Reisebericht Europa - Spanien - Teneriffa
Die Idee zum Teneriffa-Trip
Wie kam es eigentlich dazu? Naja, mein Mann, Thomas, und ich hatten uns vorgenommen, den Kindern, Lena (8) und Max (6), mehr von der Welt zu zeigen. Aber so richtig viel Geld ist bei uns gerade nicht über den Tisch gegangen. Hotels sind teuer, vor allem, wenn man zu viert ist. Dann kam uns die Idee: Warum nicht Camping? Aber Teneriffa und Camping… das klang nach einer Herausforderung. Also Kompromiss: eine kleine Ferienwohnung, nicht direkt am Strand, aber mit Pool und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und ein paar Tage dazwischen auf einem Campingplatz, um das echte Camping-Feeling zu bekommen. Klingt doch gut, oder?Erste Eindrücke vom Ferienhaus
Das Ferienhaus war… nun, sagen wir mal rustikal. Nicht unbedingt modern, aber sauber und zweckmäßig. Ein kleines Wohnzimmer, eine Küche mit dem Nötigsten, zwei Schlafzimmer und ein Bad. Das Highlight war der kleine Balkon mit Blick auf die Berge. Und der Pool, der nur ein paar Schritte entfernt lag. Lena und Max waren sofort begeistert und stürzten sich ohne weiteres in ihre Badesachen. Thomas und ich hatten also ein paar Minuten, um uns zu sortieren und die Umgebung zu erkunden.Die Gegend war ruhig und eher ländlich. Keine Touristenmassen, keine lauten Bars, sondern einfach nur Häuser, Gärten und ein paar kleine Läden. Genau das, was wir uns gewünscht hatten. Wir hatten uns bewusst für eine Unterkunft außerhalb der Touristenzentren entschieden, um das echte Teneriffa kennenzulernen. Und um etwas Geld zu sparen, ganz ehrlich.
Die ersten Stunden
Die ersten Stunden vergingen wie im Flug. Lena und Max plantschen im Pool, Thomas versucht, die Waschmaschine zu bedienen (was auf Teneriffa anscheinend eine eigene Wissenschaft für sich ist), und ich packe die Einkäufe aus und bereite das Abendessen vor. Ganz normales Familienleben, nur eben mit mehr Sonne und Palmen.Abends saßen wir auf dem Balkon und aßen Pasta mit Tomatensoße. Der Blick auf die Berge war wunderschön, und die Luft war warm und mild. Lena erzählte von ihren neuen Freunden im Pool, und Max aß mit Begeisterung Spaghetti, bis die Soße ihm bis zum Kinn lief. Es waren Momente wie diese, die uns daran erinnerten, warum wir überhaupt reisen – um gemeinsam Zeit zu verbringen, neue Erfahrungen zu sammeln und einfach glücklich zu sein.
Die Planung der nächsten Tage
Wir hatten uns vorgenommen, die Insel zu erkunden. Der Teide Nationalpark stand ganz oben auf unserer Liste, aber auch die Küstenorte, die Lorbeerwälder und die vielen kleinen Wanderwege wollten wir sehen. Wir hatten uns ein paar Reiseführer gekauft und im Internet recherchiert, aber wir wollten uns auch treiben lassen und einfach schauen, was der Tag so bringt.Thomas hatte schon eine erste Route geplant, aber er war sich bewusst, dass wir flexibel bleiben müssen. Mit zwei kleinen Kindern ist es schließlich nie ganz einfach. Wir mussten immer wieder Pausen einlegen, Durst und Hunger stillen und uns auf die Launen der Kinder einstellen. Aber das war okay. Wir waren schließlich im Urlaub, und es ging nicht darum, möglichst viel zu sehen, sondern darum, die Zeit gemeinsam zu genießen.
Nach den ersten entspannten Stunden in unserer Ferienwohnung war es Zeit, die Insel wirklich zu erkunden und zu sehen, was Teneriffa für uns bereithielt.Abenteuer Teide Nationalpark
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Teide Nationalparks. Wir hatten früh aufgebrochen, um den schlimmsten Touristenandrang zu vermeiden. Das hat auch ganz gut geklappt, obwohl es trotzdem recht voll war. Die Fahrt hinauf war schon ein Erlebnis für sich – die Landschaft wurde immer karger und dramatischer. Lena und Max waren begeistert von den Vulkanfelsen und den bizarren Formen der Pflanzen.Wir haben uns für eine kurze Wanderung entschieden, um den Vulkan nicht gleich im vollen Umfang erklimmen zu müssen. Max war zwar nach einer halben Stunde schon etwas müde, aber Thomas hat ihn auf dem Rücken getragen. Lena war richtig flott unterwegs und hat sogar ein paar kleine Eidechsen entdeckt. Die Aussicht vom Park war atemberaubend. Man konnte fast die ganze Insel überblicken. Das einzige Problem: Es war ziemlich windig und kalt. Wir hatten zwar Jacken mitgenommen, aber es reichte trotzdem nicht ganz. Lena hat angefangen zu zittern, und wir mussten schnell wieder runter.
