Nordamerika - Bahamas - Grand Bahama

Sonnenbrand und Sandburgen: Unser Bahamas-Abenteuer

Das salzige Aroma kitzelte in meiner Nase, vermischt mit dem süßlichen Duft von Sonnencreme. Maya, meine Neunjährige, quietschte vor Freude, als sie aus dem Flieger stolperte, und Ben, der Kleine mit sechs, klammerte sich an meine Hand, die Augen weit aufgerissen. Freeport, Bahamas – wir hatten es geschafft! Nach Monaten der Planung und Vorfreude standen wir endlich auf bahamaischem Boden.

Die Idee und die Vorbereitung

Ehrlich gesagt, war es meine Frau Sarah, die die Idee hatte. Sie hatte genug vom grauen deutschen Alltag, von endlosen Meetings und dem ständigen Regen. Sie träumte von türkisfarbenem Wasser, weißen Sandstränden und Cocktails mit kleinen Schirmchen. Und wer bin ich, um ihr das zu verweigern? Die Kinder waren sofort begeistert, und so begannen wir mit der Planung. Es war gar nicht so einfach, wie es aussah. Bahamas sind nicht gerade günstig, und wir wollten natürlich, dass es für alle ein unvergessliches Erlebnis wird. Wir entschieden uns für Grand Bahama, weil es etwas weniger touristisch ist als Nassau und wir hofften, dort noch etwas authentisches Bahamas erleben zu können. Hotels vergleichen, Flüge buchen, Ausflüge recherchieren – das volle Programm. Ich habe mich gefühlt wie ein Reisebüro im Alleingang. Aber hey, für die Familie mache ich doch alles.

Die Ankunft und erster Eindruck

Der Flughafen in Freeport ist nicht gerade riesig, aber freundlich und übersichtlich. Die Immigration ging zügig vonstatten, und schon standen wir draußen, in der tropischen Hitze. Die Luft war feucht und schwer, aber angenehm warm. Unser vorgebuchenes Taxi brachte uns zu unserem kleinen Ferienhaus in Lucaya. Die Fahrt dauerte etwa 20 Minuten und gab uns die ersten Eindrücke von der Insel. Überall grüne Palmen, bunte Häuser und kleine Geschäfte. Die Leute waren freundlich und lächelten uns an. Es war eine ganz andere Atmosphäre als zu Hause. Wir fuhren an Port Lucaya Marketplace vorbei, einem lebhaften Einkaufszentrum mit vielen Restaurants und Geschäften. Hier herrschte bereits reges Treiben, obwohl es erst Nachmittag war.
Unser kleines Paradies
Unser Ferienhaus war perfekt. Nicht riesig, aber sauber, gemütlich und mit einem kleinen Garten und einem Pool. Es lag in einer ruhigen Wohngegend, abseits vom großen Trubel. Die Kinder stürzten sich sofort ins Wasser, und ich und Sarah konnten endlich durchatmen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir einen ersten Spaziergang zum Strand. Der sand war strahlend weiß und die See türkisfarben. Die Kinder bauten sofort Sandburgen, und ich und Sarah genossen die Ruhe und die Sonne. Es war einfach unglaublich. Ben fand gleich eine Handvoll Muscheln und präsentierte sie stolz. Maya entdeckte einen kleinen Krebs und verfolgte ihn aufgeregt am Strand entlang. Es waren diese kleinen Momente, die die Reise so besonders machten. Wir aßen zu Abend in einem kleinen Restaurant am Strand. Frischer Fisch, gegrillte Garnelen und tropische Früchte – ein Gaumenschmaus. Die Kinder waren begeistert, und auch wir ließen es uns schmecken. Nach dem Essen saßen wir noch eine Weile am Strand und beobachteten den Sonnenuntergang. Der Himmel leuchtete in den schönsten Farben, und das Meer glitzerte im letzten Licht. Es war ein magischer Moment. Die ersten Stunden auf Grand Bahama waren einfach perfekt. Wir hatten uns sofort wohlgefühlt und konnten die Seele baumeln lassen. Aber das war nur der Anfang, denn wir hatten noch viele weitere Abenteuer vor uns, und ich freute mich schon darauf, euch davon zu erzählen.

Abenteuer im Wasser und mehr

Am nächsten Morgen standen wir früh auf. Die Kinder waren schon ganz ungeduldig und wollten ins Wasser. Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Taino Beach. Der Strand war wunderschön, mit feinem, weißen Sand und klarem, türkisfarbenem Wasser. Ben und Maya tobten sofort im Wasser und bauten Sandburgen. Ich mietete ein paar Schnorchel und Masken, und wir erkundeten gemeinsam die Unterwasserwelt. Es waren zwar nicht die spektakulärsten Korallenriffe, aber wir sahen trotzdem viele bunte Fische und sogar eine kleine Schildkröte! Maya war ganz begeistert und wollte unbedingt eine Muschel mit nach Hause nehmen, was natürlich kein Problem war.

Port Lucaya – bunte Geschäfte und hungrige Mäuler

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug zum Port Lucaya Marketplace. Dort herrschte ein buntes Treiben. Überall kleine Geschäfte mit Souvenirs, Kleidung und Schmuck. Sarah verhandelte gekonnt um ein paar bunte Armbänder für die Kinder, während ich versuchte, Ben davon abzuhalten, alle möglichen Schnickschnack zu kaufen. Nach dem Shopping hatten wir alle Hunger. Wir entschieden uns für ein kleines Restaurant mit Blick auf den Hafen. Die Kinder bestellten Burger und Pommes, während Sarah und ich uns für frischen Fisch entschieden. Leider stellte sich heraus, dass Ben partout keine Pommes essen wollte, sondern stattdessen einen riesigen Eisbecher! Nach einigem Hin und Her und etwas Überzeugungsarbeit (und einem Eisbecher) war dann aber auch er zufrieden.

