Leipzig mit kleinen Entdeckern
Die Idee und die Planung
Eigentlich waren wir ja gar nicht erst auf Leipzig aus. Der ursprüngliche Plan war eine Rundtour durch Polen, einfach mal raus aus dem Alltag, ein bisschen Kultur schnuppern und die Kinder mitnehmen. Aber dann kam alles anders. Mein Mann, Thomas, verlor seinen Job. Nicht dramatisch, aber genug, um die Urlaubsplanung komplett zu überdenken. Polen war plötzlich einfach zu teuer. Wir mussten runterfahren, was das Budget angeht. Und so landeten wir bei Leipzig. Es liegt ja quasi auf dem Weg nach Polen, dachten wir. Außerdem hatte ich irgendwo gelesen, dass die Stadt einen Ruf als kreatives Zentrum hat und es auch für Kinder einiges zu entdecken gibt.Die Unterkunftssuche war…interessant. Hotels schieden sofort aus, viel zu teuer. Ferienwohnungen waren zwar eine Option, aber die Preise haben uns auch abgeschreckt. Letztendlich entschieden wir uns für eine Kombination aus Camping und Ferienwohnung. Die ersten vier Nächte wollten wir auf einem Campingplatz etwas außerhalb der Stadt verbringen, dann für eine Woche in eine kleine Ferienwohnung ziehen. So konnten wir Kosten sparen und trotzdem flexibel bleiben. Der Campingplatz hatte einen kleinen Spielplatz und ein Schwimmbad, was die Kinder natürlich super fanden.
Erste Eindrücke vom Campingplatz
Der Campingplatz war…rustikal. Sagen wir es mal so. Es war kein Wellness-Tempel, sondern eher ein Ort, an dem man sich wirklich mit der Natur verbunden fühlte. Die Sanitäranlagen waren zwar sauber, aber schon etwas in die Jahre gekommen. Dafür war die Atmosphäre sehr familiär. Die Kinder haben sofort andere Kinder getroffen und sich mit ihnen angefreundet. Thomas baute das Zelt auf, während ich versuchte, die Küche zu organisieren. Es ist erstaunlich, wie viel man in einem kleinen Zelt unterbringen kann, wenn man wirklich will.Die erste Nacht war…interessant. Leo ist mehrmals aufgewacht und hat nach seinem Kuscheltier gerufen, das wir vergessen hatten. Mia hat sich über die Geräusche der vorbeifahrenden Züge beschwert. Aber insgesamt sind wir gut durch die Nacht gekommen. Am nächsten Morgen wurden wir von den zwitschernden Vögeln und dem Duft von frisch gebrühtem Kaffee geweckt.
Nach dem Frühstück packten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg in die Stadt. Wir wollten zuerst den Neuen Botanischen Garten besuchen, von dem ich in einem Reiseblog gelesen hatte. Die Kinder waren anfangs nicht begeistert, aber als sie die riesigen Seerosen und die exotischen Pflanzen sahen, waren sie sofort Feuer und Flamme. Wir haben Stunden dort verbracht, die Natur erkundet und ganz viele Fotos gemacht.
Die Stadt selbst wirkte auf den ersten Blick…unterschätzt. Ich hatte erwartet, dass Leipzig viel größer und geschäftiger ist. Aber es war eine ruhige, überschaubare Stadt mit vielen historischen Gebäuden und grünen Parks. Überall gab es kleine Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einluden. Es hatte etwas Charmantes, dieses Gefühl, dass man hier nicht im Touristenzentrum steht, sondern in einer echten, lebendigen Stadt. Und genau das gefiel uns. Der erste Tag in Leipzig hatte uns schon jetzt gezeigt, dass dies eine Reise werden würde, die anders war als geplant – und vielleicht gerade deshalb so besonders. Wir waren gespannt darauf, mehr von dieser Stadt zu entdecken und zu sehen, welche Überraschungen sie für uns bereithielt, während wir uns langsam auf der Suche nach dem echten Leipzig befanden.