Ein Ausflug nach Garachico
Am nächsten Tag wollten wir uns einen der Küstenorte ansehen. Wir haben uns für Garachico entschieden, ein kleines, malerisches Städtchen, das vor ein paar hundert Jahren durch einen Vulkanausbruch fast vollständig zerstört wurde.Garachico war wirklich wunderschön. Die Häuser waren bunt gestrichen, die Gassen eng und verwinkelt, und überall gab es kleine Cafés und Restaurants. Wir haben uns erstmal einen Kaffee gegönnt und die Atmosphäre genossen. Danach sind wir am Hafen entlang spaziert und haben uns die natürlichen Lava-Pools angesehen. Das Wasser war kristallklar und warm, und Lena und Max haben sofort ins Wasser geplunkt. Thomas und ich haben es uns nicht nehmen lassen, auch ins Wasser zu springen. Es war herrlich erfrischend.
Allerdings gab es dann eine kleine Überraschung. Max hat beim Spielen im Wasser seine Schwimmbrille verloren. Wir haben eifrig gesucht, aber die Brille war nirgends mehr zu finden. Max war natürlich sehr enttäuscht, aber wir haben ihm versprochen, ihm eine neue Brille zu kaufen. Das hat dann auch alles wieder gut gegangen.
Ein kleiner Abstecher nach Puerto de la Cruz
Puerto de la Cruz war anders als Garachico. Viel größer, viel lebhafter, viel touristischer. Wir sind am Meer entlang spaziert, haben den Botanischen Garten besucht und sind dann in einem kleinen Restaurant Mittagessen gegangen.Der Botanische Garten war wirklich beeindruckend. Es gab Pflanzen aus aller Welt, und Lena und Max waren ganz fasziniert. Besonders beeindruckt waren sie von den riesigen Bäumen und den farbenprächtigen Blumen. Allerdings waren sie dann irgendwann auch müde und wollten wieder zurück zum Ferienhaus.
Auf dem Rückweg hat Thomas dann noch eine kleine Panne gehabt. Er hat beim Einparken einen Spiegel von einem anderen Auto touchiert. Zum Glück war der Schaden nicht allzu groß, aber wir mussten trotzdem mit dem Besitzer des Autos sprechen und uns einigen. Das war natürlich nicht so angenehm, aber am Ende konnten wir alles klären.
Trotz kleiner Pannen und Überraschungen hatten wir eine tolle Zeit auf Teneriffa. Die Insel ist wunderschön, die Menschen sind freundlich, und es gibt viel zu entdecken. Unsere Mischung aus Ferienwohnung und Campingplatz hat sich als perfekt erwiesen, und wir haben das Budget gut eingehalten.
Nach all den Eindrücken und Erlebnissen blieb uns nur noch die Erkenntnis, dass Teneriffa eine Insel ist, die wir so schnell nicht vergessen würden.Nach all den Eindrücken und Erlebnissen blieb uns nur noch die Erkenntnis, dass Teneriffa eine Insel ist, die wir so schnell nicht vergessen würden. Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Wir haben noch ein paar entspannte Stunden am Pool verbracht, sind ein letztes Mal in einem kleinen Café eingekehrt und haben uns mit Tapas und Kaffee verwöhnt. Lena und Max haben ihre neuen Freunde auf dem Campingplatz besucht und sich von ihnen verabschiedet.
Rückblick und Fazit
Was bleibt, ist ein Koffer voller Erinnerungen und die Gewissheit, dass man auch mit kleinem Budget einen unvergesslichen Familienurlaub erleben kann. Teneriffa hat uns mit seiner Vielfalt begeistert – von den beeindruckenden Vulkanlandschaften über die malerischen Küstenorte bis hin zu den grünen Lorbeerwäldern.
Wir haben gelernt, dass es nicht darum geht, möglichst viel zu sehen und zu erleben, sondern darum, die Zeit mit der Familie zu genießen und gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln. Und das ist uns auf Teneriffa definitiv gelungen.
Was würde ich anders machen?
Ehrlich gesagt, nicht viel. Vielleicht würde ich beim nächsten Mal noch mehr Zeit für Wanderungen einplanen, aber nur, wenn Max nicht wieder auf Thomas' Schultern reiten will. 😉 Aber im Ernst, die Mischung aus Ferienwohnung und Campingplatz war perfekt für uns. Wir konnten die Annehmlichkeiten einer Ferienwohnung genießen und gleichzeitig die Natur erleben und das Camping-Feeling auskosten.
Tipps für andere Familien
Wenn ihr mit kleinen Kindern nach Teneriffa reist, habe ich ein paar Tipps für euch:
Packt ausreichend Sonnencreme und Kopfbedeckung ein. Die Sonne ist auf Teneriffa sehr stark, und selbst im Winter kann man sich leicht verbrennen.
Nehmt ausreichend Wechselkleidung mit. Kinder sind unberechenbar, und es kann immer mal passieren, dass etwas schmutzig wird oder kaputtgeht.
Plant genügend Zeit für Pausen ein. Kinder brauchen regelmäßige Pausen, um sich auszuruhen und neue Energie zu tanken.
Seid flexibel und lasst euch treiben. Manchmal sind die schönsten Erlebnisse die, die man nicht geplant hat.
Unsere persönlichen Highlights
Für Lena war der Besuch des Loro Parque ein unvergessliches Erlebnis. Sie war begeistert von den Papageien, Delfinen und Orcas. Max hat es am liebsten gemocht, im Pool zu planschen und Sandburgen zu bauen. Thomas und ich haben die Wanderungen durch die Lorbeerwälder genossen und die beeindruckenden Vulkanlandschaften bewundert.
Und natürlich haben wir alle die entspannte Atmosphäre und die freundlichen Menschen auf Teneriffa geschätzt. Es war ein Urlaub, der uns als Familie noch enger zusammengeschweißt hat.