Ozeanien - Samoa - Apia

Samoa: Eine Insel der Stille

Der warme, feuchte Wind roch nach Frangipani und Salz, als ich aus dem klimatisierten Flughafengebäude trat. Apia, Samoa. Ich hatte diesen Ort so lange vor mir hergeschoben, immer wieder gesagt, irgendwann, wenn… und nun war ich endlich hier. Nicht, dass ich viel Zeit für „irgendwann“ habe. Mit fünfzig stellt man fest, dass die Zeit doch schneller verrinnt, als man denkt. Die letzten Jahre waren geprägt von Geschäft, Meetings, Terminen. Ich habe erfolgreich eine kleine Hotelkette aufgebaut, aber dabei irgendwie vergessen, wirklich zu leben. Also habe ich entschieden: Genug. Ich brauche das Meer, brauche Wärme, brauche Ruhe. Und Samoa, so hatte ich gehört, bietet all das in Hülle und Fülle.

Erste Eindrücke und ein bisschen Hintergrund

Ich hatte mich bewusst für Samoa entschieden, weil es nicht zu sehr vom Massentourismus überlaufen ist. Ich mag es, authentische Kulturen zu erleben, auch wenn das bedeutet, auf ein paar „Annehmlichkeiten“ zu verzichten. Aber ganz ehrlich? Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich mir den Luxus gönnen kann, das Beste aus beiden Welten zu genießen. Und das tue ich auch. Mein Hotel, das Aggie Grey's Lagoon, ist eine echte Oase. Nicht protzig, sondern elegant und stilvoll, mit Blick auf eine atemberaubende Lagune.

Die Fahrt vom Flughafen war schon ein Erlebnis für sich. Die Landschaft ist einfach unglaublich. Üppige, grüne Hügel, gesäumt von Palmen und Bougainvillea. Überall leuchtende Farben. Und dann diese freundlichen Menschen, die einem mit einem Lächeln begegnen. Ich habe mich sofort wohlgefühlt.

Die Suche nach der inneren Ruhe

Ich bin nicht der Typ, der einen straffen Reiseplan braucht. Ich mag es, einfach auf mich loszulassen und zu sehen, was der Tag so bringt. Manchmal sitze ich stundenlang am Strand und beobachte das Meer. Manchmal erkunde ich kleine Dörfer und komme mit den Einheimischen ins Gespräch. Manchmal lese ich einfach ein gutes Buch in einer Hängematte.

Ich habe mich in den letzten Jahren viel mit Yoga und Meditation beschäftigt, und diese Reise ist auch eine Art, meine innere Balance wiederzufinden. Das Rauschen des Meeres, der Duft der Blumen, die Wärme der Sonne… es ist wie Balsam für die Seele. Und ich brauche das gerade wirklich.

Ein Hauch von Geschichte

Ich bin zwar kein Geschichtsfanatiker, aber ich interessiere mich immer dafür, etwas über die Kultur und die Vergangenheit eines Landes zu erfahren. Samoa hat eine faszinierende Geschichte. Die Inseln waren schon vor Tausenden von Jahren besiedelt, und die samoanische Kultur ist reich an Traditionen und Bräuchen. Ich habe mich ein wenig mit der Geschichte von Robert Louis Stevenson beschäftigt, der einige Jahre in Samoa lebte und sogar hier starb. Sein Haus, Vailima, ist heute ein Museum, und ich plane, es mir in den nächsten Tagen anzusehen.

Ich bin kein Freund von Touristenfallen, aber ich denke, es ist wichtig, die lokale Kultur zu respektieren und zu unterstützen. Ich versuche, in kleinen, lokalen Restaurants zu essen und Souvenirs von Handwerkern zu kaufen. Das ist nicht nur gut für die Wirtschaft, sondern ermöglicht es mir auch, die Menschen kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören.

