Rotterdam: Mehr als nur Windmühlen und Käse
Ein spontaner Entschluss und die Sehnsucht nach Neuem
Es war eigentlich ein ziemlich spontaner Entschluss. Ich hatte mich in einer beruflichen Krise befunden – meine kleine Catering-Firma, spezialisiert auf lateinamerikanische Küche, kämpfte mit den Folgen der Pandemie. Ich brauchte dringend Luft, eine neue Perspektive, und vor allem: Inspiration. Ich hatte schon lange eine Liste mit Städten, die kulinarisch interessant sein könnten, und Rotterdam stand relativ weit oben. Nicht, weil ich irgendwelche konkreten Erwartungen hatte, sondern eher wegen der Mischung aus verschiedenen Kulturen und der angeblichen Innovationsfreude der Niederländer. Ich hatte ein paar Blogs gelesen, ein paar Instagram-Accounts durchstöbert, und irgendetwas an diesem rauen, unkonventionellen Vibe der Stadt hatte mich angesprochen. Also hatte ich kurzerhand einen Zug gebucht.Erste Eindrücke und die Suche nach dem perfekten Frühstück
Die Stadt wirkte anders, als ich es erwartet hatte. Nicht mal so richtig „niederländisch“ im klassischen Sinne. Es gab zwar überall Fahrräder, aber die Atmosphäre war viel lebendiger, multikultureller, fast schon ein bisschen chaotisch. Die Architektur war ein wilder Mix aus historischen Gebäuden und modernen Konstruktionen, viele davon stark von den Kriegszerstörungen gezeichnet, aber mit viel Kreativität wiederaufgebaut. Direkt am Bahnhof stolperte ich über einen Markt – den Markthal. Ein riesiger, bogenförmiger Bau, in dem sich Händler und Restaurants aneinanderreihen. Sofort war ich gefangen.
Ich brauchte Frühstück. Und ich wollte nicht einfach nur ein Croissant oder ein Brötchen. Ich wollte etwas Authentisches, etwas, das mir einen ersten Eindruck von der lokalen Küche vermittelt. Ich entschied mich für einen Stand, der „Stroopwafels“ anbot. Aber nicht die fertigen, abgepackten Dinger, sondern frisch gebackene, noch warme Waffeln, die der Mann hinter dem Stand mit einer Art Zange auseinanderdrückte und mit einer dicken Schicht Karamell füllte. Der Duft war betörend. Der erste Bissen – himmlisch. Süß, klebrig, aber mit einer leichten Note von Zimt. Genau das Richtige.
Mehr als nur Käse und Bitterballen
Ich schlenderte weiter durch den Markthal, vorbei an Fischständen, Käsetheken, Gemüseständen. Überall gab es etwas zu entdecken. Ich probierte hier und da ein Stück Käse, einen Hering, ein paar Oliven. Und ich stellte fest, dass die niederländische Küche viel mehr zu bieten hat als nur Käse und Bitterballen. Es gab eine unglaubliche Vielfalt an Einflüssen aus aller Welt. Indonesische Satay-Spieße, surinamische Roti, marokkanische Tajines. Rotterdam ist eine echte Schmelztiegel-Stadt, und das spiegelte sich auch in der kulinarischen Szene wider.
