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Zakynthos – Mehr als nur Shipwreck Beach

Der Geruch von Pinien und Salz kitzelte in meiner Nase, vermischt mit dem süßlichen Duft reifer Oliven. Ich stand also da, am Flughafen von Zakynthos, leicht verschwitzt vom etwas holprigen Transfer vom Hafen, die Sonnenbrille auf der Nase und versuchte, den ersten Eindruck aufzusaugen. Es war heiß, aber nicht diese drückende Hitze, die einem die Luft nimmt, sondern eher eine warme, einladende Umarmung. Das Gekreische der Möwen bildete den Soundtrack, und in der Ferne konnte ich bereits das tiefblaue Ionie Meer erahnen.

Endlich Zakynthos!

Ich hatte schon lange davon geträumt, nach Griechenland zu kommen. Nicht die typischen Touristenziele, versteht mich nicht falsch, die sind auch schön, aber ich suchte etwas Authentischeres, etwas wilderes. Als Outdoor-Enthusiast ist mir das wirklich wichtig. Wandern, klettern, Mountainbiken – das sind die Dinge, die mich glücklich machen, und ich hatte gehört, dass Zakynthos genau das richtige Terrain dafür bietet. Ich hatte mich wochenlang mit Karten und Reiseführern beschäftigt, Routen geplant und mich über die besten Spots informiert. Die berühmte Navagio-Bucht, auch Shipwreck Beach genannt, hatte ich natürlich auch auf dem Schirm, aber das war mir allein nicht genug. Ich wollte die Insel erkunden, abseits der ausgetretenen Pfade, die kleinen Dörfer entdecken und die lokale Küche genießen.

Ein bisschen Hintergrund

Die Idee zu dieser Reise kam mir eigentlich ganz spontan. Ich war in einem ziemlichen Arbeitsloch gefangen, die Tage verschwammen zu einer einzigen grauen Masse, und ich brauchte dringend eine Auszeit. Irgendwann, während einer meiner nächtlichen Online-Recherchen, bin ich über Fotos von Zakynthos gestolpert, und ich war sofort begeistert. Die zerklüftete Landschaft, die kristallklaren Buchten, die üppige Vegetation – das war genau das, was ich brauchte, um wieder zu mir selbst zu finden. Ich buchte also kurzerhand einen Flug und ein paar Unterkünfte, packte meinen Rucksack und machte mich auf den Weg. Natürlich hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet, aber das war ja genau der Reiz daran. Ich liebe es, mich einfach treiben zu lassen und neue Dinge zu entdecken.

Nachdem ich mein Gepäck eingesammelt und ein Taxi gerufen hatte, ging es in Richtung Norden, in ein kleines Dorf namens Volimes. Dort hatte ich eine einfache Pension gebucht, die als Ausgangspunkt für meine ersten Wanderungen dienen sollte. Die Fahrt führte mich durch eine abwechslungsreiche Landschaft, vorbei an Olivenhainen, Weinbergen und Zypressenwäldern. Immer wieder konnte ich einen Blick auf das Meer erhaschen, das in der Sonne glitzerte.

Volimes – erste Eindrücke

Volimes ist ein charmantes, beschauliches Dorf, das noch nicht vom Massentourismus überlaufen ist. Die weißen Häuser mit den blauen Fensterläden schmiegen sich an den Hang, und die engen Gassen laden zum Bummeln ein. Ich checkte in meiner Pension ein, einer kleinen, familiären Unterkunft mit einem wunderschönen Garten. Die Besitzerin, eine freundliche ältere Dame namens Maria, begrüßte mich mit einem breiten Lächeln und einem Glas kühlem Wasser. Ich ließ mein Gepäck fallen und machte mich sofort auf den Weg, um das Dorf zu erkunden. Die Luft war erfüllt vom Duft von Jasmin und Bougainvillea, und das Geschnatter der Hühner und das Bellen der Hunde bildeten den Soundtrack. Ich entdeckte kleine Tavernen, in denen die Einheimischen Karten spielten, und Läden, in denen handgemachte Souvenirs verkauft wurden. Ich kehrte in eine der Tavernen zurück und bestellte ein traditionelles griechisches Gericht, Moussaka, und ein Glas lokalen Wein. Das Essen war köstlich, und ich genoss die entspannte Atmosphäre. Maria hatte mir erzählt, dass es in der Nähe einige Wanderwege gibt, die zu abgelegenen Buchten und atemberaubenden Aussichtspunkten führen. Ich beschloss, am nächsten Tag gleich eine davon zu erkunden. Die ersten Stunden auf Zakynthos hatten bereits meine Erwartungen übertroffen. Die Insel war wunderschön, die Menschen freundlich und das Essen lecker. Ich konnte es kaum erwarten, die nächsten Tage zu verbringen, um die Insel zu erkunden und all ihre Geheimnisse zu entdecken. Die Vorfreude auf die kommenden Wanderungen und Mountainbiketouren war riesig. Und natürlich auch die Neugier, welche kulinarischen Köstlichkeiten mich noch erwarten würden. Die Insel versprach ein Fest für alle Sinne zu werden, und ich fühlte mich bereits wie im Paradies. Jetzt stand erst einmal ein ausgiebiger Schlaf auf dem Programm, um für die bevorstehenden Abenteuer fit zu sein.Nach einer erholsamen Nacht schlief ich tief und fest, gestärkt für den Tag. Der Duft von frisch gebackenem Brot und starkem griechischem Kaffee weckte mich. Maria hatte ein kleines Frühstück für mich vorbereitet, bestehend aus Joghurt mit Honig, frischem Obst und einem köstlichen Omelett.

