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Salty Skin & Sunshine: Eine Reise nach Halkidiki

Der Geruch von Pinien und Salz kitzelte in meiner Nase, als ich aus dem kleinen Bus stieg. Es war einer dieser Gerüche, die sich sofort in die Erinnerung brennen und dich wieder zurückbringen, egal wo du bist. Ich hatte gerade die kurvenreiche Straße von Thessaloniki hinter mir gelassen und war endlich in Halkidiki angekommen, genauer gesagt in einem kleinen Ort namens Afytos. Der Himmel war ein strahlendes Blau, fast schon frech, und das Ägäische Meer leuchtete in allen möglichen Türkistönen.

Warum Halkidiki?

Ich unterrichte Yoga schon seit über acht Jahren und habe mich vor ein paar Jahren dazu entschieden, Yoga-Retreats zu organisieren. Nicht einfach nur Yoga, sondern Erlebnisse, die Körper, Geist und Seele wirklich berühren. Die meisten Retreats habe ich bisher in Italien und Portugal angeboten, aber ich hatte das Gefühl, etwas Neues zu brauchen. Etwas Authentisches, Unberührtes. Und dann stolperte ich über Fotos von Halkidiki. Diese kleinen Buchten, die Olivenhaine, die kleinen Fischerdörfer… es fühlte sich sofort richtig an. Es war nicht nur die Landschaft, sondern auch die Energie dieses Ortes. Ich spürte, dass hier etwas Besonderes möglich ist.

Die Suche nach dem perfekten Ort

Es dauerte eine Weile, bis ich den perfekten Ort für mein Retreat gefunden hatte. Ich wollte nicht in einem riesigen Hotelkomplex sein, sondern etwas mit Charakter, etwas, das die lokale Kultur widerspiegelt. Irgendwann bin ich auf eine kleine, familiengeführte Pension in Afytos gestoßen. Die Zimmer waren einfach, aber sauber und gemütlich, und der Blick auf das Meer war atemberaubend. Die Besitzer, eine unglaublich herzliche Familie, empfing mich mit offenen Armen und einem Glas selbstgemachtem Ouzo. Ich wusste sofort, dass dies der richtige Ort war.

Erster Eindruck Afytos

Afytos ist ein kleines, malerisches Dorf, das sich an einem Hang über dem Meer erhebt. Die Gassen sind eng und verwinkelt, gesäumt von traditionellen Steinhäusern mit blühenden Bougainvillea. Überall duftet es nach Jasmin und Kräutern. Es ist nicht so touristisch überlaufen wie einige andere Orte in Griechenland, was ich sehr schätze. Hier scheint die Zeit langsamer zu vergehen. Ich saß in einem kleinen Café am Dorfplatz und beobachtete das Leben der Einheimischen. Ein alter Mann spielte Schach mit seinem Freund, eine Frau verkaufte selbstgemachte Marmelade, Kinder lachten und spielten Fangen. Es war ein friedliches, authentisches Bild, das mich tief berührte.

Die Anreise war…interessant

Die Anreise hierher war nicht ganz ohne. Mein Flug hatte Verspätung, dann ging mein Koffer verloren und als ich endlich am Flughafen Thessaloniki ankam, stellte sich heraus, dass mein gebuchter Shuttle nicht kam. Ich stand also da, mit meinem Yogamatte unter dem Arm, völlig verloren und sprach kein Wort Griechisch. Zum Glück war da ein netter Taxifahrer, der mir geholfen hat, einen Bus nach Afytos zu finden. Die Fahrt war holprig und kurvenreich, aber die Landschaft war atemberaubend. Ich habe die meiste Zeit die Augen geschlossen und einfach die Wärme der Sonne auf meiner Haut gespürt.

Ich habe mich gefragt, ob meine Teilnehmerinnen auch so eine wilde Anreise hatten. Aber das war jetzt egal. Ich war da. Und ich freute mich darauf, die nächsten Tage mit ihnen zu verbringen, Yoga zu praktizieren, zu meditieren, zu wandern und die Schönheit von Halkidiki zu entdecken. Die ersten Teilnehmerinnen treffen morgen früh ein, und ich bin schon ganz gespannt darauf, sie kennenzulernen und gemeinsam diese besondere Reise zu erleben. Die Vorbereitung war intensiv, aber ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine unvergessliche Zeit haben werden.

