Nordamerika - USA - Honolulu (Hawaii)

Aloha Hawaii – Ein Familienabenteuer

Der salzige Geruch von Sonnencreme mischte sich mit dem süßen Duft von Plumeria, als wir aus dem Flughafen Honolulu traten. Sofort umfing uns eine warme, feuchte Luft, ganz anders als das leicht kühle Herbstwetter, das wir in Deutschland zurückgelassen hatten. Lena, meine Neunjährige, zog sofort ihre Sonnenbrille auf und quietschte: „Wow, es ist wirklich so, wie im Fernsehen!“ Ihr kleiner Bruder, der sechsjährige Tim, klammerte sich an meine Hand und bestaunte andächtig die bunten Blumenketten, die den Ankommenden um den Hals gelegt wurden.

Ein langer Traum wird wahr

Hawaii. Schon lange hatte meine Frau Sarah und ich davon geträumt, die Inseln mit den Kindern zu erkunden. Die Idee entstand vor ein paar Jahren, als wir abends auf der Couch saßen und einen Dokumentarfilm über die hawaiianische Kultur gesehen hatten. Die atemberaubende Natur, die freundlichen Menschen und die entspannte Lebensart hatten uns sofort in ihren Bann gezogen. Und dann war da noch Tim, der sich seit seinem vierten Geburtstag für Vulkane und Dinosaurier interessiert – Hawaii mit seinen aktiven Vulkanen schien das perfekte Reiseziel für ihn zu sein. Die Planung war etwas stressig gewesen, ehrlich gesagt. Flüge buchen, Unterkunft finden, Aktivitäten auswählen… aber es hatte sich gelohnt. Wir hatten uns für ein kleines Ferienhaus in Waikiki entschieden, nicht direkt am Strand, aber in Laufnähe. Es war wichtig für uns, nicht im großen Touristenzentrum unterzukommen, sondern etwas abseits, wo wir auch das echte hawaiianische Leben kennenlernen konnten.

Erste Eindrücke von Waikiki

Der Transfer zum Ferienhaus verlief reibungslos. Unser Fahrer, ein freundlicher Mann namens Kai, erzählte uns viel über die Geschichte Hawaiis und die Bedeutung der verschiedenen Symbole und Traditionen. Lena stellte unzählige Fragen, während Tim versuchte, die Namen aller Vulkane auszusprechen. Waikiki war lebendig, aber nicht so überwältigend, wie wir es erwartet hatten. Ja, es gab viele Touristen, Souvenirläden und Hotels, aber auch kleine Parks, Cafés und Restaurants, in denen man das lokale Leben spüren konnte. Die Palmen säumten die Straßen, die Sonne schien warm auf unsere Haut und das Rauschen des Ozeans war allgegenwärtig.

Das Ferienhaus und der erste Strandbesuch

Unser Ferienhaus war gemütlich und zweckmäßig eingerichtet. Ein kleines Wohnzimmer, eine Küche, zwei Schlafzimmer und ein kleiner Garten mit Grill. Perfekt für unsere kleine Familie. Die Kinder stürmten sofort los, um ihre Zimmer zu erkunden, während Sarah und ich anfingen, die Koffer auszupacken. Nachdem wir uns einigermaßen eingerichtet hatten, machten wir uns auf den Weg zum Strand. Der Sand war weich und warm unter unseren Füßen. Das Wasser war klar und türkisblau. Tim rannte sofort ins Wasser und begann, mit den Wellen zu spielen. Lena baute eine riesige Sandburg, während Sarah und ich uns entspannten und die Sonne genossen.

