Europa - Italien - Gardasee

Reisebericht Europa - Italien - Gardasee

Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee und diese ganz spezielle Mischung aus Zitronen und Pinien – ich glaube, ich bin angekommen. Nicht nur am Gardasee, sondern auch in einer Stimmung, die ich lange gesucht habe. Der kleine Fiat 500, den ich gemietet habe, ist zwar eng, aber perfekt, um die Serpentinen hier entlang zu bezwingen. Und ganz ehrlich? Das Gehupe der anderen Fahrer gehört irgendwie auch dazu.

Ein spontaner Ausflug

Ich bin eigentlich gar nicht der Typ für lange Urlaubsplanungen. Eher so der Impuls-Reisende. Als ich vor ein paar Wochen in einer Mail von einem Freund ein Foto vom Gardasee sah, war es um mich geschehen. Ein kurzer Blick, und ich wusste: Ich *muss* hierhin. Ich hab dann direkt am selben Abend noch nach Flügen und Unterkünften geschaut. Verrückt, ich weiß. Aber manchmal braucht man einfach eine Auszeit, ohne groß darüber nachzudenken. Ich bin jetzt 40, und merke, dass ich in letzter Zeit immer mehr das Authentische suche. Nicht die Hochglanz-Resorts mit All-Inclusive-Angeboten, sondern die kleinen, versteckten Orte, wo das Leben noch echt ist. Und vor allem: das Essen. Ich bin ein hoffnungsloser Foodie, das gebe ich zu. Für mich ist ein Urlaub ohne kulinarische Entdeckungen nur halb so schön.

Die erste Erkundungstour

Ich hab mich für ein kleines Agriturismo etwas außerhalb von Bardolino entschieden. Es ist ein alter Bauernhof, der jetzt von einer Familie geführt wird, die hier seit Generationen lebt. Die Lage ist einfach traumhaft, mit Blick auf die Berge und die Weinberge. Und das Beste: Sie produzieren ihren eigenen Wein und Olivenöl. Ich hab mich gleich bei der ersten Verkostung angemeldet. Nach dem Einchecken und einer kurzen Verschnaufpause bin ich direkt losgezogen, um den Ort zu erkunden. Bardolino ist wirklich hübsch, mit seinen engen Gassen und den bunten Häusern. Überall gibt es kleine Trattorien und Eiscafés. Ich hab mich einfach treiben lassen und bin immer wieder auf kleine Läden gestoßen, die lokale Spezialitäten anbieten. Ein besonders netter Mann hat mir in einer kleinen Käserei ein Stück Pecorino angeboten. Er hat erzählt, dass der Käse nach altem Familienrezept hergestellt wird. Ich hab ihn probiert, und er war einfach unglaublich lecker. So etwas findet man in keinem Supermarkt.
Ich hab auch gleich ein paar frische Nudeln und eine Flasche Rotwein eingekauft. Ich freue mich schon darauf, heute Abend auf meiner kleinen Terrasse zu sitzen und das alles zu genießen.

Die Suche nach dem perfekten Risotto

Ich bin ja bekennender Risotto-Fan. Und ich habe gehört, dass es am Gardasee das beste Risotto der Welt gibt. Also habe ich mir vorgenommen, während meiner Reise das perfekte Risotto zu finden. Die Herausforderung ist groß, aber ich bin zuversichtlich. Ich habe schon ein paar Restaurants ausfindig gemacht, die angeblich sehr gutes Risotto servieren. Und ich werde jeden einzelnen Versuch dokumentieren. Für meine Risotto-Datenbank, versteht sich. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Variationen ich entdecken werde. Risotto mit Spargel, Risotto mit Pilzen, Risotto mit Kürbis… die Möglichkeiten sind endlos. Und ich bin bereit, alle zu probieren.
Die ersten Tage hier waren einfach herrlich. Die Sonne scheint, das Essen ist fantastisch, und die Leute sind unglaublich freundlich. Ich fühle mich so richtig wohl und entspannt. Ich glaube, ich brauche genau das im Moment. Jetzt muss ich mich nur noch auf die Suche nach dem perfekten Risotto machen, und dann kann ich sagen, dass dieser Urlaub perfekt ist. Ich bin gespannt, welche kulinarischen Schätze ich noch entdecken werde, und ich werde euch natürlich alles erzählen.