Entdeckungstour durch Leipzig: Brücken, Bücher und Backsteine
Der zweite Tag begann mit einem kleinen Desaster. Thomas hatte vergessen, Kaffee mitzunehmen. Und ich hatte, ganz panisch, in einem Supermarkt in der Nähe des Campingplatzes versucht, löslichen Kaffee zu finden. Die Auswahl war… überschaubar. Aber wir haben es geschafft, zumindest etwas Ähnliches wie Kaffee zusammenzurühren. Die Kinder lachten, als Thomas versuchte, die Brühe zu trinken. „Schmeckt wie alte Socken!“, rief Leo.Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Zentrum, um die berühmten Leipziger Brücken zu erkunden. Die Stadt ist ja bekannt für ihre vielen Brücken, die über die Pleiße und die Weiße Elster führen. Wir haben die Augustusbrücke, die Schillerbrücke und die Eisenbahnbrücke besichtigt. Mia war besonders fasziniert von der Augustusbrücke, die sie als „Schlossbrücke“ bezeichnete. Wir haben viele Fotos gemacht und versucht, die Geschichte der Brücken zu erklären. Es war gar nicht so einfach, die Kinder bei der Stange zu halten. Aber die Aussicht auf die Stadt von den Brücken aus war einfach wunderschön.
Das Antiquariat und die Buchhandlungen
Thomas ist ja ein begeisterter Leser und hat uns in ein kleines Antiquariat in der Innenstadt geschleppt. Ich muss zugeben, ich war anfangs nicht begeistert. Ich hatte erwartet, dass es dort muffig und staubig riecht. Aber es war ein richtig gemütlicher Ort mit vielen alten Büchern und einer freundlichen Atmosphäre. Thomas hat ein altes Kinderbuch für Mia und Leo gekauft. Es war eine Sammlung von Märchen und Gedichten. Die Kinder waren sofort begeistert. Wir haben uns dann in einem kleinen Café niedergelassen und die Kinder haben sich das Buch vorlesen lassen.
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz sind wir durch das Bayerisches Viertel gelaufen. Es ist ein ganz besonderes Viertel mit vielen kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants. Die Häuser sind wunderschön restauriert und haben eine ganz besondere Atmosphäre. Es hat uns sehr gut gefallen, durch die kleinen Gassen zu schlendern und die vielen verschiedenen Geschäfte zu entdecken. Leo wollte unbedingt ein Spielzeugauto kaufen, aber Thomas hat ihm erklärt, dass wir schon genug Spielzeug haben. Leo war natürlich nicht begeistert, aber er hat sich dann mit einem Eis abgefunden.
Ein unerwartetes Picknick und das Konzerthaus
Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, das Gewandhaus zu besichtigen. Aber als wir in der Nähe des Konzerthauses waren, hat es angefangen zu regnen. So richtig in Strömen. Wir haben uns dann unter einen Baum gestellt und beschlossen, ein Picknick zu machen. Wir hatten zwar nur ein paar Brote und etwas Obst dabei, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Die Kinder haben gelacht und gespielt, während wir versucht haben, unsere Sachen trocken zu halten.
Nach dem Regen haben wir das Gewandhaus besichtigt. Es ist ein wunderschönes Gebäude mit einer beeindruckenden Architektur. Die Kinder waren zwar nicht so begeistert von der Musik, aber sie waren fasziniert von dem großen Saal und den vielen Verzierungen. Wir haben uns dann noch in einem kleinen Park in der Nähe aufgehalten, bevor wir zurück zum Campingplatz gefahren sind.
Die Kombination aus Camping und Ferienwohnung war genau die richtige Entscheidung für uns. Wir konnten die Natur genießen und trotzdem die Annehmlichkeiten einer Stadt erkunden. Leipzig hatte uns überrascht. Es war eine Stadt mit viel Geschichte, Kultur und Charme. Und die Kinder hatten genauso viel Spaß wie wir. Die Tage vergingen wie im Flug, während wir uns immer tiefer in das Leipziger Leben hineinlebten und es uns zum Teil wie Zuhause fühlte, bevor es dann irgendwann hieß, die Koffer packen und die Reise fortsetzen.
Nach dem Regen haben wir das Gewandhaus besichtigt. Es ist ein wunderschönes Gebäude mit einer beeindruckenden Architektur. Die Kinder waren zwar nicht so begeistert von der Musik, aber sie waren fasziniert von dem großen Saal und den vielen Verzierungen. Wir haben uns dann noch in einem kleinen Park in der Nähe aufgehalten, bevor wir zurück zum Campingplatz gefahren sind.