Kulturelle Einblicke und lokale Küche

Am Abend gingen wir in ein kleines, lokales Restaurant, um hawaiianische Spezialitäten zu probieren. Sarah bestellte Poke, einen Salat mit rohem Fisch, während ich Kalua Pig, ein im Erdofen gegartes Schweinefleisch, bestellte. Die Kinder aßen Spaghetti mit Tomatensoße, aber auch ein paar Bissen von unserem Essen probiert. Alles schmeckte unglaublich lecker und frisch. Während wir aßen, hörten wir hawaiianische Musik und beobachteten die Einheimischen, die sich in dem Restaurant trafen. Es war eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Wir fühlten uns willkommen und wohl. Sarah und ich tauschten einen Blick. Wir wussten, dass dies der Beginn eines unvergesslichen Urlaubs werden würde. Am nächsten Tag wollten wir unbedingt den Pearl Harbor Memorial besuchen, um einen respektvollen Gedenken an die Opfer des Angriffs zu zollen und mehr über die Geschichte dieses wichtigen Ortes zu erfahren. Und natürlich wollten wir noch viel mehr von Oahu erkunden, die Insel mit ihren vielfältigen Landschaften und ihrer reichen Kultur. Die nächsten Tage versprachen abwechslungsreich und spannend zu werden, und wir waren gespannt darauf, welche neuen Abenteuer uns noch bevorstanden.

Pearl Harbor – Ein stiller Moment

Der Besuch in Pearl Harbor war… intensiv. Ich hatte mich darauf vorbereitet, es würde bewegend sein, aber die Realität war noch viel ergreifender. Wir hatten im Voraus Tickets für das USS Arizona Memorial gebucht, was ich nur empfehlen kann, da die Warteschlangen sonst endlos lang sind. Der kurze Film, den wir vor der Bootsfahrt gesehen haben, hat uns einen guten Überblick über die Ereignisse des 7. Dezember 1941 gegeben. Als wir dann über dem gesunkenen Schiff standen, war es mucksmäßig still. Selbst Tim, der sonst ständig quiekte und herumtolte, war andächtig leise. Ich versuchte, mir vorzustellen, was an diesem Tag passiert sein muss, und es war einfach unfassbar. Es war eine ernüchternde Erfahrung, aber auch wichtig, um die Geschichte zu verstehen und die Opfer zu ehren.

Haleiwa Town und Shave Ice

Am nächsten Tag beschlossen wir, einen Ausflug in die North Shore zu machen. Wir hatten gemietet ein Auto, ein winziges, aber praktisches Teil. Die Fahrt dorthin war wunderschön, vorbei an grünen Feldern und kleinen Dörfern. Haleiwa Town erwies sich als eine charmante, lockere Surfstadt mit vielen kleinen Geschäften und Cafés. Lena und Tim waren sofort begeistert von den bunten Surfbrettern und den lustigen Souvenirs. Und dann entdeckten wir das Shave Ice. Oh Mann, das Shave Ice! Es war wie eine Wolke aus Eis, getränkt mit verschiedenen Sirupsorten. Die Kinder wählten Erdbeere und Blaubeere, Sarah und ich probierten Mango und Passionsfrucht. Es war so erfrischend und lecker, besonders bei der Hitze. Tim bekam natürlich Eis überall im Gesicht, aber das störte ihn überhaupt nicht. Wir saßen am Strand und genossen die entspannte Atmosphäre und die tolle Aussicht.

Ein kleiner Ausrutscher im Botanischen Garten

Ein weiteres Highlight war der Foster Botanical Garden. Es war ein wunderschöner, ruhiger Ort mit einer riesigen Sammlung tropischer Pflanzen. Wir haben stundenlang durch die verschiedenen Gärten geschlendert und uns die exotischen Blumen und Bäume angesehen. Tim war besonders fasziniert von den riesigen Bambusstauden. Er versuchte, in einen hineinzuklettern, was natürlich nicht funktionierte und zu einem kleinen Lachflash führte. Es gab aber auch einen kleinen Ausrutscher. Tim ist ausgerutscht und mit dem Knie auf den Boden gefallen. Zum Glück war es nichts Ernstes, nur ein paar Schrammen und eine Träne. Sarah hat sofort seinen Knieverband herausgeholt und ihm die Wunde versorgt. Danach ging es ihm wieder gut, aber wir waren etwas vorsichtiger und hielten ihn gut im Auge.

