Cancún - Mehr als nur Strand und Meer
Warum Cancún? Eine etwas längere Geschichte
Eigentlich hatten wir ja gar nicht mit Cancún geplant. Wir sind ja eher die Typen für Städtereisen, Museen, kleine, versteckte Lokale. Aber unser Sohn, der mit seiner Familie in den USA wohnt, meinte, wir bräuchten dringend eine Auszeit. Und er bestand darauf, dass wir alle zusammen in den Urlaub fahren. Cancún war sein Vorschlag, weil es für alle was bietet – für ihn und seine Kinder Action und Wassersport, für uns… naja, für uns eine Herausforderung, mal etwas ganz anderes zu machen. Wir sind beide schon über 50, und da wird man doch langsam etwas bequem, oder? Also dachten wir, warum nicht? Ein bisschen Sonne, ein bisschen Meer, und ein bisschen Zeit mit der Familie – das konnte doch nicht schlecht sein.Die erste Fahrt ins Hotel
Der Transfer zum Hotel war schon mal interessant. Die Straßen waren breiter, als wir es gewohnt sind, und der Verkehr… nun, der Verkehr war eben mexikanisch. Hupen sind hier offenbar nicht nur ein Signal, sondern eine Art Begrüßung oder Ausdruck der Lebensfreude. Unser Fahrer, ein freundlicher Mann namens Ricardo, erzählte uns, dass Cancún früher ein kleines Fischerdorf war, bevor es in den 70er Jahren zu einem riesigen Touristenzentrum ausgebaut wurde. Er zeigte uns auf einige heruntergekommene Häuser zwischen den Luxushotels und sagte, dass dort noch einige der ursprünglichen Bewohner leben. Das war ein interessanter Kontrast.Das Hotel selbst war riesig, ein Palast aus Beton und Glas. Alles war auf den Tourismus ausgerichtet, natürlich. Aber es war sauber, komfortabel und hatte einen wunderschönen Blick auf das türkisfarbene Meer. Wir hatten uns für eine Suite mit Meerblick entschieden, weil wir dachten, wir brauchen ein bisschen Privatsphäre. Aber ehrlich gesagt, wir hatten kaum Zeit, uns auf den Balkon zu setzen und die Aussicht zu genießen. Es gab einfach zu viel zu entdecken.
Erste Eindrücke vom Hotel und der Umgebung
Das Hotel war voll mit Menschen aus aller Welt. Amerikaner, Kanadier, Engländer, Deutsche… und natürlich viele Mexikaner. Es gab ein riesiges Buffet mit Essen aus allen möglichen Ländern. Wir haben uns erstmal einen großen Salat gegessen, um den Flug hinter uns zu lassen. Und dann sind wir zum Strand gegangen. Der Sand war weiß und fein, das Wasser warm und klar. Es war einfach wunderschön. Wir haben uns zwei Liegen gemietet und uns erstmal entspannt. Aber nach einer Weile wurde uns langweilig. Wir brauchten etwas mehr Abwechslung.
Also sind wir losgegangen, um die Umgebung zu erkunden. Wir sind durch die Hotelzone spaziert, vorbei an luxuriösen Geschäften und Restaurants. Es war alles sehr amerikanisch und touristisch, aber trotzdem hatten wir Spaß. Wir haben uns ein paar Souvenirs gekauft und sind in einer kleinen Bar einen Margarita getrunken. Der Margarita war gut, aber der Ausblick auf das Meer war noch besser.
Der erste Abend und ein Vorgeschmack auf mehr
Am Abend haben wir im Hotelrestaurant gegessen. Es gab mexikanische Spezialitäten, aber auch internationale Gerichte. Wir haben uns für Tacos entschieden, weil wir wissen wollten, wie authentisch mexikanische Tacos in Mexiko schmecken. Und sie waren fantastisch! Wir haben sie mit scharfer Salsa und Guacamole gegessen, und es war einfach köstlich.Nach dem Essen sind wir noch an den Strand gegangen, um den Sonnenuntergang zu sehen. Der Himmel war in leuchtenden Farben gemalt, und das Meer glitzerte im Schein der untergehenden Sonne. Es war ein magischer Moment. Wir haben uns an die Hand genommen und einfach die Aussicht genossen.