Die Kombination aus Camping und Ferienwohnung war genau die richtige Entscheidung für uns. Wir konnten die Natur genießen und trotzdem die Annehmlichkeiten einer Stadt erkunden. Leipzig hatte uns überrascht. Es war eine Stadt mit viel Geschichte, Kultur und Charme. Und die Kinder hatten genauso viel Spaß wie wir. Die Tage vergingen wie im Flug, während wir uns immer tiefer in das Leipziger Leben hineinlebten und es uns zum Teil wie Zuhause fühlte, bevor es dann irgendwann hieß, die Koffer packen und die Reise fortsetzen.
Die letzte Nacht auf dem Campingplatz war seltsam ruhig. Vielleicht waren alle anderen auch müde von den vielen Urlaubern. Oder vielleicht spürten wir einfach, dass unsere Zeit hier zu Ende ging. Mia malte noch ein Bild von den bunten Zelten, während Leo versuchte, eine Schnecke zu fangen. Thomas packte die letzten Sachen zusammen und ich versuchte, alles sauber zu hinterlassen. Es war ein bisschen traurig, diesen Ort zu verlassen. Die Kinder hatten sich so gut eingelebt und viele neue Freunde gefunden.
Abschied vom Camping und Hallo zur Ferienwohnung
Die Ferienwohnung war ein willkommenes Upgrade. Ein richtiges Bett, ein eigenes Bad und eine kleine Küche – Luxus pur! Sie lag in einer ruhigen Seitenstraße im Viertel Connewitz, nicht weit vom Zentrum entfernt. Die Einrichtung war zwar etwas altmodisch, aber alles war sauber und ordentlich. Die Kinder waren sofort begeistert von ihrem eigenen Zimmer. Wir haben uns schnell eingelebt und die Wohnung zu unserem kleinen Zuhause gemacht.
Connewitz erkunden und lokale Atmosphäre schnuppern
Connewitz ist ein ganz besonderes Viertel. Es ist lebendig, multikulturell und voller kleiner Läden, Cafés und Restaurants. Wir haben Stunden damit verbracht, durch die Straßen zu schlendern und die Atmosphäre zu genießen. Leo war besonders fasziniert von den vielen Streetart-Motiven, die überall zu finden waren. Mia hat sich in einem kleinen Buchladen ein neues Bilderbuch gekauft. Wir haben uns in einem vietnamesischen Restaurant ein leckeres Mittagessen gegönnt und den Abend mit einem Eis in einem kleinen Café ausklingen lassen. Es war herrlich, einfach nur das Leben zu genießen und die lokale Atmosphäre zu schnuppern.
Der letzte Tag und die Bilanz
Der letzte Tag in Leipzig war ein bisschen melancholisch. Wir haben noch einmal den Neuen Botanischen Garten besucht, um uns von den schönen Pflanzen zu verabschieden. Die Kinder haben noch ein paar Fotos gemacht und uns versprochen, die Pflanzen zu Hause nachzumalen. Danach haben wir noch einen Spaziergang durch den Clara-Zetkin-Park gemacht und den Blick auf die Stadt genossen. Am Abend haben wir noch einmal in einem Restaurant gegessen und uns vorgenommen, bald wieder nach Leipzig zurückzukehren.
Fazit und Empfehlungen
Leipzig hat uns positiv überrascht. Es ist eine Stadt, die viel zu bieten hat – Kultur, Geschichte, Natur und eine lebendige Atmosphäre. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Stadt nicht so überlaufen ist wie andere touristische Ziele. Wir konnten die Stadt in unserem eigenen Tempo erkunden und die lokale Atmosphäre genießen. Für Familien mit kleinen Kindern ist Leipzig ein ideales Reiseziel. Es gibt viele Parks, Spielplätze und kinderfreundliche Museen. Auch die vielen kleinen Cafés und Restaurants sind ideal für einen Familienausflug.
Wenn ihr mit Kindern nach Leipzig reist, empfehle ich euch, den Neuen Botanischen Garten zu besuchen, einen Spaziergang durch den Clara-Zetkin-Park zu machen und das Viertel Connewitz zu erkunden. Außerdem solltet ihr unbedingt die vielen kleinen Cafés und Restaurants ausprobieren. Und wenn ihr ein bisschen Zeit habt, solltet ihr auch einen Ausflug in die Umgebung von Leipzig machen. Es gibt viele schöne Burgen, Schlösser und Naturparks zu entdecken.
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- Neuer Botanischer Garten
- Clara-Zetkin-Park
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- Connewitz