Ich unterhielt mich kurz mit einer Verkäuferin an einem Stand, der indonesische Snacks anbot. Sie erzählte mir, dass viele Indonesier nach Rotterdam gekommen waren, um Arbeit zu suchen, und dass sie ihre kulinarischen Traditionen mitgebracht hatten. Sie lächelte und meinte: „Wir haben das Essen hier ein bisschen aufgemischt. Es ist nicht mehr ganz niederländisch, aber es ist auch nicht mehr ganz indonesisch. Es ist etwas Eigenes.“
Ich spürte, wie sich eine erste Begeisterung in mir breit machte. Ich war nicht nur hier, um zu essen, sondern um eine Geschichte zu entdecken, eine Geschichte von Migration, von kultureller Vielfalt, von kulinarischer Innovation. Ich wusste, dass ich in den nächsten Tagen noch viel zu entdecken haben würde, und ich konnte es kaum erwarten. Die Suche nach den authentischen Aromen Rotterdams hatte gerade erst begonnen, und ich hatte das Gefühl, dass ich am richtigen Ort war, um sie zu finden.Kulinarische Entdeckungen im Delfshaven
Nach dem Markthal brauchte ich etwas Abstand vom Trubel und beschloss, den Stadtteil Delfshaven zu erkunden. Das ist ein historisches Viertel mit alten Häusern, kleinen Kanälen und einer entspannten Atmosphäre. Hier hatte ich das Gefühl, ein echtes Stück Rotterdam zu entdecken, abseits der modernen Pracht der Innenstadt. Ich schlenderte an den Kanälen entlang und entdeckte ein kleines, unscheinbares Restaurant mit dem Namen „De Oude Pot“. Es sah aus, als wäre es seit Jahrzehnten hier, und das Ambiente war urig und gemütlich. Ich war sofort begeistert.
Das Restaurant spezialisierte sich auf traditionelle niederländische Küche, aber mit einem modernen Twist. Ich bestellte „Stamppot“ – ein Kartoffelbrei mit Grünkohl und geräucherten Würstchen. Es klang einfach, aber es war unglaublich lecker. Die Kartoffeln waren cremig, der Grünkohl leicht bitter, und die Wurst rauchig und würzig. Dazu gab es einen kräftigen, dunklen Bier – perfekt. Ich saß draußen vor dem Restaurant und beobachtete das Treiben. Es waren hauptsächlich Einheimische hier, und ich fühlte mich wie ein Teil der Gemeinschaft. Ich unterhielt mich kurz mit dem Kellner, einem älteren Herrn mit einem freundlichen Lächeln, der mir erzählte, dass das Restaurant seit Generationen in Familienbesitz sei. Es war ein wunderschöner Moment.
Ein Missverständnis und die Überraschung in der Witte de Withstraat
Am Nachmittag wollte ich in die Witte de Withstraat, eine trendige Straße mit vielen Bars, Restaurants und Galerien. Ich hatte gelesen, dass es hier einige interessante Food-Spots geben sollte. Ich stieg in die Straßenbahn und versuchte, mich zu orientieren. Leider hatte ich die falsche Haltestelle verlassen und landete in einem ganz anderen Viertel. Ich war ein bisschen frustriert, aber dann entdeckte ich einen kleinen Imbiss, der „Broodjes Zaak“ hieß. Es sah nicht besonders schick aus, aber es war voll mit Einheimischen.
Ich stellte mich an und bestellte ein „Broodje Kroket“ – ein Brötchen mit einer Krokettenfüllung. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, aber es war eine Offenbarung. Die Kroketten waren knusprig und innen cremig, und das Brötchen war frisch und lecker. Dazu gab es Senf und Ketchup. Es war ein einfaches Gericht, aber es schmeckte fantastisch. Ich aß mein Brötchen an einem kleinen Tisch draußen und beobachtete das Treiben. Es war ein authentisches Erlebnis, weit entfernt von den touristischen Hotspots.
Der Duft von Surinam im Markthallen-Distrikt
Bevor ich am Abend zurück zu meinem Hotel ging, kehrte ich noch einmal in die Gegend um den Markthal zurück. Ich hatte gehört, dass es hier einige surinamische Restaurants geben sollte, und ich war neugierig, die Küche dieses Landes kennenzulernen. Ich fand ein kleines Restaurant mit dem Namen „Roti Shop“ und betrat es. Der Duft von Gewürzen und exotischen Aromen umfing mich sofort.
Ich bestellte ein „Roti“ – ein Fladenbrot, gefüllt mit Hühnchen, Kartoffeln, Kichererbsen und einer scharfen Soße. Es war ein Fest für die Sinne. Das Brot war weich und fluffig, die Füllung herzhaft und würzig, und die Soße gab dem Gericht den nötigen Kick. Ich aß langsam und genoss jeden Bissen. Es war das perfekte Ende für einen Tag voller kulinarischer Entdeckungen.
