Europa - Kroatien - Split

Sommerglück an der Adria

Der Geruch von Pinien und Salz kitzelte in meiner Nase, während ich versuchte, die beiden kleinen Racker aus dem Auto zu wühlen. Leonie, fast sieben, hatte ihren Lieblingskuschelhasen fest umklammert, als wäre er das letzte Stück Land vor dem Untergang. Und der kleine Max, gerade mal fünf, protestierte lautstark gegen das Entfernen des Sicherheitsgurtes. „Ich will noch fahren!“, schrie er, während seine blonden Locken wild um seinen Kopf tanzten. Wir waren endlich da. Split. Kroatien. Nach gefühlt endlosen Stunden im Auto, vollgepackt mit allem, was eine Familie für zwei Wochen Camping- und Ferienwohnungs-Abenteuer so benötigt.

Ein Traum wird wahr – und die Kasse ist leer

Eigentlich war Kroatien ja gar nicht unser ursprüngliches Ziel. Wir hatten von einem Roadtrip durch Frankreich geträumt, mit kleinen Dörfern, Baguettes und Lavendelfeldern. Aber dann kam die Realität: Die Preise waren einfach unbezahlbar. Und ich, als Mutter, die versucht, Familie und ein kleines Budget unter einen Hut zu bringen, musste umdenken. Also recherchierte ich, verglich, suchte nach Alternativen. Und dann stieß ich auf Kroatien. Türkisblaues Wasser, wunderschöne Strände, charmante Städte – und das alles zu Preisen, die selbst wir uns leisten konnten. Die Idee, Camping und eine Ferienwohnung zu kombinieren, gefiel uns besonders. So konnten wir die Natur genießen und trotzdem ein paar Tage Luxus haben, ohne die Bank zu überziehen.

Die Anreise – ein echtes Abenteuer

Die Fahrt war… anstrengend. Sagen wir es mal so. Zwei quengelnde Kinder auf der Rückbank, ein Mann, der versucht, sich nicht von der Navigation provozieren zu lassen, und ich, die versucht habe, alles unter Kontrolle zu haben. Die österreichischen Autobahnen waren noch relativ entspannt, aber dann, kurz vor der kroatischen Grenze, ging es los mit den Staus. Stundenlang standen wir im Schneckentempo voran, während die Sonne immer heißer wurde. Max verlangte alle fünf Minuten nach einer Pause und Leonie drohte, ihr Kuschelhasen zu verstoßen, wenn wir nicht sofort anhielten. Irgendwann waren wir alle genervt und erschöpft. Aber dann, als wir endlich die erste Sicht auf das Meer erhaschten, war es vergessen. Dieser Anblick, dieses leuchtende Türkis, hat uns neuen Mut gegeben.

Unser Campingplatz lag etwas außerhalb von Split, in einem kleinen Pinienwald direkt am Strand. Als wir ankamen, waren wir total erschöpft, aber die Stimmung war sofort besser. Der Platz war einfach, aber sauber und freundlich. Ein paar Zelte, ein paar Wohnwagen, und überall spielende Kinder. Es roch nach Meer, Pinien und gegrilltem Fleisch. Ein Paradies! Wir bauten unser Zelt auf, packten unsere Sachen aus und ließen die Kinder erstmal frei spielen. Es war herrlich, sie so unbeschwert am Strand toben zu sehen, ohne dass wir uns Sorgen machen mussten, dass sie sich verirren oder etwas kaputt machen.

Die erste Erkundungstour

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, um Split zu erkunden. Die Stadt ist wunderschön, mit ihren engen Gassen, den alten Steinhäusern und dem beeindruckenden Diokletianpalast. Wir schlenderten durch die Stadt, probierten lokales Eis und bewunderten die Architektur. Die Kinder waren begeistert von den vielen Tauben und den Straßenkünstlern. Besonders beeindruckt waren sie von dem Glockenturm der Kathedrale St. Domnius. Sie wollten unbedingt hochsteigen, um die Aussicht zu genießen. Und wir ließen es ihnen natürlich nicht verwehren.

Wir aßen zu Mittag in einem kleinen Konoba, einem traditionellen kroatischen Restaurant. Es gab gegrillten Fisch, Pommes Frites und Salat. Das Essen war lecker und preiswert. Und die Atmosphäre war gemütlich und authentisch. Die Kinder waren begeistert von dem freundlichen Personal und dem leckeren Essen. Und wir waren froh, dass wir ein Restaurant gefunden hatten, das sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet war.

