdecken. Wir wollten, dass Leo von Anfang an Teil unserer Abenteuer ist. Und ehrlich gesagt, ich glaube, wir brauchten das auch selbst. Eine kleine Auszeit vom Alltag, eine neue Perspektive – das konnte uns allen gut tun.

Erste Eindrücke von der Stadt

Nachdem wir endlich unser Hotel gefunden hatten (es lag etwas außerhalb des Zentrums, aber die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel war super), checkten wir ein. Das Hotel war total gemütlich, mit skandinavisch schlichtem Design und einem kleinen Spielzimmer. Leo war sofort begeistert und rollte mit voller Geschwindigkeit durch den Raum. Wir atmeten erstmal tief durch. Die Luft roch anders hier, frischer, sauberer. Und die Stadt… die Stadt war so friedlich. Keine Hektik, keine lauten Autos, einfach nur entspannte Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. Wir gingen eine kleine Runde um den Block und ich fühlte mich sofort wohl. Die Häuser waren bunt und malerisch, die Straßen sauber und sicher. Und überall, aber wirklich überall, gab es Fahrradwege. Ich hatte schon so viel darüber gelesen, aber es in echt zu sehen, war nochmal beeindruckend.

Ein kleiner Zwischenfall am Hafen

Wir schlenderten am Hafen entlang, als Leo plötzlich einen riesigen Ausbruch versuchte. Ben hat ihn gerade noch rechtzeitig im Kinderwagen gesichert. "Na, der kleine Entdecker will die Stadt erkunden", lachte Ben. Ich war ehrlich gesagt etwas gestresst. Leo war müde und quengelig und ich hatte Angst, dass er gleich einen Wutanfall bekommt. Aber dann kam eine ältere Dame vorbei und bot uns einen Apfel an. "Für den kleinen Mann", sagte sie freundlich. Leo nahm den Apfel sofort und beruhigte sich augenblicklich. So einfache Gesten sind einfach wunderbar. Es war ein kleiner Moment, aber er hat mir gezeigt, wie gastfreundlich die Menschen hier sind.

Die erste Erkundungstour führte uns zu den bunten Häusern von Nyhavn. Es war zwar ziemlich voll mit Touristen, aber die Atmosphäre war trotzdem toll. Wir setzten uns in ein Café und bestellten einen Kaffee und ein paar Smørrebrød (belegte Brote). Leo aß natürlich am liebsten von unserem Brot. Wir beobachteten das Treiben auf dem Wasser und genossen die entspannte Stimmung. Es war ein perfekter Moment.

Nach ein paar Stunden waren wir alle ziemlich müde. Wir fuhren zurück zum Hotel und brachten Leo ins Bett. Er schlief sofort ein. Ben und ich ließen den Tag bei einem Glas Wein Revue passieren. Wir waren uns einig: Kopenhagen ist eine tolle Stadt. Eine Stadt, die entspannt, kinderfreundlich und wunderschön ist. Und wir freuten uns darauf, die nächsten Tage zu erkunden und noch mehr von dieser faszinierenden Stadt zu entdecken. Aber bevor wir das tun konnten, mussten wir erstmal herausfinden, wie man hier am besten mit einem Baby unterwegs ist und welche kinderfreundlichen Aktivitäten es überhaupt gibt.

Kinderwagen-Marathon und grüne Oasen

Nach dem entspannten Abend hatten wir uns vorgenommen, Kopenhagen kinderwagen-tauglich zu erkunden. Das stellte sich heraus, als kleine Herausforderung. Die Straßen waren zwar größtenteils flach, aber viele Bürgersteige waren schmal und von Fahrradfahrern frequentiert. Man musste wirklich aufpassen und ständig nach links und rechts schauen. Einmal hat Ben fast einen Stapel frisch gebackener Brötchen umgerannt, weil ein Radfahrer plötzlich auftauchte. Zum Glück ging alles gut, aber wir haben uns danach entschieden, öfter mal die Parks zu nutzen. Und davon gibt es in Kopenhagen ja genug!

Frederiksberg Have – ein Paradies für kleine Entdecker

Frederiksberg Have war ein Volltreffer. Riesige Grünflächen, weitläufige Wege und ein wunderschöner See. Leo war begeistert. Er lag in seinem Kinderwagen und beobachtete die Enten, die im See schwammen. Ben und ich haben uns abgewechselt, mit ihm durch den Park zu schieben und die Ruhe zu genießen. Es gab sogar einen kleinen Spielplatz mit Sandkasten und Schaukeln. Leo hat sich sofort wohlgefühlt und mit anderen Kindern gespielt. Wir haben uns eine kleine Picknickdecke ausgebreitet und einen Kaffee getrunken, während Leo im Sand buddelte. Es war ein perfekter Vormittag. Wir haben festgestellt, dass Kopenhagen wirklich eine Stadt ist, in der man sich mit Kindern wohlfühlen kann. Hier wird Wert auf Grünflächen und kinderfreundliche Einrichtungen gelegt.

