Sonnenküsse und Tapas: Eine Reise entlang der Costa del Sol
Die Idee und die Vorbereitung
Die Idee kam eigentlich ganz spontan, bei einem Abendessen im letzten Herbst. Wir hatten uns überlegt, wie wir den Ruhestand einleiten könnten, und sind dabei auf die Frage gestoßen: Was wollen wir wirklich noch sehen und erleben? Spanien stand schon lange auf unserer Liste, und die Costa del Sol schien uns der perfekte Ort zu sein, um Kultur und Genuss zu verbinden. Wir sind ja nicht die Typen für Pauschalreisen. Uns ist es wichtig, selbst zu entscheiden, was wir machen und wo wir hinwollen. Also haben wir angefangen zu recherchieren, Karten zu studieren und Unterkünfte zu buchen. Elisabeth ist die Organisationstalente in unserer Beziehung, sie hat sich um Flüge, Mietwagen und Hotels gekümmert. Ich habe mich eher auf die kulturellen Sehenswürdigkeiten konzentriert, Museen, historische Städte, kleine Tapas-Bars. Wir hatten uns bewusst für eine Mischung aus Hotel und Ferienwohnung entschieden. Die ersten Tage wollten wir in einem Hotel in Malaga verbringen, um die Stadt richtig kennenzulernen. Danach wollten wir in einer kleinen Ferienwohnung in einem der weißen Dörfer, Nerja, wohnen, um das ursprüngliche Andalusien zu erleben.Erster Eindruck: Malaga
Malaga ist lebendig, pulsierend, ein bisschen chaotisch, aber genau das hat uns sofort gefallen. Wir hatten ein nettes Hotel in der Nähe der Altstadt gebucht, und nach dem Check-in sind wir sofort losgezogen, um die Stadt zu erkunden. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen, kleinen Plätzen und bunten Häusern. Überall gibt es Cafés, Bars und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Wir haben uns einfach treiben lassen, sind herumgeschlendert und haben die Atmosphäre aufgesogen.Elisabeth war sofort von den kleinen Boutiquen und Kunstgalerien begeistert, während ich mich mehr für die historischen Gebäude interessierte. Die Kathedrale, das Alcazaba, das römische Theater – alles sehr beeindruckend. Aber was mich am meisten fasziniert hat, war das Picasso-Museum. Picasso wurde ja in Malaga geboren, und das Museum zeigt eine beeindruckende Sammlung seiner frühen Werke.
Wir haben uns dann in einer kleinen Tapas-Bar niedergelassen und den ersten andalusischen Abend genossen. Tapas sind ja nicht einfach nur kleine Snacks, sondern ein wichtiger Bestandteil der spanischen Kultur. Man bestellt verschiedene Gerichte und teilt sie sich mit Freunden oder der Familie. Dazu ein Glas Sherry oder ein kühles Bier – perfekt!
Erste kulinarische Entdeckungen
Das Essen hier ist einfach fantastisch. Frischer Fisch, leckere Meeresfrüchte, Olivenöl, knoblauch, mediterrane Kräuter – alles von höchster Qualität. Wir haben uns vorgenommen, jeden Tag ein neues Restaurant auszuprobieren und die lokale Küche kennenzulernen.
Ein besonderer Tipp: Gazpacho. Diese kalte Gemüsesuppe ist besonders an heißen Tagen eine Wohltat. Und natürlich die frittierten Fischspieße, Espetos de Sardinas, die man an den Strandbars bekommt. Einfach, aber unglaublich lecker.
Nach ein paar Tagen in Malaga hatten wir das Gefühl, die Stadt gut kennengelernt zu haben. Wir waren bereit für den nächsten Schritt unserer Reise, für die Erkundung der kleineren Dörfer und der Landschaft. Und so packten wir unsere Koffer und fuhren weiter in Richtung Nerja, bereit für neue Eindrücke und unvergessliche Momente. Nerja, mit seinen beeindruckenden Klippen und versteckten Buchten, versprach eine ganz andere Erfahrung, und wir waren gespannt, was uns dort erwarten würde.
Nerja: Klippen, Buchten und das 'Balcón de Europa'
Die Fahrt von Malaga nach Nerja war schon alleine ein Erlebnis. Die Küstenstraße schlängelte sich an der Steilküste entlang, immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken auf das Mittelmeer. Elisabeth hat fast die ganze Zeit fotografiert, und ich habe mich auf das Fahren konzentriert, aber auch ich konnte den Blick nicht lassen. Nerja selbst ist viel kleiner und beschaulicher als Malaga. Die Stadt hat ihren ursprünglichen Charme bewahrt, und das gefällt uns sehr gut. Unsere Ferienwohnung lag in der Nähe der Altstadt, in einer kleinen Gasse, die so eng war, dass wir unseren Mietwagen nicht bis zur Tür fahren konnten. Das war zwar etwas umständlich, aber auch ganz lustig. Wir mussten immer ein paar hundert Meter parken und unsere Koffer tragen, aber die kleine Anstrengung hat sich gelohnt.Das Herz von Nerja ist das 'Balcón de Europa', eine Aussichtsplattform, die über die Küste ragt. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf die Klippen, die Buchten und das tiefblaue Meer. Es ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische, und es herrscht immer reges Treiben. Wir haben uns dort jeden Abend niedergelassen, um den Sonnenuntergang zu beobachten, mit einem Glas Wein in der Hand.
