Bern – Ein bisschen Alpenluft für alte Knochen
Ankunft in Bern – Ein bisschen fremd, aber nett
Bern. Ich hatte schon so viel darüber gelesen, diese mittelalterliche Stadt mit den Bogenarkaden. Aber Bilder und Berichte sind natürlich was anderes, als selbst hier zu stehen. Ich bin ja schon 70, und so richtig viel Geld hab ich auch nicht mehr. Deswegen muss man halt gucken, wo man sparen kann. Das Hotel, das ich mir ausgesucht hatte, war zwar nicht das neueste, aber sauber und zentral. Und das ist mir am wichtigsten. Ich schleppte meinen kleinen Koffer – ich bin ja nicht mehr der Jüngste, das merkt man – durch die Gassen. Die alten Häuser sind wunderschön, mit ihren bunten Erkern und den kunstvollen Fassaden. Aber auch ziemlich eng. Man muss schon aufpassen, dass man nicht gegen die Häuser stößt. Überall sind diese typischen Arkaden, unter denen man auch bei Regen trocken laufen kann. Praktisch, das.Ich hatte schon länger geplant, mal wieder richtig zu reisen. Nach dem Tod meiner Frau vor fünf Jahren war mir einfach nicht danach. Aber jetzt dachte ich mir, das Leben ist zu kurz, um zu Hause zu sitzen und in alten Erinnerungen zu schwelgen. Ich wollte noch mal was sehen, neue Eindrücke sammeln. Und die Schweiz stand schon lange auf meiner Liste.
Ein Zimmer mit Blick – fast
Das Hotel "Goldener Schlüssel" war dann doch etwas einfacher, als auf den Bildern. Aber hey, für den Preis kann man nicht meckern. Mein Zimmer ging zum Hinterhof raus, also mit Blick auf eine Mauer. Aber das war mir egal. Hauptsache, es ist ruhig. Und ein Bett gibt’s auch. Die Dame am Empfang war sehr freundlich und hat mir gleich eine Stadtkarte ausgehändigt. Die ist riesig! Da kann man sich ja richtig verirren.Ich ließ meinen Koffer fallen und machte mich gleich auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Erstmal musste ich mir aber einen Kaffee gönnen. So viel laufen macht durstig. Ich fand ein kleines Café in einer der Seitengassen. Da saßen schon ein paar Leute und lasen Zeitung. Die Atmosphäre war sehr gemütlich. Der Kaffee schmeckte gut, und das Croissant war noch warm.
Die Zytglogge und der Bärengraben
Als Erstes ging es zur Zytglogge, dem berühmten Uhrturm. Der ist wirklich beeindruckend. Ich stand eine ganze Weile davor und habe den Figuren zugesehen, die zur vollen Stunde herauskamen. Und dann ging es zum Bärengraben. Das ist ja das Wahrzeichen von Bern. Ich hatte schon so viel darüber gehört. Aber ich muss sagen, ich fand es ein bisschen traurig, die Bären in so einem kleinen Gehege zu sehen. Aber die Leute hier scheinen das nicht so zu sehen. Die jubeln den Bären zu und werfen ihnen sogar Essen rein.
Ich schlenderte noch ein bisschen durch die Altstadt, vorbei an den schönen Brunnen und den alten Fachwerkhäusern. Überall waren Touristen unterwegs, aber es war trotzdem noch recht entspannt. Ich setzte mich auf eine Bank am Fluss Aare und beobachtete das Treiben. Die Leute badeten im Fluss, obwohl das Wasser ziemlich kalt aussah. Aber die Schweizer sind ja bekannt für ihre Robustheit.
Ein kleiner Happen
Zum Mittagessen gab es dann ein Rösti in einem kleinen Restaurant. Das ist ja auch ein typisch schweizerisches Gericht. Schmeckt gut, aber ist schon ziemlich sättigend. Danach brauchte ich erstmal eine kleine Pause. Ich setzte mich in einen Park und las ein bisschen in meinem Buch. Die Sonne schien, und es war herrlich ruhig.Der erste Tag in Bern neigte sich dem Ende zu. Ich fühlte mich schon richtig wohl hier. Die Stadt ist zwar etwas teuer, aber es lohnt sich, sie sich anzusehen. Ich freute mich schon auf die nächsten Tage und darauf, noch mehr von Bern zu entdecken. Ich beschloss, morgen den Rosengarten zu besuchen und mir die Stadt von oben anzusehen. Und danach wollte ich noch das Einstein Museum besuchen. Ich hatte gehört, dass das sehr interessant sein soll. Es gab noch so viel zu sehen und zu erleben, und ich war gespannt darauf, was die nächsten Tage bringen würden. Ich spürte, wie meine Beine müde wurden, und beschloss, zurück ins Hotel zu gehen, um mich für den morgigen Tag auszuruhen. Die vielen Eindrücke des Tages hatten mich erschöpft, aber glücklich gemacht. Ich freute mich darauf, die kommenden Tage in dieser wunderschönen Stadt zu verbringen und noch mehr von ihrer Geschichte und Kultur zu entdecken.Ich sank müde in den Sessel im Hotelzimmer. Meine Füße protestierten lautstark. Ein bisschen Bewegung war gut, aber Bern hatte mehr Hügel, als ich erwartet hatte.
