Reisebericht Südamerika - Peru - Cusco
Die Idee zur Reise
Ich bin der Karl, 70 Jahre alt und Rentner. Eigentlich hatte ich mir für den Ruhestand eher einen Garten und ein bisschen Modellbau vorgestellt. Aber dann kam meine Enkelin Lisa. Die hat sich letztes Jahr insgapalt, wollte nach Südamerika. Und als ich dann sah, wie sie immer so von Machu Picchu schwärmte… naja, da kam mir die Idee. Ich bin ja nicht mehr der Jüngste, und Machu Picchu stand schon lange auf meiner Liste. Und Lisa meinte, ich solle mitkommen. „Opa, das schaffst du! Wir passen aufeinander auf!“. Also sagte ich zu, und Lisa half mir, alles zu organisieren.Ankunft in Cusco und erste Unterkünfte
Es war gar nicht so einfach, ein günstiges Ticket zu finden. Lisa hat da viel recherchiert, und wir haben dann ein Ticket mit Zwischenstopp in Madrid gefunden. Das war zwar etwas länger, aber auch deutlich billiger. Im Hostel angekommen, war ich erstmal froh, dass ich es überhaupt geschafft hatte. Das „Kokopelli Hostel“ ist nicht gerade luxuriös, aber sauber und zentral gelegen. Und das Wichtigste: Es ist günstig. Ein Bett im Mehrbettzimmer kostet umgerechnet etwa 10 Euro pro Nacht. Für einen Rentner, der auf sein Budget achten muss, ist das perfekt.Die anderen Reisenden sind ein buntes Völkchen. Viel junge Leute, Rucksacktouristen, aber auch ein paar ältere Paare. Alle sind freundlich und hilfsbereit. Ich fühle mich hier schon wohl.
Der erste Spaziergang durch die Stadt
Ich wollte gleich mal los und die Stadt erkunden. Cusco ist wirklich wunderschön. Überall diese alten Steinhäuser, enge Gassen, kleine Plätze. Das Herzstück der Stadt ist die Plaza de Armas, ein großer Platz mit einer riesigen Kathedrale. Die Kathedrale ist beeindruckend, aber auch ziemlich teuer. Ich habe mich dann für einen Spaziergang durch die San Blas Gegend entschieden. Das ist das Künstlerviertel von Cusco. Hier gibt es viele kleine Galerien, Werkstätten und Cafés.Es ist wirklich gemütlich hier. Ich habe mich in einem kleinen Café niedergelassen und einen Mate de Coca bestellt. Das ist ein Tee aus Cocablättern. Er soll helfen, sich an die Höhe zu gewöhnen. Und was soll ich sagen? Es scheint zu funktionieren.
Die Höhe und die ersten Herausforderungen
Die Höhe ist natürlich eine Herausforderung. Ich versuche, es langsam angehen zu lassen. Viel trinken, nicht zu viel essen und mich nicht überanstrengen. Aber es ist trotzdem anstrengend. Schon beim Treppensteigen merke ich, dass mir schneller die Luft wegbleibt. Lisa hat mir geraten, Kaugummi zu kauen und tief durchzuatmen. Das hilft ganz gut.Außerdem ist das Essen hier anders, als was ich gewohnt bin. Viel scharfes Essen und ungewürzte Gerichte. Aber ich bin ja neugierig und probiere gerne Neues. Bisher habe ich mich an der Ceviche (roher Fisch in Limettensaft) und dem Lomo Saltado (gebratenes Rindfleisch mit Pommes und Gemüse) satt gegessen. Und das Bier schmeckt auch ganz gut.
Der Plan für die nächsten Tage
Lisa hat schon einen Plan für die nächsten Tage ausgearbeitet. Wir wollen zuerst das Sacsayhuamán besichtigen, eine alte Inka-Festung oberhalb von Cusco. Und dann wollen wir einen Ausflug in das Heilige Tal machen, um die Ruinen von Pisac und Ollantaytambo zu besichtigen. Und natürlich wollen wir Machu Picchu besuchen. Dafür haben wir schon Tickets gebucht.Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich bin zwar nicht mehr der Jüngste, aber ich bin voller Tatendrang. Ich freue mich darauf, diese wunderschöne Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Und ich bin froh, dass ich diese Reise mit meiner Enkelin Lisa machen kann. Wir sind ein gutes Team. Und ich bin sicher, dass wir gemeinsam unvergessliche Erlebnisse haben werden.