Entdeckungstour durch die Altstadt
Die Altstadt von Nerja ist ein Labyrinth aus engen Gassen, weißen Häusern und kleinen Plätzen. Überall gibt es Tapas-Bars, Restaurants und Souvenirläden. Wir haben uns einfach treiben lassen, sind herumgeschlendert und haben die Atmosphäre aufgesogen. Ein besonderer Tipp ist die 'Calle Almirante Ferrándiz', die Hauptstraße der Altstadt. Dort gibt es viele Geschäfte, die lokale Produkte anbieten, wie Olivenöl, Sherry, Keramik und Lederwaren. Wir haben uns ein paar schöne Souvenirs gekauft, um uns an unseren Urlaub zu erinnern.Die 'Cueva de Nerja': Eine überraschende Begegnung
Eines Tages haben wir beschlossen, die 'Cueva de Nerja' zu besichtigen, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle, die sich etwas außerhalb der Stadt befindet. Die Höhle ist riesig und voller spektakulärer Stalaktiten und Stalagmiten. Wir haben an einer Führung teilgenommen, die uns die Geschichte und die Besonderheiten der Höhle erklärt hat.Was wir nicht erwartet hatten, war ein kleines Konzert, das in der Höhle stattgefunden hat. Ein lokales Flamenco-Ensemble hat dort aufgetreten, und die Akustik war einfach fantastisch. Die Musik und die Atmosphäre haben uns tief berührt, und es war ein unvergessliches Erlebnis.
Kleine Pannen und unerwartete Begegnungen
Natürlich gab es auch ein paar kleine Pannen. Einmal haben wir uns in einer engen Gasse verirrt und mussten einen Einheimischen um Hilfe bitten. Er hat uns zwar freundlich den Weg gezeigt, aber leider konnte er kein Englisch und wir kein Spanisch. Mit Händen und Füßen und ein paar bruchstückhaften Vokabeln haben wir es aber irgendwie geschafft.Eine andere unerwartete Begegnung hatten wir mit einem älteren deutschen Ehepaar, das seit vielen Jahren in Nerja lebt. Sie haben uns viele Tipps gegeben, welche Restaurants wir unbedingt besuchen sollten und welche Strände am schönsten sind. Wir haben uns gut unterhalten und haben uns gleich wie alte Freunde gefühlt.
Nach ein paar Tagen in Nerja hatten wir das Gefühl, die Seele Andalusiens berührt zu haben. Die Landschaft, das Essen, die Menschen – alles hat uns begeistert. Wir waren bereit für die Rückreise, aber wir wussten, dass wir diese Erfahrung nie vergessen würden, und dass wir ganz sicher wiederkommen werden – vielleicht schon bald.
Der letzte Morgen in Nerja. Elisabeth saß schon auf dem Balkon, eine Tasse Kaffee in der Hand, und blickte aufs Meer. Ich kam hinzu, lehnte mich an das Geländer und atmete die frische Luft ein. Es war schwer zu glauben, dass unsere Reise schon fast zu Ende war. Wir hatten so viel erlebt, so viele schöne Orte gesehen und so viele leckere Sachen gegessen.
Rückblick auf eine unvergessliche Reise
Die Costa del Sol hatte uns von Anfang an verzaubert. Malaga mit seiner lebendigen Atmosphäre und seiner reichen Kultur, die weißen Dörfer mit ihrem ursprünglichen Charme, die beeindruckende Landschaft mit ihren Klippen und Buchten – es war eine perfekte Mischung aus allem, was wir uns von einem Urlaub erhofft hatten.
Wir hatten uns bewusst gegen einen typischen Pauschalurlaub entschieden und stattdessen die Freiheit genossen, selbst zu entscheiden, was wir machen und wo wir hinwollen. Wir hatten uns treiben lassen, sind herumgeschlendert und haben die Atmosphäre aufgesogen. Wir hatten uns mit den Einheimischen unterhalten, ihre Kultur kennengelernt und ihre Gastfreundschaft erfahren.
Kulinarische Highlights und kleine Entdeckungen
Das Essen war natürlich ein wichtiger Bestandteil unserer Reise. Wir hatten uns durch die Tapas-Bars von Malaga geschlemmt, frischen Fisch in Nerja gegessen und uns mit lokalen Weinen verwöhnt. Besonders gut in Erinnerung geblieben sind uns die Espetos de Sardinas, die frittierten Fischspieße, die man an den Strandbars bekommt. Und natürlich der Gazpacho, die kalte Gemüsesuppe, die an heißen Tagen eine Wohltat war.
Ein paar Tipps für eure Reise
Wenn ihr selbst an der Costa del Sol Urlaub machen wollt, haben wir ein paar Tipps für euch:
Mietwagen lohnt sich
Ein Mietwagen ist ideal, um die Region zu erkunden und die kleinen Dörfer zu entdecken. Die Straßen sind gut ausgebaut und die Landschaft ist atemberaubend.
Spanischkenntnisse sind hilfreich
Auch wenn viele Einheimische Englisch sprechen, sind ein paar Grundkenntnisse in Spanisch sehr hilfreich, um sich besser verständigen zu können und die Kultur besser kennenzulernen.
Zeit nehmen und genießen
Die Costa del Sol hat so viel zu bieten, dass man sich nicht hetzen sollte. Nehmt euch Zeit, um die Landschaft zu genießen, die Kultur kennenzulernen und das Essen zu genießen. Lasst euch einfach treiben und genießt den Moment.
Abschied und Vorfreude
Wir packten unsere Koffer und fuhren zum Flughafen. Mit einem weinenden Auge verließen wir die Costa del Sol, aber mit einem Lächeln auf den Lippen und vielen schönen Erinnerungen im Herzen. Wir wussten, dass wir ganz sicher wiederkommen würden, um die Sonne, das Meer und die Gastfreundschaft der Einheimischen zu genießen.
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- Malaga mit seiner Alcazaba und dem Picasso-Museum
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- Die Buchten von Nerja
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- Das Picasso-Museum in Malaga
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- Die Altstadt von Malaga