Sirmione – Mehr als nur eine Postkarte

Gestern bin ich nach Sirmione gefahren. Ich hatte so viele Fotos von der Scaligerburg gesehen, dass ich einfach mal hin musste. Und ich muss sagen: Die Realität ist noch beeindruckender. Die Burg thront mitten im See, und die Aussicht ist einfach atemberaubend. Aber Sirmione ist mehr als nur eine schöne Kulisse. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen und kleinen Geschäften. Überall gibt es Olivenöl, Balsamico-Essig und andere lokale Spezialitäten. Ich hab mich fast verlaufen, aber das war gar nicht schlimm. So hab ich noch ein paar versteckte Läden entdeckt. Ich bin in ein kleines Restaurant namens "Ristorante La Speranza" gegangen. Es liegt etwas abseits der Hauptstraße, und ich bin eigentlich nur zufällig daran vorbeigekommen. Aber ich bin froh, dass ich es entdeckt habe. Das Essen war unglaublich lecker. Ich hab mich für eine Spezialität des Hauses entschieden: "Sfilacci di manzo". Das ist eine Art Rindfleisch-Ragout, das mit handgemachten Tagliatelle serviert wird. Einfach himmlisch! Der Wein dazu war ein Bardolino Classico – natürlich.

Ein kulinarischer Fauxpas

Ich hatte mir vorgenommen, in Sirmione ein Eis zu essen. Ich hatte gehört, dass es dort eine Eisdiele gibt, die das beste Eis der Region macht. Ich hab die Eisdiele gefunden, aber als ich mich entschieden hatte, was ich haben wollte – Pistazie und Zitrone – bin ich ausgerutscht und hab fast das komplette Eis über meine weiße Hose verteilt. Zum Glück hab ich nur einen kleinen Fleck bekommen. Aber die Leute um mich herum haben trotzdem gelacht. Ich hab versucht, cool zu bleiben, aber innerlich hab ich mich geschämt. Ich hab dann schnell ein Tuch aus der Tasche gezogen und den Fleck weggewischt. Das Eis war trotzdem lecker, aber die Situation war trotzdem etwas peinlich. Aber hey, so ist das Leben. Manchmal passieren eben Dinge, die man nicht kontrollieren kann.

Limone sul Garda – Zitronenparadies

Heute bin ich dann nach Limone sul Garda gefahren. Der Name verrät es schon: Hier dreht sich alles um Zitronen. Überall gibt es Zitronenhaine, und der Duft von Zitronen liegt in der Luft. Ich hab einen Spaziergang durch den Ort gemacht und bin an kleinen Gärten und Zitronenplantagen vorbeigekommen. Ich hab dann eine kleine Zitronenfabrik besucht und gesehen, wie aus Zitronen Limoncello hergestellt wird. Natürlich hab ich auch gleich eine Flasche gekauft. Und ich hab Zitronenkuchen, Zitroneneis und Zitronenmarmelade probiert. Ich glaube, ich hab noch nie so viele Zitronen auf einmal gegessen. Aber es war köstlich! Ich bin auch auf einen kleinen Markt gestoßen, auf dem lokale Bauern ihre Produkte verkaufen. Ich hab ein paar frische Tomaten, Paprika und Zucchini gekauft. Und natürlich noch ein paar Zitronen. Ich freue mich schon darauf, heute Abend eine leckere Pasta mit frischen Zutaten zu kochen. Ich bin gespannt, ob mein Risotto-Abenteuer auch noch Früchte trägt, aber ich habe das Gefühl, dass ich hier am Gardasee kulinarisch voll auf meine Kosten komme, und das ist es, was zählt, während ich mich nun langsam auf die letzten Tage meines Urlaubs vorbereite.

Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen. Ich sitze gerade auf meiner kleinen Terrasse, trinke einen letzten Espresso und versuche, all die Eindrücke zu verarbeiten. Der Gardasee ist wirklich etwas Besonderes. Es ist nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern auch die Lebensart, die mich so begeistert hat. Das entschleunigte Tempo, die Freundlichkeit der Menschen und natürlich das Essen.

Ein kulinarisches Fazit

Ich hab es geschafft, mein Risotto-Abenteuer fortzusetzen, und ich muss sagen: Ich habe einige wirklich hervorragende Risottos gegessen. Mein Favorit war das Risotto mit Spargel im Restaurant

👤 Paar Mitte 50, kulturinteressiert und genussorientiert ✍️ audiovisuell und immersiv