Die ersten Teilnehmerinnen kamen tatsächlich pünktlich an, was nach der gestrigen Anreise schon fast ein Wunder war. Ich holte sie vom Busbahnhof ab und wir spazierten gemeinsam zurück zur Pension. Es waren Frauen aus verschiedenen Ländern – Deutschland, Österreich, die Schweiz und sogar eine aus Kanada. Alle waren voller Vorfreude und Energie, was mich sehr motivierte.

Der erste Morgen: Yoga mit Meerblick

Der erste Morgen begann mit Yoga auf der Terrasse der Pension. Die Sonne schien warm auf unsere Haut, das Meer rauschte sanft im Hintergrund und die Luft war erfüllt vom Duft von Pinien und Wildkräutern. Es war ein magischer Moment. Wir praktizierten verschiedene Asanas, konzentrierten uns auf unseren Atem und ließen die Schönheit der Umgebung auf uns wirken. Ich spürte, wie sich die Anspannung der Reise langsam löste und eine tiefe Entspannung in der Gruppe entstand.

Entdeckungstour durch Afytos

Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang durch Afytos. Ich wollte den Frauen zeigen, was diesen Ort so besonders macht. Wir schlenderten durch die engen Gassen, bewunderten die traditionellen Steinhäuser und besuchten die kleine Kirche Agios Georgios, die auf einem Felsen thront und einen atemberaubenden Blick auf das Meer bietet. Wir probierten Olivenöl und lokale Honigsorten in einem kleinen Laden und ließen uns von einer alten Dame die Geheimnisse der griechischen Küche verraten.

Kassandra’s verborgene Strände

Am Nachmittag mieteten wir ein kleines Boot und erkundeten die Küste von Kassandra. Ich hatte von einem abgelegenen Strand gehört, der nur vom Meer aus erreichbar ist. Nach einer kleinen Odyssee fanden wir ihn tatsächlich – eine kleine Bucht mit kristallklarem Wasser und feinem Sand. Wir schwammen, sonnten uns und genossen die Stille und die Abgeschiedenheit. Es war ein perfekter Tag.

Pannen und Lektionen

Nicht alles verlief natürlich reibungslos. Bei einem Ausflug zu den Kanali-Klippen verirrten wir uns kurz in den Olivenhainen. Ich hatte mich zu sehr auf die Landschaft konzentriert und die Markierungen übersehen. Zum Glück fanden wir nach einer Weile den richtigen Weg zurück. Es war eine gute Lektion für mich: Auch als Yoga-Lehrerin bin ich nicht unfehlbar und muss mich manchmal auch einfach treiben lassen. Wir lachten viel darüber und es schweißte die Gruppe noch mehr zusammen.

Abendliche Rituale und Gespräche

Jeden Abend trafen wir uns auf der Terrasse, um zu meditieren und uns auszutauschen. Wir sprachen über unsere Erfahrungen, unsere Ängste und unsere Träume. Es war ein sicherer Raum, in dem jeder seine Gedanken und Gefühle frei äußern konnte. Ich spürte, wie sich tiefe Verbindungen zwischen den Frauen entwickelten. Wir sangen Mantras, teilten Geschichten und lachten viel.

Der Duft von Thymian und das Rauschen des Meeres

Einmal hatten wir ein Picknick in einem kleinen Tal, das von Thymian und anderen Wildkräutern überwuchert war. Der Duft war unglaublich intensiv und das Rauschen des Meeres im Hintergrund bildete eine perfekte Kulisse. Wir aßen frisches Obst, selbstgebackenes Brot und lokalen Käse. Es war ein einfacher, aber unvergesslicher Moment. Ich erkannte, dass es nicht die großen Dinge sind, die das Leben schön machen, sondern die kleinen, unscheinbaren Momente, die wir bewusst wahrnehmen. Die Tage vergingen wie im Flug und schon bald war es Zeit, sich zu verabschieden. Ich spürte eine tiefe Dankbarkeit für diese besondere Reise und die wunderbaren Frauen, die ich kennengelernt hatte. Die Erfahrung hat mich tief berührt und mich daran erinnert, warum ich diesen Job so liebe. Die Erinnerungen an Halkidiki und die gemeinsame Zeit werden uns noch lange begleiten und ich weiß, dass dies nicht meine letzte Reise in diesen magischen Winkel der Erde war.