Nach dem Mittagessen besuchten wir den Strand Bačvice, der für seinen feinen Sand und das flache Wasser bekannt ist. Die Kinder waren begeistert und stürzten sich sofort ins Wasser. Sie plantschen, spielten mit Sand und bauten Burgen. Und wir entspannten uns in der Sonne und genossen die Atmosphäre. Es war einfach herrlich, einen entspannten Tag am Strand zu verbringen. Die ersten Tage vergingen wie im Flug, gefüllt mit Sonne, Meer und unvergesslichen Momenten. Doch bevor wir uns richtig eingelebt hatten, stand schon der nächste Programmpunkt bevor: der Umzug in unsere Ferienwohnung.

Ferienwohnung mit Seeblick – und kleinen Hindernissen

Der Umzug von unserem Campingplatz in die Ferienwohnung war…interessant. Ich hatte mir vorgestellt, dass wir alles entspannt packen und in Ruhe zum nächsten Ort fahren könnten. Aber mit zwei kleinen Kindern ist „entspannt“ ein Fremdwort. Max wollte partout seinen Sandkasten mitnehmen, Leonie bestand darauf, dass ihr Kuschelhase einen eigenen Sitzplatz im Auto bekommt. Und mein Mann versuchte, alles zu koordinieren, während er gleichzeitig versuchte, die Navigation zu verstehen. Es war ein Chaos, aber irgendwie haben wir es geschafft.

Unsere Ferienwohnung lag in einem kleinen Ort namens Podstrana, etwas außerhalb von Split. Sie war nicht luxuriös, aber sauber, gemütlich und hatte einen wunderschönen Blick auf das Meer. Vom Balkon aus konnten wir die Inseln Brac und Hvar sehen. Die Kinder waren begeistert von dem Balkon und verbrachten Stunden damit, die Schiffe zu beobachten und Geschichten zu erzählen.

Entdeckungstour durch Podstrana

Podstrana selbst ist ein kleiner, ruhiger Ort, der noch nicht vom Massentourismus überlaufen ist. Wir erkundeten die engen Gassen, besuchten die kleine Kirche und genossen die entspannte Atmosphäre. Es gab ein paar kleine Geschäfte, in denen wir frisches Obst, Gemüse und Brot kaufen konnten. Und natürlich gab es ein paar Konobas, in denen wir traditionelle kroatische Küche genießen konnten.

Einmal versuchten wir, einen kleinen versteckten Strand zu finden, den uns ein Einheimischer empfohlen hatte. Wir folgten einer schmalen, steinigen Pfad, der durch einen Pinienwald führte. Der Pfad war sehr steil und uneben, und wir mussten vorsichtig sein, um nicht auszurutschen. Max stolperte und fiel hin, Leonie beschwerte sich über ihre müden Beine. Aber dann, als wir endlich den Strand erreichten, waren wir überwältigt. Ein kleiner, abgelegener Strand mit kristallklarem Wasser und feinem Sand. Es war ein Paradies. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag damit, zu schwimmen, zu sonnen und Sandburgen zu bauen.

Split – ein weiteres Mal, aber anders

Wir besuchten Split noch ein paar Mal, aber dieses Mal erkundeten wir andere Viertel. Wir schlenderten durch das Viertel Varoš, das für seine engen Gassen, die alten Steinhäuser und die vielen kleinen Cafés bekannt ist. Wir besuchten den Markt, auf dem es frisches Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch gab. Und wir besichtigten das archäologische Museum, in dem es eine beeindruckende Sammlung von römischen Artefakten gab.

Einmal gingen wir abends in eine Pizzeria in Varoš. Die Pizzeria war klein und gemütlich, und die Pizza war unglaublich lecker. Die Kinder waren begeistert von der Pizza, und wir waren froh, dass wir ein Restaurant gefunden hatten, das sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet war. Auf dem Heimweg sahen wir ein paar Straßenmusiker, die auf ihren Instrumenten spielten. Die Musik war wunderschön, und wir blieben einen Moment stehen, um zuzuhören.

Es gab auch kleine Pannen. Einmal vergaßen wir, Sonnencreme mitzunehmen, und die Kinder verbrannten sich leicht. Ein anderes Mal verlor Max seinen Lieblingshut am Strand. Aber wir haben immer eine Lösung gefunden, und die kleinen Pannen haben uns nur noch enger zusammengeschweißt. Die Tage vergingen wie im Flug, gefüllt mit Sonne, Meer, unvergesslichen Momenten und dem Gefühl, dass wir etwas Besonderes erleben. Die Mischung aus Camping-Abenteuer und dem Komfort einer Ferienwohnung hatte sich als perfekt erwiesen, und wir wussten, dass diese Reise uns noch lange in Erinnerung bleiben würde.