Ich verließ das Restaurant mit einem Lächeln auf den Lippen und spürte eine tiefe Zufriedenheit. Rotterdam hatte mich überrascht und begeistert. Es war eine Stadt, die viel mehr zu bieten hatte, als ich erwartet hatte. Eine Stadt, in der verschiedene Kulturen aufeinandertrafen und eine einzigartige kulinarische Szene schufen. Und ich wusste, dass dies erst der Anfang meiner kulinarischen Reise war. Ich hatte das Gefühl, noch so viel mehr zu entdecken und zu erleben, bevor ich diese faszinierende Stadt verlassen würde.
Kulinarische Entdeckungen im Delfshaven
Nach dem Markthal brauchte ich etwas Abstand vom Trubel und beschloss, den Stadtteil Delfshaven zu erkunden. Das ist ein historisches Viertel mit alten Häusern, kleinen Kanälen und einer entspannten Atmosphäre. Hier hatte ich das Gefühl, ein echtes Stück Rotterdam zu entdecken, abseits der modernen Pracht der Innenstadt. Ich schlenderte an den Kanälen entlang und entdeckte ein kleines, unscheinbares Restaurant mit dem Namen „De Oude Pot“. Es sah aus, als wäre es seit Jahrzehnten hier, und das Ambiente war urig und gemütlich. Ich war sofort begeistert. Das Restaurant spezialisierte sich auf traditionelle niederländische Küche, aber mit einem modernen Twist. Ich bestellte „Stamppot“ – ein Kartoffelbrei mit Grünkohl und geräucherten Würstchen. Es klang einfach, aber es war unglaublich lecker. Die Kartoffeln waren cremig, der Grünkohl leicht bitter, und die Wurst rauchig und würzig. Dazu gab es einen kräftigen, dunklen Bier – perfekt. Ich saß draußen vor dem Restaurant und beobachtete das Treiben. Es waren hauptsächlich Einheimische hier, und ich fühlte mich wie ein Teil der Gemeinschaft. Ich unterhielt mich kurz mit dem Kellner, einem älteren Herrn mit einem freundlichen Lächeln, der mir erzählte, dass das Restaurant seit Generationen in Familienbesitz sei. Es war ein wunderschöner Moment.Ein Missverständnis und die Überraschung in der Witte de Withstraat
Am Nachmittag wollte ich in die Witte de Withstraat, eine trendige Straße mit vielen Bars, Restaurants und Galerien. Ich hatte gelesen, dass es hier einige interessante Food-Spots geben sollte. Ich stieg in die Straßenbahn und versuchte, mich zu orientieren. Leider hatte ich die falsche Haltestelle verlassen und landete in einem ganz anderen Viertel. Ich war ein bisschen frustriert, aber dann entdeckte ich einen kleinen Imbiss, der „Broodjes Zaak“ hieß. Es sah nicht besonders schick aus, aber es war voll mit Einheimischen. Ich stellte mich an und bestellte ein „Broodje Kroket“ – ein Brötchen mit einer Krokettenfüllung. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, aber es war eine Offenbarung. Die Kroketten waren knusprig und innen cremig, und das Brötchen war frisch und lecker. Dazu gab es Senf und Ketchup. Es war ein einfaches Gericht, aber es schmeckte fantastisch. Ich aß mein Brötchen an einem kleinen Tisch draußen und beobachtete das Treiben. Es war ein authentisches Erlebnis, weit entfernt von den touristischen Hotspots.Der Duft von Surinam im Markthallen-Distrikt