Aufbruch ins Grüne – Wanderung zum Agalas Strand

Nach dem Frühstück packte ich meinen Rucksack mit Wasser, Proviant und einer Karte und machte mich auf den Weg zum Agalas Strand. Der Wanderweg führte mich durch eine abwechslungsreiche Landschaft, vorbei an Olivenhainen und Zypressenwäldern. Die Luft war erfüllt vom Duft von Pinien und Kräutern, und das Zwitschern der Vögel begleitete mich auf meinem Weg.

Abseits der Touristenpfade

Der Weg war teilweise steil und anstrengend, aber die atemberaubende Aussicht auf das Meer und die umliegende Landschaft belohnte mich für meine Mühen. Ich wanderte stundenlang, ohne einen einzigen Touristen zu treffen. Es war herrlich, die Natur in Ruhe genießen zu können und mich von der Hektik des Alltags zu distanzieren.

Irgendwann erreichte ich einen kleinen, abgelegenen Strand, der von hohen Felsen geschützt war. Das Wasser war kristallklar und strahlend blau. Ich legte meine Sachen ab und sprang ins kühle Nass. Es war ein wahrer Genuss, im Meer zu schwimmen und die Sonne auf meiner Haut zu spüren. Nach dem Schwimmen sonnte ich mich auf den Felsen und genoss die Ruhe und die Schönheit der Natur.

Ein kleiner Zwischenfall

Beim Rückweg passierte mir dann ein kleiner Zwischenfall. Ich war so vertieft in die Betrachtung der Landschaft, dass ich den Weg verlor und mich in einem dichten Buschwerk verirrt hatte. Ich versuchte, mich zu orientieren, aber es war schwierig, da alles gleich aussah. Nach einiger Zeit bekam ich dann doch wieder den Überblick und fand den richtigen Weg zurück. Es war eine kleine Panik, aber auch eine lustige Erfahrung.

Ein Abend in Keri – authentisches Griechenland

Am nächsten Tag mietete ich einen Roller und fuhr in das kleine Fischerdorf Keri. Das Dorf ist bekannt für seine malerischen Gassen, die traditionellen Tavernen und die atemberaubenden Ausblicke auf die Küste. Ich parkte den Roller am Hafen und machte mich auf den Weg, um das Dorf zu erkunden.

Kulinarische Entdeckungen

Ich entdeckte eine kleine Taverne mit Blick auf das Meer und setzte mich an einen Tisch. Der Besitzer, ein freundlicher älterer Mann, begrüßte mich mit einem Lächeln und brachte mir die Speisekarte. Ich bestellte ein Gericht mit frischem Fisch, gegrilltem Gemüse und einem Glas lokalen Wein. Das Essen war köstlich, und ich genoss die entspannte Atmosphäre. Der Wein schmeckte nach Sonne und Meer, und ich fühlte mich wie im Paradies.

Nach dem Essen schlendete ich noch ein wenig durch die Gassen und beobachtete das bunte Treiben. Fischer reparierten ihre Netze, Kinder spielten auf der Straße, und alte Männer saßen in den Cafés und spielten Karten. Es war ein authentisches griechisches Dorf, das noch nicht vom Massentourismus überlaufen war. Ich genoss die Einfachheit und die Natürlichkeit des Lebens.