Dieser erste Abend hat uns schon einen Vorgeschmack darauf gegeben, was uns in den nächsten Tagen noch erwarten würde. Wir waren gespannt darauf, die mexikanische Kultur kennenzulernen, die alten Maya-Ruinen zu besichtigen und die lokale Küche zu probieren. Und vor allem waren wir gespannt darauf, wie viel Spaß wir mit unserer Familie haben würden. Die ersten Eindrücke waren vielversprechend, und wir freuten uns darauf, die kommenden Tage in vollen Zügen zu genießen und tiefer in die Welt von Cancún einzutauchen.
Ausflug nach Isla Mujeres – Mehr als nur Postkartenmotive
Am nächsten Tag hatten wir uns fest vorgenommen, etwas abseits des Hoteltrubels zu erkunden. Unser Sohn hatte uns von Isla Mujeres vorgeschlagen, einer kleinen Insel vor der Küste von Cancún. Also sind wir mit der Fähre rübergefahren. Die Überfahrt war schon ein Erlebnis für sich – das türkisfarbene Wasser, die Möwen, die uns umkreisten, und der Wind in den Haaren. Isla Mujeres ist viel kleiner und ruhiger als Cancún. Es gibt kaum Autos, dafür viele Golfcarts, mit denen man die Insel erkunden kann. Wir haben uns gleich eins gemietet und sind losgefahren.Hafenflair und erste kulinarische Entdeckungen
Der Hafen von Isla Mujeres ist wirklich malerisch. Bunte Fischerboote schaukeln im Wasser, kleine Restaurants und Souvenirläden säumen die Uferpromenade. Wir haben uns in einem dieser Restaurants niedergelassen und frischen Fisch gegessen. Der Fisch war unglaublich lecker, und die Aussicht auf das Meer war einfach traumhaft. Danach sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns das bunte Treiben angesehen. Überall gab es kleine Kunstgalerien und Handwerksläden.Playa Norte – Karibik pur
Das absolute Highlight von Isla Mujeres ist Playa Norte. Dieser Strand wird regelmäßig zu den schönsten Stränden der Welt gewählt, und das zu Recht. Der Sand ist schneeweiß, das Wasser kristallklar und die Atmosphäre einfach entspannt. Wir haben uns eine Liege gemietet und den ganzen Nachmittag am Strand verbracht. Wir sind geschwommen, haben gelesen und einfach die Sonne genossen. Am späten Nachmittag gab es noch eine kleine Überraschung: ein freundlicher Mann kam mit einem Eimer voller frischer Früchte vorbei und bot sie uns an. Die Früchte waren unglaublich süß und lecker – ein perfekter Abschluss für einen perfekten Tag.Downtown Cancún – Ein Blick hinter die Kulissen
Wir wollten auch mal das “echte” Cancún sehen, abseits der Luxushotels und Touristenströme. Also sind wir eines Tages mit dem Bus in die Innenstadt gefahren. Downtown Cancún ist ein lebendiger und authentischer Stadtteil, in dem die Einheimischen leben und arbeiten. Es gibt viele kleine Geschäfte, Restaurants und Märkte.Marktbesuch und kleine Pannen
Wir haben uns auf den Mercado 28 gewagt, einen riesigen Markt, auf dem man alles kaufen kann – von Souvenirs über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln. Es war ein riesiges Gewusel, und wir haben uns schnell verloren. Aber es war auch sehr interessant, das lokale Leben zu beobachten. Wir haben uns ein paar bunte Stoffe gekauft und versucht, mit den Händlern zu feilschen. Das war ganz schön anstrengend, aber auch lustig. Bei einer kleineren Panne ist unser Sohn fast mit einem vollbeladenen Einkaufskorb zusammengeprallt, aber zum Glück konnte er sich noch rechtzeitig fangen.Lokale Küche und erste Sprachversuche
Wir haben in einem kleinen, unscheinbaren Restaurant zu Mittag gegessen. Es gab authentische mexikanische Gerichte, die ganz anders schmeckten als im Hotel. Wir haben versucht, auf Spanisch zu bestellen, aber unser Spanisch ist leider sehr eingerostet. Die Kellnerin hat uns trotzdem verstanden und uns freundlich bedient. Nach dem Mittagessen haben wir noch einen Spaziergang durch die Innenstadt gemacht und die lokale Architektur bewundert. Es war ein schöner Kontrast zu den modernen Hotels in der Hotelzone.Letzte Tage und ein Gefühl von Wehmut
Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen. Wir haben noch ein paar entspannte Stunden am Strand verbracht, die mexikanische Küche genossen und die Gesellschaft unserer Familie genossen. Wir haben viel gelacht, viel erlebt und viele schöne Erinnerungen gesammelt. Es war ein Urlaub, der uns allen gutgetan hat. Als wir am Abreisetag am Flughafen standen, waren wir alle ein bisschen traurig. Wir hatten uns in Cancún und seine Umgebung verliebt. Es war ein Urlaub, der uns gezeigt hat, dass es noch so viel zu entdecken gibt in dieser Welt, und wir freuen uns schon auf unsere nächste Reise – wohin es auch gehen mag.Die letzten Sonnenstrahlen tauchten den Himmel in ein warmes Orange, als wir am letzten Abend noch einmal am Strand saßen. Es war ein bisschen wehmütig, aber auch schön, all die Eindrücke Revue passieren zu lassen. Wir hatten uns wirklich in Cancún und seine Umgebung verliebt. Es war nicht der typische Urlaub, den wir normalerweise machen, aber gerade das hat ihn so besonders gemacht.