Abendessen mit Blick auf Waikiki

An unserem letzten Abend in Honolulu beschlossen wir, uns etwas Besonderes zu gönnen. Wir hatten einen Tisch in einem Restaurant mit Blick auf Waikiki Beach reserviert. Das Essen war ausgezeichnet, aber der Blick auf den Sonnenuntergang über dem Pazifik war unbezahlbar. Die Lichter der Stadt funkelten, die Wellen rauschten und wir saßen einfach da und genossen den Moment. Die Kinder waren müde, aber glücklich. Lena erzählte von ihrem Lieblings-Shave-Ice und Tim von den riesigen Bambusstauden. Sarah und ich tauschten einen Blick. Wir wussten, dass dies ein Urlaub war, den wir nie vergessen würden. Es war nicht perfekt gewesen – es gab ein paar Pannen und kleine Schwierigkeiten –, aber genau das machte ihn so echt und unvergesslich. Als wir an diesem Abend zurück zu unserem Ferienhaus gingen, wusste ich, dass wir uns von Hawaii verabschieden mussten, aber auch, dass wir einen Teil davon für immer in unseren Herzen tragen würden.

Der letzte Morgen in Honolulu kam viel zu schnell. Ich saß auf dem kleinen Balkon unseres Ferienhauses, trank meinen Kaffee und versuchte, die letzten Momente in vollen Zügen zu genießen. Die Sonne ging gerade auf und tauchte Waikiki in ein goldenes Licht. Im Hintergrund hörte ich das Rauschen des Ozeans und das Gezwitscher der Vögel. Es war ein friedliches, magisches Gefühl.

Ein Abschied voller Erinnerungen

Sarah und die Kinder schliefen noch, aber ich wusste, dass sie bald aufwachen und wir uns auf den Weg zum Flughafen machen würden. Ich dachte an all die Dinge, die wir in den letzten Tagen erlebt hatten: die beeindruckenden Vulkane, die wunderschönen Strände, die freundlichen Menschen und die leckere hawaiianische Küche. Es war ein Urlaub, der uns allen in Erinnerung bleiben würde.

Was Hawaii so besonders macht

Was Hawaii so besonders macht, ist nicht nur die atemberaubende Natur, sondern auch die entspannte Lebensart. Die Menschen hier sind freundlich, gastfreundlich und nehmen sich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben. Es gibt keinen Stress, keine Hektik, nur Aloha und Freude. Das hat uns als Familie sehr gut getan. Wir haben gelernt, den Moment zu genießen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ein paar Tipps für eure Reise

Wenn ihr mit eurer Familie nach Hawaii reisen möchtet, habe ich ein paar Tipps für euch:

  • Mietet ein Auto: Es ist die beste Möglichkeit, die Insel zu erkunden und auch die abgelegenen Orte zu erreichen.
  • Packt ausreichend Sonnenschutz ein: Die Sonne ist hier sehr stark, also schützt eure Haut und die eurer Kinder.
  • Probiert die lokale Küche: Poke, Kalua Pig und Shave Ice sind ein Muss!
  • Lernt ein paar hawaiianische Wörter: Die Einheimischen werden sich freuen, wenn ihr versucht, ihre Sprache zu sprechen.

Und noch ein wichtiger Tipp:

Seid offen für Neues, lasst euch treiben und genießt einfach die Aloha-Atmosphäre. Hawaii ist ein Ort, der euch verzaubern wird und euch für immer in Erinnerung bleiben wird. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen!

Der Abschied am Flughafen

Am Flughafen war es dann etwas traurig. Wir umarmten uns fest und versprachen, uns bald wiederzusehen. Die Kinder waren müde, aber glücklich. Sie erzählten den Flughafenmitarbeitern von ihren Abenteuern und zeigten stolz ihre Souvenirs. Als unser Flug endlich abhob, warfen wir einen letzten Blick auf die Insel. Hawaii, wir kommen wieder!

    • Pearl Harbor – ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens
    • Haleiwa Town – charmante Surfstadt mit Shave Ice
    • Waikiki Beach – der berühmte Strand mit Palmen und blauem Wasser
    • Foster Botanical Garden – ein ruhiger Ort mit exotischen Pflanzen
    • Waikiki – das lebendige Herz von Honolulu
👤 Familienvater mit zwei Kindern (6 und 9 Jahre) ✍️ persönlich und intim