Die Sonnenuntergänge von Porto Limnionas

Mein letzter Abend auf Zakynthos führte mich nach Porto Limnionas, einer kleinen Bucht mit dramatischen Felsformationen und türkisblauem Wasser. Der Sonnenuntergang dort ist legendär, und ich wollte ihn unbedingt erleben.

Ich fand einen Platz auf einem Felsen und beobachtete, wie die Sonne langsam im Meer versank. Der Himmel färbte sich in den schönsten Farben, von leuchtendem Orange über tiefes Rot bis hin zu sanftem Violett. Es war ein atemberaubender Anblick, der mich tief berührte. Ich fühlte mich klein und unbedeutend angesichts der Schönheit der Natur, und gleichzeitig voller Dankbarkeit für diese unvergesslichen Momente.

Die Tage auf Zakynthos waren viel zu schnell vergangen. Die Insel hatte mich verzaubert mit ihrer Schönheit, ihrer Authentizität und ihrer Gastfreundschaft. Ich verließ Zakynthos mit dem Gefühl, ein Stück Paradies entdeckt zu haben, und voller Vorfreude auf eine baldige Rückkehr, denn das Abenteuer war noch nicht zu Ende.

Der letzte Morgen auf Zakynthos lag wie ein warmer Schleier über der Insel. Ich saß auf dem Balkon meiner kleinen Pension in Volimes und trank meinen Kaffee, den Maria, die Besitzerin, mir gebracht hatte. Es war schwer zu glauben, dass die Zeit so schnell vergangen war. Ich hatte so viele wunderschöne Orte entdeckt, so viele freundliche Menschen kennengelernt und so viel erlebt.

Rückblick auf eine unvergessliche Reise

Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Vielfalt der Insel. Zakynthos bietet so viel mehr als nur den berühmten Shipwreck Beach, der zwar atemberaubend schön ist, aber bei weitem nicht alles ist, was die Insel zu bieten hat. Die zerklüftete Landschaft, die grünen Täler, die abgelegenen Buchten und die malerischen Dörfer haben mich in ihren Bann gezogen.

Ich habe Stunden damit verbracht, die Insel zu Fuß zu erkunden, auf Wanderwegen durch Olivenhaine und Zypressenwälder. Ich bin mit dem Roller durch die Berge gefahren und habe atemberaubende Ausblicke auf das Meer genossen. Ich habe in kleinen Tavernen gesessen und traditionelle griechische Gerichte probiert, begleitet von einem Glas lokalen Wein.

Kulinarische Highlights

Apropos Essen – die griechische Küche ist einfach unschlagbar. Frischer Fisch, gegrilltes Gemüse, Olivenöl, Feta-Käse, Honig – alles schmeckt so unglaublich lecker. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Mittagessen in Keri, wo ich in einer kleinen Taverne mit Blick auf das Meer gesessen und einen köstlichen Fisch gegessen habe.

Und natürlich der Wein. Der lokale Wein ist süß, fruchtig und perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen. Ich habe ihn oft auf dem Balkon meiner Pension getrunken, während ich den Sonnenuntergang beobachtet habe.

Meine persönlichen Tipps für Zakynthos

Wenn du auch nach Zakynthos reisen möchtest, habe ich ein paar Tipps für dich:

  • Miete dir ein Roller oder ein Auto. So kannst du die Insel auf eigene Faust erkunden und auch die abgelegenen Orte erreichen.
  • Wandere! Es gibt viele wunderschöne Wanderwege auf der Insel, die dich durch atemberaubende Landschaften führen.
  • Probiere die lokale Küche. Die griechische Küche ist einfach unschlagbar.
  • Nimm dir Zeit für die kleinen Dinge. Setz dich in eine Taverne, beobachte das Leben, genieße die Sonne und lass die Seele baumeln.

Abschied von Zakynthos

Ich verlasse Zakynthos mit einem schweren Herzen, aber auch mit vielen schönen Erinnerungen. Die Insel hat mich verzaubert und mir gezeigt, dass es noch viele Orte auf der Welt gibt, die es zu entdecken gilt. Ich hoffe, ich kann bald wiederkommen und noch mehr von dieser wunderschönen Insel erleben. Bis dahin werde ich die Erinnerungen an die warmen Sonnenstrahlen, das blaue Meer und die freundlichen Menschen in meinem Herzen tragen.

    • Navagio Beach (Shipwreck Beach)
    • Porto Limnionas (Sonnenuntergänge)
    • Agalas Strand (abgelegene Bucht)
    • Volimes (charmantes Dorf)
👤 Outdoor-Enthusiast (30) der Wandern, Klettern und Mountainbiken liebt ✍️ kulinarisch und genussorientiert