Ein Fazit für uns
Wir sind ja eher die Kultur- und Städtereise-Typen, aber Cancún hat uns gezeigt, dass es auch schön sein kann, einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Die Kombination aus Entspannung am Strand, kulturellen Ausflügen und leckerem Essen war einfach perfekt. Natürlich ist Cancún sehr touristisch, aber man kann auch abseits der Hotspots noch authentische Einblicke in das mexikanische Leben bekommen. Wir haben versucht, uns nicht nur auf die schönen Dinge zu konzentrieren, sondern auch die kleinen Macken und Herausforderungen des Landes kennenzulernen. Das hat uns geholfen, ein tieferes Verständnis für die Kultur und die Menschen zu entwickeln.
Was uns besonders gefallen hat
Was uns wirklich beeindruckt hat, war die Vielfalt der Landschaft. Von den weißen Sandstränden über die türkisfarbene See bis hin zu den grünen Dschungeln und den alten Maya-Ruinen gab es so viel zu entdecken. Auch die mexikanische Küche hat uns begeistert. Wir haben uns durch viele verschiedene Gerichte probiert und waren immer wieder überrascht, wie viel Geschmack und Kreativität darin steckt. Und natürlich haben wir die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen sehr geschätzt. Sie haben uns immer mit offenen Armen empfangen und uns geholfen, uns wie zu Hause zu fühlen.
Ein paar Tipps für eure Reise
Wenn ihr nach Cancún reist, hier ein paar Tipps von uns: Vergesst nicht, genügend Sonnencreme und Insektenschutzmittel einzupacken. Die Sonne ist hier sehr stark, und die Mücken können lästig sein. Macht euch auch auf das feuchte Klima gefasst. Es kann ganz schön schwül werden. Und vergesst nicht, ein paar grundlegende Spanischkenntnisse aufzufrischen. Auch wenn viele Menschen Englisch sprechen, wird es euch leichter fallen, mit den Einheimischen zu kommunizieren, wenn ihr ein paar Worte Spanisch könnt.
Abseits der Touristenpfade
Versucht, auch mal abseits der Touristenpfade zu erkunden. Mietet euch ein Auto oder ein Taxi und fahrt in die kleineren Dörfer und Städte. Dort könnt ihr das authentische Mexiko erleben und die Kultur besser kennenlernen. Besucht den lokalen Markt und probiert die regionalen Spezialitäten. Und sprecht mit den Menschen. Sie haben oft interessante Geschichten zu erzählen. Und wenn ihr euch für Maya-Kultur interessiert, solltet ihr unbedingt einen Ausflug zu den Ruinen von Tulum oder Chichen Itza machen. Diese beeindruckenden Anlagen sind ein Zeugnis der glorreichen Vergangenheit des Maya-Volkes.
Unsere persönlichen Highlights
Für uns waren Isla Mujeres und der Besuch der lokalen Märkte in Cancún die absoluten Highlights. Isla Mujeres hat uns mit seinen traumhaften Stränden und seiner entspannten Atmosphäre verzaubert. Und auf den Märkten konnten wir das authentische Mexiko erleben und die regionale Küche probieren. Aber auch die kleinen Momente, wie ein Spaziergang am Strand bei Sonnenuntergang oder ein gemütliches Abendessen in einem lokalen Restaurant, haben uns sehr viel Freude bereitet.
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- Isla Mujeres
- Lokale Märkte in Cancún
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- Playa Norte (auf Isla Mujeres)
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- Downtown Cancún