Christiania – ein etwas anderes Erlebnis

Christiania stand auch auf unserer Liste. Wir waren neugierig, wie es dort so aussieht und ob es für ein Baby geeignet ist. Nun, es war… anders. Die Atmosphäre war sehr speziell, ein bisschen rau und unkonventionell. Überall hingen bunte Flaggen und Kunstwerke. Es gab viele kleine Cafés und Werkstätten. Wir haben uns entschieden, nur kurz durchzuschlendern und die Gegend zu erkunden. Leo hat zwar nicht verstanden, was dort los ist, aber er war fasziniert von den vielen verschiedenen Gerüchen und Eindrücken. Wir haben uns aber entschieden, dass es für ein Baby nicht der ideale Ort ist. Es war einfach zu voll und zu unübersichtlich. Wir haben dann einen kleinen Abstecher zum nahegelegenen Amager Strand gemacht.

Sandburgen bauen am Amager Strand

Der Amager Strand war genau das Richtige für Leo. Ein langer, breiter Sandstrand mit flachem Wasser. Leo hat sich riesig gefreut, den Sand zwischen seinen Fingern zu spüren. Wir haben zusammen Sandburgen gebaut und im Wasser geplanscht. Es war zwar etwas windig, aber die Sonne schien und die Stimmung war toll. Leo hat sich pudelwohl gefühlt und uns mit seinem strahlenden Lächeln belohnt. Wir haben festgestellt, dass Kopenhagen nicht nur eine kulturell interessante Stadt ist, sondern auch viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten bietet.

Nach ein paar Tagen in Kopenhagen waren wir uns einig: Diese Stadt ist wirklich etwas Besonderes. Sie ist entspannt, kinderfreundlich und bietet eine tolle Mischung aus Kultur, Natur und urbanem Leben. Es gibt noch so viel zu entdecken und zu erleben. Aber bevor wir uns in neue Abenteuer stürzen, müssen wir erstmal die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen und überlegen, was wir für unsere nächste Reise lernen können.

Nach fast einer Woche in Kopenhagen packten wir langsam unsere Koffer. Es war ein bisschen traurig, die Stadt zu verlassen, aber wir waren auch erschöpft. Ein Urlaub mit Baby ist ja auch anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Kopenhagen hat uns wirklich positiv überrascht. Die Stadt ist so kinderfreundlich und entspannt. Man merkt einfach, dass hier Wert auf Lebensqualität gelegt wird.

Was wir gelernt haben

Was haben wir aus dieser Reise gelernt? Erstens: Unterschätze nicht die Bedeutung eines guten Kinderwagens. Wir haben unseren geliebten Buggy wirklich ausgiebig genutzt und er war Gold wert, besonders auf den holprigen Bürgersteigen. Zweitens: Plane genügend Zeit für Pausen ein. Mit Baby kommt man nicht so schnell voran wie sonst. Und drittens: Sei flexibel. Nicht alles läuft immer nach Plan, und das ist okay. Wichtig ist, dass man sich nicht stressen lässt und das Abenteuer genießt.

Unsere Tipps für Familien

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Kopenhagen sind super. Die Busse und Bahnen sind sauber, pünktlich und kinderfreundlich. Wir haben uns eine Kopenhagen Card gekauft, mit der wir kostenlos mit allen Verkehrsmitteln fahren und viele Sehenswürdigkeiten kostenlos besuchen konnten. Das hat sich wirklich gelohnt.

Frederiksberg Have – ein grünes Paradies

Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, solltet ihr unbedingt einen Besuch im Frederiksberg Have einplanen. Der Park ist riesig und bietet viele Möglichkeiten zum Spielen, Toben und Entspannen. Es gibt einen großen Spielplatz, einen See mit Enten und vielen Grünflächen. Leo hat es hier besonders gut gefallen.

Nyhavn – trotz Touristen einen Besuch wert

Auch wenn Nyhavn sehr touristisch ist, solltet ihr euch das bunte Hafenviertel nicht entgehen lassen. Es ist einfach wunderschön und die Atmosphäre ist toll. Sucht euch ein gemütliches Café und genießt einen Kaffee oder ein Smørrebrød. Leo hat sich über die vielen Boote gefreut.

Fazit

Kopenhagen ist eine tolle Stadt für Familien. Es gibt viele kinderfreundliche Angebote, die Stadt ist entspannt und die Menschen sind freundlich. Wir haben uns hier sehr wohlgefühlt und kommen gerne wieder. Und wer weiß, vielleicht verbringen wir ja bald wieder einen Urlaub in dieser wunderschönen Stadt. Ich glaube, Leo wird es uns danken.

    • Frederiksberg Have
    • Nyhavn
    • Amager Strand
    • Nyhavn
👤 Junges Paar (Anfang 30) mit kleinem Baby, Suche nach kinderfreundlichen Urlaubsorten ✍️ interaktiv und dialogorientiert