Die letzten Tage waren eine Mischung aus tiefen Gesprächen, herzlichem Lachen und der Stille des Meeres. Ich saß oft am Strand, beobachtete die Wellen und dachte darüber nach, wie dankbar ich für diese Erfahrung bin. Es ist erstaunlich, wie schnell man eine Verbindung zu Menschen aufbauen kann, wenn man sich in einer entspannten und authentischen Umgebung befindet.

Zurück zur Einfachheit

Halkidiki hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, sich zu verlangsamen und die einfachen Dinge im Leben zu genießen. Wir haben viel Zeit draußen verbracht – Yoga am Strand, Wanderungen in den Bergen, Schwimmen im kristallklaren Wasser. Ich habe gelernt, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Ein warmer Sonnenstrahl, das Rauschen des Meeres und die Gesellschaft von lieben Menschen reichen oft schon aus.

Die Kraft der Gemeinschaft

Besonders berührend war die Gemeinschaft, die sich in unserer Gruppe entwickelt hat. Jede Frau brachte ihre eigene Geschichte und ihre eigene Energie mit, und wir haben uns gegenseitig unterstützt und inspiriert. Wir haben gemeinsam gelacht, geweint und uns gegenseitig Mut gemacht. Ich bin so dankbar für diese wertvollen Verbindungen.

Mehr als nur ein Urlaub

Dieses Retreat war für mich mehr als nur ein Urlaub. Es war eine Reise zu mir selbst und eine Bestätigung dessen, was ich tue. Ich liebe es, Menschen dabei zu helfen, ihre innere Balance zu finden und ihre eigene innere Stärke zu entdecken. Halkidiki hat mir den perfekten Rahmen dafür geboten.

Meine drei Empfehlungen für Halkidiki

Wenn du auf der Suche nach einem Ort bist, der deine Seele berührt und dich wieder mit dir selbst verbindet, dann kann ich dir Halkidiki nur wärmstens empfehlen. Hier sind meine drei Empfehlungen:

1. Erkunde die Küste

Die Küste von Halkidiki ist einfach atemberaubend. Nimm dir Zeit, um die kleinen Buchten und Strände zu erkunden. Miete ein Boot oder wandere entlang der Küste und genieße die Schönheit der Landschaft. Der abgelegene Strand, den wir entdeckt haben, war ein echtes Highlight!

2. Tauche ein in die lokale Kultur

Besuche die kleinen Dörfer und lass dich von der griechischen Gastfreundschaft verzaubern. Probiere die lokale Küche, kaufe frische Produkte auf dem Markt und lerne die Menschen kennen. Afytos mit seinen engen Gassen und traditionellen Steinhäusern ist ein besonders charmantes Dorf.

3. Praktiziere Yoga in der Natur

Halkidiki ist der perfekte Ort, um Yoga im Freien zu praktizieren. Finde einen ruhigen Platz am Strand oder in den Bergen und lass dich von der Energie der Natur inspirieren. Das Yoga mit Meerblick war einfach unvergesslich!

Ich werde Halkidiki sicherlich wieder besuchen. Dieser Ort hat einen besonderen Platz in meinem Herzen gefunden. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich hier verbringen durfte, und für all die wunderbaren Erfahrungen, die ich gemacht habe.

    • Afytos – das charmante Dorf mit den engen Gassen
    • Der abgelegene Strand, den wir mit dem Boot entdeckt haben
    • Die Küste von Kassandra mit den kleinen Buchten
👤 Yoga-Lehrerin (32) die Yoga-Retreats und Wellness-Erlebnisse kombiniert ✍️ authentisch und ehrlich