Die Lagune ruft

Ich hatte mir vorgenommen, heute einfach nur zu entspannen und die Umgebung aufzusaugen. Ich verbrachte den Nachmittag am Strand, las ein Buch und genoss einen Cocktail. Das Wasser war kristallklar und warm, und die Sonne schien sanft auf meine Haut. Abends aß ich in einem kleinen Restaurant am Strand und probierte einige lokale Spezialitäten.

Ich fühlte mich unendlich glücklich und zufrieden. Ich hatte das Gefühl, dass ich endlich angekommen war. Ich hatte das Gefühl, dass ich endlich das Leben lebe, das ich mir immer gewünscht hatte.

Ich spürte, dass diese Reise mehr sein würde als nur ein Urlaub. Es war eine Reise zu mir selbst, eine Reise der Selbstfindung. Und ich war gespannt darauf, zu sehen, wohin sie mich noch führen würde. Denn ich hatte das Gefühl, dass dies erst der Anfang war, und dass ich noch viele unvergessliche Momente auf diesen wunderschönen Inseln erleben würde.Ich hatte das Gefühl, dass dies erst der Anfang war, und dass ich noch viele unvergessliche Momente auf diesen wunderschönen Inseln erleben würde.

Apia entdecken: Zwischen Markt und Geschichte

Am nächsten Morgen beschloss ich, Apia etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte gehört, dass der Markt, der Fugalei Market, ein Muss sein soll, und so machte ich mich auf den Weg. Schon beim Näherkommen wurde ich von einem bunten Treiben und einem intensiven Geruch nach Früchten, Gemüse und Gewürzen überwältigt. Es war ein einziger, riesiger Basar, auf dem die Einheimischen ihre Waren anboten.

Ich verirrte mich in den Gängen, probierte exotische Früchte, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, und bewunderte das handgefertigte Kunsthandwerk. Natürlich versuchten einige Händler, mir ihre Waren zu verkaufen, aber alles geschah auf eine freundliche und unaufdringliche Weise. Ich kaufte ein paar kleine Souvenirs, hauptsächlich, um die Künstler zu unterstützen, und ein paar frische Mangos, die ich später in meinem Hotelzimmer genießen wollte.

Ein kleiner Fauxpas im Fish Market

Ich wagte mich auch auf den nahegelegenen Fischmarkt. Das war schon eine andere Geschichte. Der Geruch war…intensiv. Und es war sehr voll und eng. Ich wollte ein paar Fotos machen, aber ich war etwas ungeschickt und stieß versehentlich gegen einen Mann, der gerade einen riesigen Thunfisch filetierte. Er sah mich zuerst etwas verärgert an, aber dann lächelte er und sagte etwas auf Samoanisch, das ich nicht verstand. Sein Kollege übersetzte: "Achtung, das ist ein großer Fisch!" Wir lachten gemeinsam, und ich entschuldigte mich noch einmal. Es war ein kleiner Fauxpas, aber es zeigte mir, dass die Menschen hier sehr tolerant und humorvoll sind.

Vailima: Auf den Spuren von Stevenson

Am Nachmittag besuchte ich Vailima, das ehemalige Haus von Robert Louis Stevenson. Es war ein wunderschönes, kolonialstiliges Haus, das auf einem Hügel lag und einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft bot. Ich nahm an einer Führung teil und erfuhr viel über das Leben und Werk des Schriftstellers. Es war faszinierend zu hören, wie er sich in Samoa zu Hause gefühlt hatte und wie sehr ihn die Kultur und die Menschen beeinflusst hatten.

Der Garten rund um das Haus war ebenfalls sehr schön, mit üppigen Pflanzen und exotischen Blumen. Ich konnte mir gut vorstellen, wie Stevenson hier stundenlang gesessen und geschrieben hatte, inspiriert von der Schönheit der Inseln.

Ein unerwarteter Regenschauer

Auf dem Rückweg zu meinem Hotel wurde ich von einem plötzlichen Regenschauer überrascht. Es regnete in Strömen, und ich war froh, dass ich einen Regenschirm dabei hatte. Der Regen verwandelte die Straßen in kleine Flüsse, und ich musste vorsichtig sein, um nicht auszurutschen. Aber selbst der Regen konnte meine gute Laune nicht verderben. Ich genoss die frische Luft und das beruhigende Geräusch des Regens.