Bevor ich am Abend zurück zu meinem Hotel ging, kehrte ich noch einmal in die Gegend um den Markthal zurück. Ich hatte gehört, dass es hier einige surinamische Restaurants geben sollte, und ich war neugierig, die Küche dieses Landes kennenzulernen. Ich fand ein kleines Restaurant mit dem Namen „Roti Shop“ und betrat es. Der Duft von Gewürzen und exotischen Aromen umfing mich sofort. Ich bestellte ein „Roti“ – ein Fladenbrot, gefüllt mit Hühnchen, Kartoffeln, Kichererbsen und einer scharfen Soße. Es war ein Fest für die Sinne. Das Brot war weich und fluffig, die Füllung herzhaft und würzig, und die Soße gab dem Gericht den nötigen Kick. Ich aß langsam und genoss jeden Bissen. Es war das perfekte Ende für einen Tag voller kulinarischer Entdeckungen. Ich verließ das Restaurant mit einem Lächeln auf den Lippen und spürte eine tiefe Zufriedenheit. Rotterdam hatte mich überrascht und begeistert. Es war eine Stadt, die viel mehr zu bieten hatte, als ich erwartet hatte. Eine Stadt, in der verschiedene Kulturen aufeinandertrafen und eine einzigartige kulinarische Szene schufen. Und ich wusste, dass dies erst der Anfang meiner kulinarischen Reise war. Ich hatte das Gefühl, noch so viel mehr zu entdecken und zu erleben, bevor ich diese faszinierende Stadt verlassen würde.Der letzte Morgen in Rotterdam war grau, aber das konnte meine Stimmung nicht trüben. Ich saß in einem kleinen Café in Delfshaven, trank noch einen letzten Kaffee und ließ die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren. Es war eine Reise, die mich überrascht und inspiriert hatte. Rotterdam war nicht das, was ich erwartet hatte. Es war rauher, vielfältiger, kreativer. Und vor allem: Es war unglaublich lecker.
Eine Stadt der Kontraste und des guten Geschmacks
Was mich besonders beeindruckt hatte, war die Mischung aus verschiedenen Kulturen und Einflüssen. Hier gab es nicht nur traditionelle niederländische Küche, sondern auch indonesische, surinamische, marokkanische und viele andere Spezialitäten. Die Stadt war ein Schmelztiegel der Aromen, und ich hatte das Gefühl, ständig neue und aufregende Gerichte zu entdecken.
Ich erinnere mich noch gut an den ersten Abend, als ich den Markthal betreten hatte. Der Duft von frischem Brot, Käse, Fisch und exotischen Gewürzen lag in der Luft, und ich war sofort gefangen. Ich probierte hier und da ein Stück Käse, einen Hering, ein paar Oliven, und ich war begeistert von der Vielfalt und der Qualität der Produkte.
Kulinarische Highlights und versteckte Perlen
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das „Broodje Kroket“, das ich an einem kleinen Imbissladen gegessen hatte. Es war ein einfaches Gericht, aber es schmeckte unglaublich lecker. Die Kroketten waren knusprig und innen cremig, und das Brötchen war frisch und lecker.
Auch das surinamische Roti in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Markthalls war ein Highlight. Das Brot war weich und fluffig, die Füllung herzhaft und würzig, und die Soße gab dem Gericht den nötigen Kick.
Meine persönlichen Empfehlungen
Wenn du nach Rotterdam reist und ein Foodie bist, dann habe ich ein paar Empfehlungen für dich. Erstens: Besuche den Markthal. Hier findest du eine unglaubliche Vielfalt an Lebensmitteln und Spezialitäten. Zweitens: Erkunde die verschiedenen Viertel der Stadt und probiere die lokale Küche in kleinen Restaurants und Imbissen. Und drittens: Sei offen für neue Erfahrungen und lass dich von den Aromen und Geschmäckern überraschen.
Rotterdam ist eine Stadt, die man mit allen Sinnen erlebt. Es ist eine Stadt, die dich inspiriert und dir unvergessliche kulinarische Erlebnisse bietet. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.
-
- Markthal: Ein Paradies für Feinschmecker
- De Oude Pot: Traditionelle niederländische Küche mit modernem Touch
-
-
-
- Delfshaven: Historisches Viertel mit urigem Charme