Als wir am letzten Tag unsere Sachen packten, waren wir traurig, dass unsere Reise bald zu Ende ging, aber gleichzeitig voller Dankbarkeit für die wunderschönen Erfahrungen, die wir gemacht hatten. Wir hatten die kroatische Gastfreundschaft kennengelernt, die Schönheit der dalmatinischen Küste genossen und eine unvergessliche Zeit als Familie verbracht – ein perfektes Urlaubsparadies, das uns noch lange im Herzen bleiben wird.

Der Abschied von Split fiel uns schwer. Es war mehr als nur ein Urlaub gewesen. Es war eine Zeit des Zusammenseins, des Entdeckens und des Glücks. Als wir die Küstenstraße entlangfuhren, blickten wir noch einmal zurück auf die Stadt, die uns so viel gegeben hatte. Die Sonne spiegelte sich im Meer, und die Luft roch nach Salz und Pinien. Ich spürte ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit.

Ein Rückblick auf unvergessliche Momente

Die Mischung aus Camping und Ferienwohnung war perfekt gewesen. Das einfache Leben auf dem Campingplatz hatte uns gelehrt, die kleinen Dinge zu schätzen. Die Kinder haben neue Freunde gefunden, wir haben gemeinsam gelacht und gespielt. Und die Ferienwohnung in Podstrana bot uns den Komfort und die Ruhe, die wir manchmal gebraucht haben. Die Abende auf dem Balkon, mit Blick auf das Meer, waren unbezahlbar.

Podstrana – ein verstecktes Juwel

Podstrana selbst war eine wunderbare Entdeckung. Der kleine Ort hatte uns mit seiner authentischen Atmosphäre und seiner freundlichen Bevölkerung verzaubert. Wir haben die engen Gassen erkundet, die kleinen Geschäfte besucht und in den Konobas gegessen, als wären wir Einheimische. Besonders in Erinnerung ist mir der versteckte Strand geblieben, den uns der Einheimische empfohlen hatte. Das kristallklare Wasser und der feine Sand waren einfach traumhaft. Es war ein Ort der Ruhe und Entspannung, weit weg vom Trubel der Touristen. Wir haben dort Stunden verbracht, geschwommen, Sandburgen gebaut und einfach die Seele baumeln lassen.

Split – mehr als nur ein Diokletianpalast

Natürlich durfte auch Split nicht zu kurz kommen. Der Diokletianpalast ist beeindruckend, aber die Stadt hat noch so viel mehr zu bieten. Die engen Gassen, die kleinen Cafés, die freundlichen Menschen – all das hat uns verzaubert. Wir haben die Stadt zu Fuß erkundet, haben uns treiben lassen und haben neue Ecken und Winkel entdeckt. Es war schön, die verschiedenen Viertel zu erkunden, vom geschäftigen Zentrum bis zum ruhigen Varoš.

Ein paar Tipps für eure Reise

Wenn ihr mit kleinen Kindern reist, solltet ihr unbedingt einen Sonnenschutz mitnehmen und ausreichend Wasser trinken. Die Sonne kann sehr intensiv sein, besonders im Hochsommer. Und wenn ihr einen ruhigen Strand sucht, solltet ihr euch außerhalb der Stadt informieren. Es gibt viele kleine Buchten und Strände, die noch nicht vom Massentourismus überlaufen sind.

Ich kann euch auch empfehlen, die lokale Küche zu probieren. Die Konobas bieten eine große Auswahl an köstlichen Gerichten, die zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Und wenn ihr Lust habt, etwas Neues auszuprobieren, solltet ihr euch unbedingt ein paar lokale Weine bestellen.

Kroatien ist ein wunderschönes Land, das viel zu bieten hat. Es ist ein Ort, an dem man sich entspannen, neue Energie tanken und unvergessliche Erinnerungen sammeln kann. Ich hoffe, dass unser Reisebericht euch inspiriert hat, euer eigenes Abenteuer zu planen.

    • Diokletianpalast in Split
    • Versteckter Strand bei Podstrana
    • Strand bei Podstrana (unweit der Ferienwohnung)
    • Varoš (historisches Viertel in Split)
👤 Familie mit kleinem Budget (Eltern mit 2 Kindern unter 10) die Camping und Ferienwohnungen bevorzugt ✍️ emotional und bildhaft