Ich merkte, dass ich mich hier, in Samoa, wirklich entspannen und loslassen konnte. Es war, als ob die Inseln eine magische Kraft besäßen, die alle Sorgen und Ängste einfach wegwischte. Diese Reise war mehr als nur ein Urlaub; sie war eine echte Therapie für meine Seele, und ich spürte, dass ich mit jedem Tag mehr zu mir selbst fand.

Die Sonne ging unter, und der Himmel färbte sich in leuchtenden Farben. Ich saß auf meiner Hotelterrasse und blickte auf die Lagune. Es war ein friedlicher und magischer Moment, und ich wusste, dass ich diese Reise nie vergessen würde. Aber ich ahnte auch, dass dies nur der Anfang war, und dass noch viele weitere unvergessliche Momente auf mich warteten.

Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen. Ich sitze gerade auf meiner Veranda, trinke einen frisch gepressten Saft und blicke auf die Lagune. Die Sonne geht langsam unter, und der Himmel färbt sich in den schönsten Farben. Es ist schwer zu glauben, dass ich bald wieder abreisen muss. Samoa hat mich wirklich verzaubert.

Mehr als nur Postkartenidylle

Ich habe schon viele schöne Orte auf der Welt gesehen, aber Samoa ist anders. Es ist nicht nur die atemberaubende Landschaft, sondern auch die Herzlichkeit der Menschen, die eine besondere Atmosphäre schaffen. Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt, als wäre ich zu Hause. Ich habe gelernt, das Leben langsamer anzugehen, die kleinen Dinge zu schätzen und die Stille zu genießen. Das ist etwas, das ich unbedingt mit nach Hause nehmen möchte.

Kulinarische Entdeckungen

Ich bin kein großer Esser, aber auch hier habe ich einige kulinarische Highlights erlebt. Besonders gut hat mir der frische Fisch geschmeckt, der direkt aus dem Meer gefangen wurde. Aber auch die lokalen Früchte und Gemüse sind ein Genuss. Ich habe mich oft in kleinen Restaurants oder direkt am Markt mit den Einheimischen unterhalten und habe viel über ihre Essgewohnheiten und Traditionen gelernt. Ein Gericht, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist der Oka, ein samoanischer Salat aus rohem Fisch, Kokosmilch und Gemüse. Ein wahrer Gaumenschmaus!

Ein paar Tipps für zukünftige Reisende

Wenn Sie planen, Samoa zu besuchen, habe ich ein paar Tipps für Sie. Erstens: Packen Sie leichte Kleidung ein, aber vergessen Sie auch einen Regenschirm oder eine leichte Jacke. Das Wetter kann hier schnell umschlagen. Zweitens: Seien Sie offen für neue Erfahrungen und nehmen Sie sich Zeit, die lokale Kultur kennenzulernen. Besuchen Sie traditionelle Dörfer, nehmen Sie an einem Fiafia-Tanz vorstellung teil oder lernen Sie ein paar Worte Samoanisch. Und drittens: Gönnen Sie sich etwas Luxus. Es gibt einige wunderschöne Hotels und Resorts auf Samoa, die Ihnen einen unvergesslichen Aufenthalt bieten.

Abschiednehmen fällt schwer

Ich weiß, dass ich Samoa irgendwann wieder besuchen werde. Es ist ein Ort, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich werde die Ruhe, die Schönheit und die Herzlichkeit der Menschen vermissen. Aber ich weiß auch, dass ich die Erfahrungen und die Erinnerungen, die ich hier gemacht habe, für immer in meinem Herzen tragen werde.

    • Vailima: Das Haus von Robert Louis Stevenson
    • Lagune vor Aggie Grey's Hotel
    • Markt Fugalei
    • Apia Markt
👤 Luxusreisende (50) die exklusive Hotels und Gourmetrestaurants bevorzugt ✍️ persönlich und intim