Nachdem wir uns nun in Cusco akklimatisiert haben und die ersten Eindrücke gesammelt haben, wollen wir uns nun aufmachen, um die nahegelegenen archäologischen Stätten zu erkunden und tiefer in die faszinierende Welt der Inkas einzutauchen.Nachdem wir uns nun in Cusco akklimatisiert haben und die ersten Eindrücke gesammelt haben, wollen wir uns nun aufmachen, um die nahegelegenen archäologischen Stätten zu erkunden und tiefer in die faszinierende Welt der Inkas einzutauchen.Sacsayhuamán – Mehr als nur Steine
Sacsayhuamán… puh, das ist schon ein Stück Bergauf. Lisa hat mir zum Glück angeboten, mir beim Aufstieg zu helfen. Die Stufen sind unregelmäßig, und die Luft wird dünner und dünner. Aber als ich dann oben angekommen war… wow. Die riesigen Steinblöcke, die perfekt ineinanderpassen, ohne Mörtel… das ist wirklich beeindruckend. Ich habe versucht, mir vorzustellen, wie die Inkas das geschafft haben. Unglaublich.Es war aber auch ziemlich voll mit Touristen. Vor allem Gruppen aus den USA und Europa. Ich habe versucht, mich etwas abseits zu stellen, um die Atmosphäre aufzusaugen. Ich saß auf einem der Steine und habe einfach nur geschaut. Lisa hat mir dann erzählt, dass Sacsayhuamán früher ein wichtiger religiöser und militärischer Ort war. Die Inkas haben hier Zeremonien abgehalten und Kriege geführt. Man kann sich gut vorstellen, wie das ausgesehen haben muss.
San Blas – Kunst und Handwerk in den Gassen
Am nächsten Tag sind wir in die San Blas Gegend gegangen. Das ist wirklich ein besonderes Viertel. Die Gassen sind eng und verwinkelt, und überall gibt es kleine Kunstgalerien, Werkstätten und Cafés. Ich habe mich sofort wohlgefühlt. Es ist eine ganz andere Atmosphäre als in der Nähe der Plaza de Armas. Viel ruhiger und gemütlicher.Ich habe eine kleine Werkstatt entdeckt, in der ein Künstler handgefertigte Keramik herstellt. Ich habe ihm beim Arbeiten zugesehen und ihm dann ein kleines Souvenir gekauft. Eine kleine Schale mit einem bunten Muster. Lisa hat mir dann erklärt, dass San Blas früher das Viertel der Handwerker und Künstler war. Und das ist bis heute so geblieben. Ich habe mich in einem kleinen Café niedergelassen und einen Mate de Coca bestellt. Und dann habe ich einfach nur die Leute beobachtet.
Ein kleiner Fauxpas auf dem Markt
Wir sind auch auf den Mercado San Pedro gegangen, einen riesigen Markt, auf dem man alles kaufen kann. Obst, Gemüse, Fleisch, Kleidung, Souvenirs… alles. Es war ein einziges Chaos. Überall drängelten sich die Leute, und es roch nach allem Möglichen. Ich habe versucht, ein paar Früchte zu kaufen, aber ich hatte Schwierigkeiten, mich zu verständigen.Ich habe dann versehentlich den falschen Preis bezahlt. Ich wollte 5 Soles für eine Banane bezahlen, aber ich habe ihr 10 Soles gegeben. Die Verkäuferin hat mich angläuselt, aber ich habe es nicht gleich bemerkt. Lisa hat es dann gesehen und mir geholfen, das Geld zurückzubekommen. Ich war ganz schön peinlich berührt. Aber die Verkäuferin hat gelacht und mir dann noch ein paar zusätzliche Früchte geschenkt. Nett von ihr.