Garden of the Groves – ein bisschen Dschungelfeeling

Ein Tag später erkundeten wir den Garden of the Groves. Es ist ein wunderschöner botanischer Garten mit vielen exotischen Pflanzen, Blumen und Wasserfällen. Es war ein bisschen wie ein kleiner Dschungel mitten auf der Insel. Ben war fasziniert von den vielen bunten Vögeln, die dort herumflogen. Maya entdeckte einen kleinen Teich mit Karpfen und versuchte, sie mit Brot zu füttern. Die Wege waren zwar teilweise etwas steil und uneben, aber es war die Mühe wert. Der Garten war ein wahrer Ort der Ruhe und Entspannung. Wir machten viele Fotos und genossen die Schönheit der Natur. Allerdings kam Ben dann doch noch zu kurz, als er auf dem Weg einen riesigen Marienkäfer entdeckte und ihn unbedingt mit nach Hause nehmen wollte. Das konnte ich ihm natürlich nicht erlauben.
Ein kleiner Fauxpas
An einem Abend wollten wir eigentlich ein schickes Restaurant besuchen, aber ich hatte mich beim Anziehen etwas vertan. Ich hatte meine Shorts und ein T-Shirt angezogen, während die meisten anderen Gäste in langen Hosen und Hemden gekleidet waren. Die Bedienung sah uns etwas misstrauisch an, aber zum Glück durften wir trotzdem bleiben. Es war etwas peinlich, aber am Ende hatten wir trotzdem einen schönen Abend. Die Tage auf Grand Bahama vergingen wie im Flug. Es war eine wunderschöne Zeit voller unvergesslicher Momente. Wir haben viel gelacht, gespielt und entspannt. Aber jetzt neigte sich unsere Reise dem Ende zu, und wir begannen, uns auf die Heimreise vorzubereiten, voller neuer Erinnerungen und mit dem Wunsch, bald wiederzukommen.

Der letzte Morgen auf Grand Bahama fühlte sich irgendwie surreal an. Ben und Maya waren schon ganz aufgeregt, packten ihre letzten Souvenirs ein – natürlich jede Menge Muscheln und ein paar bunte Armbänder. Sarah und ich saßen noch auf der Terrasse, tranken unseren Kaffee und versuchten, die Ruhe zu genießen, bevor der Reisealltag wieder losging.

Rückblick auf eine unvergessliche Zeit

Was soll ich sagen? Die Reise war einfach fantastisch. Natürlich gab es auch kleine Herausforderungen – Ben, der partout keine Pommes essen wollte, oder mein kleiner Fauxpas mit der Kleiderwahl im schicken Restaurant. Aber all das verblasst im Vergleich zu den vielen schönen Momenten, die wir zusammen erlebt haben. Das Lachen der Kinder, das türkisfarbene Wasser, die strahlenden Sonnenuntergänge – all das wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Was uns besonders gefallen hat

Ich glaube, am meisten hat uns die entspannte Atmosphäre der Insel imponiert. Hier herrscht einfach ein ganz anderer Rhythmus als zu Hause. Die Leute sind freundlich, hilfsbereit und nehmen sich Zeit für ein nettes Gespräch. Wir haben uns sofort wohlgefühlt und konnten die Seele baumeln lassen. Auch die Natur ist einfach atemberaubend. Die Strände sind wunderschön, das Wasser kristallklar und die Vegetation üppig. Wir haben viele Stunden damit verbracht, am Strand zu spazieren, zu schnorcheln und die Natur zu genießen.

Ein paar Tipps für eure Reise

Wenn ihr auch mal nach Grand Bahama reisen möchtet, habe ich noch ein paar Tipps für euch. Erstens: Packt unbedingt ausreichend Sonnencreme ein! Die Sonne ist hier sehr stark, und man verbrennt sich schnell. Zweitens: Nehmt euch Zeit, um die Insel zu erkunden. Es gibt viele versteckte Buchten, kleine Restaurants und interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Und drittens: Seid offen für neue Erfahrungen und lasst euch einfach treiben. Die Bahamas sind ein Paradies, und es lohnt sich, die Zeit dort zu genießen.

Was wir anders machen würden

Vielleicht hätten wir noch etwas mehr Zeit für Ausflüge einplanen können. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben auf der Insel, und wir haben leider nicht alles geschafft. Aber das ist auch kein Problem, denn wir kommen bestimmt wieder. Wir haben uns in die Bahamas verliebt, und wir freuen uns schon darauf, bald wieder am Strand zu liegen und die Sonne zu genießen.

Jetzt heißt es aber erst mal: Koffer packen, Flug buchen und Abschied nehmen. Wir werden die Bahamas vermissen, aber wir nehmen viele schöne Erinnerungen mit nach Hause. Und wer weiß, vielleicht sehen wir ja bald wieder!

    • Taino Beach
    • Lucaya Beach
    • Port Lucaya Marketplace
👤 Familienvater mit zwei Kindern (6 und 9 Jahre) ✍️ locker und umgangssprachlich