Der Rosengarten – Ein Duft von zu Hause
Am nächsten Morgen zog ich mich warm an und machte mich auf den Weg zum Rosengarten. Der Weg dorthin führte mich durch das Kornhausplatz-Viertel. Eine richtige Augenweide, mit den alten Gebäuden und den kleinen Geschäften. Ich entdeckte ein Antiquariat und trat kurz ein. Riech nach alten Büchern und Staub – fast wie im Dachboden meiner Eltern früher. Im Rosengarten selbst angekommen, war ich überwältigt. So viele Rosen, in allen Farben und Formen. Und der Duft! Der erinnerte mich an den Garten meiner Frau. Sie hatte Rosen geliebt. Ich setzte mich auf eine Bank und genoss die Aussicht über die Stadt. Einfach herrlich.Eine kleine Panne am Fluss
Nach dem Rosengarten beschloss ich, noch ein bisschen am Flussufer entlang zu spazieren. Ich wollte mir die Nydeggbrücke anschauen. Irgendwann bog ich falsch ab und fand mich plötzlich in einem kleinen Park wieder, der nicht auf meiner Karte verzeichnet war. Ich irrte ein bisschen herum, bis ich dann doch noch den Weg zurück zum Fluss fand. Aber es war ein netter kleiner Abstecher.Das Einstein Museum – Schwierig, das alles zu verstehen
Am Nachmittag ging es dann zum Einstein Museum. Ich bin ja kein Wissenschaftler, und die Relativitätstheorie ist für mich sowieso ein Rätsel. Aber ich wollte mir zumindest mal die Ausstellung anschauen. Das Museum war ganz interessant, aber ich muss sagen, ich habe nicht alles verstanden. Es gab viele Formeln und komplizierte Diagramme. Aber ich habe trotzdem einiges gelernt über das Leben und die Arbeit von Einstein. Und ich war beeindruckt von seiner Intelligenz.Ein Abendessen mit Aussicht
Zum Abendessen suchte ich mir ein Restaurant mit Blick auf die Altstadt. Ich bestellte ein Käsefondue – das musste ich einfach mal probieren. Es war lecker, aber ziemlich sättigend. Dazu trank ich ein Glas Weißwein.
Ich saß lange am Tisch und beobachtete das Treiben in der Stadt. Die Lichter funkelten, und die Menschen lachten und unterhielten sich. Ich fühlte mich wohl und zufrieden. Bern war eine schöne Stadt, und ich freute mich, hier zu sein.
Am nächsten Tag stand noch ein letzter Besuch auf dem Programm – das Zentrum Paul Klee. Aber das ist eine Geschichte für Teil drei, denn Bern hatte noch einige Überraschungen für mich auf Lager, und ich wusste, dass diese Reise noch lange in Erinnerung bleiben würde.
Nach dem Zentrum Paul Klee war ich ehrlich gesagt ziemlich erschöpft. Ich bin ja nicht mehr der Jüngste, und so viel Kultur in so kurzer Zeit, das strengt an. Aber es hat sich gelohnt. Die Bilder von Klee sind schon etwas Besonderes, auch wenn ich nicht alles verstanden habe. Aber das ist ja auch nicht schlimm.
Rückblick auf eine schöne Zeit
Bern ist eine Stadt, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Klar, die Schweiz ist nicht gerade günstig, aber man kann auch mit kleinem Budget gut zurechtkommen. Ich habe versucht, in den Restaurants nicht zu teuer zu bestellen und habe oft im Supermarkt eingekauft. Und die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr gut ausgebaut, da kann man viel sparen.
Was mir besonders gefallen hat, war die Atmosphäre in der Stadt. Es ist zwar eine Hauptstadt, aber trotzdem nicht so hektisch und anonym wie in anderen Großstädten. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit, und man fühlt sich schnell wohl.
Ein paar Tipps für andere Rentner
Wenn ihr auch mal nach Bern fahren wollt, hier ein paar Tipps von mir:
Packt bequeme Schuhe ein
Bern ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß erkundet. Aber die Gassen sind oft steil und uneben, da braucht man gutes Schuhwerk. Ich habe mir extra ein paar neue Wanderschuhe gekauft, und das war eine gute Entscheidung.
Nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel
Die öffentlichen Verkehrsmittel in Bern sind sehr gut ausgebaut und zuverlässig. Mit dem Bus und der Straßenbahn kommt man überall hin, ohne viel Geld ausgeben zu müssen.
Probiert das Rösti
Das Rösti ist ein typisch schweizerisches Gericht, das man unbedingt probiert haben muss. Es ist eine Art Kartoffelpfannkuchen, der mit Käse überbacken wird. Sehr lecker!
Abschied von Bern
Am letzten Tag habe ich noch einen letzten Spaziergang durch die Altstadt gemacht. Ich habe mir einen Kaffee in einem kleinen Café gegönnt und das Treiben beobachtet. Dann bin ich zum Bahnhof gegangen und habe den Zug zurück nach Hause genommen.
Bern, du warst schön. Ich werde dich nicht vergessen. Und wer weiß, vielleicht komme ich ja irgendwann wieder. Eine kleine Alpenluft für alte Knochen, das tut einfach gut.
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- Zytglogge – Der Uhrturm ist ein Muss für jeden Besucher
- Altstadt – Die mittelalterliche Altstadt mit ihren Bogenarkaden ist wunderschön
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- Zentrum Paul Klee – Ein beeindruckendes Museum für Kunstliebhaber
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- Altstadt – Die historischen Gassen und Plätze sind einen Besuch wert