Das Heilige Tal ruft
Jetzt steht das Heilige Tal auf dem Programm. Lisa hat eine Bustour gebucht, die uns zu den Ruinen von Pisac und Ollantaytambo bringen soll. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet. Ich hoffe, ich kann mit dem Bus gut zurechtkommen. Und ich hoffe, ich kann die vielen Stufen und Treppen bewältigen. Aber ich bin optimistisch. Ich bin ja schließlich noch fit genug. Und ich habe Lisa an meiner Seite.Diese Reise nach Peru ist wirklich etwas Besonderes. Ich habe schon so viel erlebt und gesehen. Und ich freue mich auf alles, was noch kommt. Ich bin dankbar, dass ich diese Gelegenheit bekommen habe. Und ich bin froh, dass ich nicht zu Hause im Garten geblieben bin.
Mit jedem Tag in Peru fühle ich mich dem Land und seiner Kultur ein Stück näher, und ich bin gespannt, wie die Reise uns noch verändern wird.Der Bus war voll, aber wir haben es geschafft, Plätze zu bekommen. Das Heilige Tal ist wirklich atemberaubend. Grüne Felder, hohe Berge, kleine Dörfer… Ein wunderschönes Bild. In Pisac haben wir den Markt besucht. Er ist viel größer als der in Cusco und bietet eine riesige Auswahl an Souvenirs, Kleidung und Lebensmitteln. Lisa hat ein paar bunte Webstoffe gekauft, und ich habe mir ein paar kleine Holzfiguren ausgesucht.
Ollantaytambo – Eine Festung der Inkas
Ollantaytambo ist beeindruckend. Die riesigen Mauern, die Terrassen, die Lagerhäuser… Man kann sich gut vorstellen, wie die Inkas hier gelebt und gearbeitet haben. Lisa hat mir erklärt, dass Ollantaytambo früher ein wichtiger militärischer und religiöser Ort war. Die Inkas haben hier die Spanier aufgehalten, bevor Cusco erobert wurde.
Machu Picchu – Der Höhepunkt der Reise
Und dann war es endlich soweit: Machu Picchu. Der Weg dorthin war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Die Stadt ist einfach magisch. Die Gebäude, die Terrassen, die Aussicht… Man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Lisa hat mir alles erklärt, was sie über Machu Picchu gelernt hat. Die Geschichte der Stadt, die Bedeutung der Gebäude, die Lebensweise der Inkas… Es war faszinierend. Wir haben Stunden damit verbracht, die Stadt zu erkunden und Fotos zu machen. Es war ein unvergesslicher Tag.
Rückblick und persönliche Eindrücke
Jetzt sind wir wieder in Cusco und bereiten uns auf die Heimreise vor. Die Reise war anstrengend, aber auch wunderschön. Ich habe so viel erlebt und gesehen. Ich habe neue Leute kennengelernt, neue Kulturen entdeckt und neue Erfahrungen gesammelt. Ich bin dankbar für diese Gelegenheit. Ich bin froh, dass ich nicht zu Hause im Garten geblieben bin.
Tipps für andere Reisende
Wenn du nach Peru reisen möchtest, habe ich ein paar Tipps für dich. Erstens: Plane deine Reise gut. Buche deine Flüge und Unterkünfte im Voraus. Und informiere dich über die Sehenswürdigkeiten, die du besuchen möchtest. Zweitens: Packe leichte Kleidung ein. Es ist in Peru warm, aber es kann auch kühl werden, besonders in den Bergen. Und vergiss nicht deine Sonnencreme, deinen Hut und deine Sonnenbrille. Drittens: Sei offen für neue Kulturen. Probiere das lokale Essen, lerne ein paar Wörter Spanisch und sei respektvoll gegenüber den Einheimischen. Und vor allem: Habe Spaß!
Was ich mitgenommen habe
Ich habe nicht nur Souvenirs und Fotos mitgenommen, sondern auch viele schöne Erinnerungen. Ich werde nie vergessen, wie ich mit Lisa durch die Gassen von Cusco geschlendert bin, wie ich die Ruinen von Pisac und Ollantaytambo erkundet habe und wie ich Machu Picchu gesehen habe. Diese Reise hat mein Leben bereichert. Ich bin dankbar für jede Minute. Es war eine Erfahrung, die ich jedem Rentner empfehlen kann. Man ist nie zu alt, um die Welt zu entdecken.