Abenteuer Halong-Bucht: Eine Familienreise
Ein lange geplanter Familienausflug
Die Idee zu dieser Reise war schon lange im Kopf. Ich bin ja nicht gerade der typische Urlauber, der einfach nur am Strand liegt. Ich brauche Abenteuer, neue Eindrücke, und ich wollte das meinen Kindern unbedingt vermitteln. Und Vietnam schien da perfekt. Eine Kultur, die so anders ist als unsere, eine Landschaft, die atemberaubend ist, und das alles zu einem Preis, den wir uns leisten konnten. Die Planung war ein bisschen stressig gewesen, das muss ich zugeben. Visum, Impfungen, Flüge… aber jetzt waren wir da, und das war alles, was zählte.Die ersten Schritte in Hanoi
Das Hotel war klein, aber sauber und freundlich. Die Besitzerin, eine ältere Dame mit einem warmen Lächeln, begrüßte uns mit Tee und kleinen süßen Keksen. Lena war sofort begeistert. Max hingegen war mehr daran interessiert, die kleinen Echsen zu beobachten, die an der Wand herumhuschten. Wir hatten ein Familienzimmer gebucht, was sich als goldrichtig herausstellte. Die erste Nacht verlief etwas unruhig, die Geräusche von draußen waren ungewohnt laut. Aber die Kinder schliefen irgendwann ein, erschöpft von der langen Reise.Am nächsten Morgen wagten wir uns dann raus. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen, jede Straße spezialisiert auf eine andere Ware. Hier gibt es Straßen für Schuhe, für Spielzeug, für Stoffe, für Essen… es ist unglaublich. Die Luft ist erfüllt von Düften und Geräuschen, es ist ein Fest für die Sinne. Max wollte unbedingt einen Drachen kaufen, Lena einen rosa Ball. Wir handelten ein bisschen, es macht ja auch Spaß, und am Ende hatten beide etwas, das sie glücklich machte.
Essen war natürlich auch ein großes Thema. Wir probierten Pho, Banh Mi, Sommerrollen… alles war unglaublich lecker. Max war anfangs skeptisch bei manchen Gerichten, aber mit ein bisschen Überredung hat er dann doch alles probiert. Lena war da mutiger, sie aß alles, was ihr angeboten wurde. Ich war beeindruckt.
Aufbruch zur Halong-Bucht
Nach zwei Tagen in Hanoi war es dann soweit, wir machten uns auf den Weg zur Halong-Bucht. Die Busfahrt dauerte etwa vier Stunden, aber die Landschaft war atemberaubend. Reisfelder, Berge, kleine Dörfer… es war ein wunderschöner Anblick. Die Kinder waren anfangs etwas ungeduldig, aber dann haben wir angefangen, Spiele zu spielen und Geschichten zu erzählen.
Als wir dann endlich in der Halong-Bucht ankamen, waren wir alle sprachlos. Tausende von Kalksteininseln ragen aus dem smaragdgrünen Wasser, ein Bild, das man so schnell nicht vergisst. Wir hatten eine Übernachtung auf einem traditionellen Dschunkenboot gebucht, und das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten.
Das Boot war gemütlich und komfortabel, und die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Wir konnten schwimmen, Kajak fahren und die Inseln erkunden. Am Abend gab es ein leckeres Abendessen mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Wir saßen auf dem Deck, betrachteten den Sternenhimmel und erzählten uns Geschichten. Es war ein magischer Moment, den wir nie vergessen werden.
Die Halong-Bucht hatte uns in ihren Bann gezogen, und wir wussten, dass dies nur der Anfang unseres vietnamesischen Abenteuers war. Wir waren gespannt darauf, was die nächsten Tage bringen würden, und freuten uns darauf, noch mehr von diesem faszinierenden Land zu entdecken. Aber erstmal wollten wir die Schönheit der Halong-Bucht in vollen Zügen genießen und unvergessliche Erinnerungen sammeln.
Kajakfahren und versteckte Höhlen
Am nächsten Morgen standen wir früh auf. Die Sonne ging gerade über dem Wasser auf und tauchte die Inseln in ein goldenes Licht. Nach einem leichten Frühstück machten wir uns bereit für eine Kajaktour. Die Kinder waren begeistert, endlich selbstständig über das Wasser zu gleiten. Ich saß zusammen mit Lena in einem Kajak, Max fuhr mit seiner Mutter vorneweg.Wir paddelten durch enge Felsspalten, vorbei an versteckten Höhlen und kleinen Buchten. Es war unglaublich, wie ruhig und friedlich es hier war. Nur das sanfte Plätschern des Wassers und das Zwitschern der Vögel waren zu hören. In einer der Höhlen entdeckten wir Stalaktiten und Stalagmiten, die im Licht der Taschenlampen funkelten. Max war ganz fasziniert und stellte unzählige Fragen.
Bei einer der Buchten legten wir an und badeten im kristallklaren Wasser. Lena tobte ausgelassen, Max baute Sandburgen. Es war ein perfekter Moment, ein Stück Paradies auf Erden. Leider endete das Bad etwas unglücklich: Max rutschte auf einem Seestern aus und landete mit dem Gesicht im Wasser. Zum Glück ging es ihm schnell wieder gut, aber ein bisschen Tränen flossen trotzdem.
Zurück auf dem Festland: Erkundung von Cat Ba
Nach der Kajaktour und dem Mittagessen auf dem Boot brachen wir zurück zum Festland auf, genauer gesagt nach Cat Ba, der größten Insel in der Halong-Bucht. Wir hatten ein kleines Hotel in der Nähe des Hafens gebucht und wollten die Insel ein bisschen erkunden.
Cat Ba ist viel lebendiger als die abgelegenen Teile der Halong-Bucht. Es gibt kleine Restaurants, Geschäfte und Märkte. Wir schlenderten durch die Gassen, probierten lokale Spezialitäten und kauften ein paar Souvenirs. Max entdeckte einen kleinen Laden mit Spielzeug und wollte unbedingt ein Holzschiff kaufen. Lena ließ sich von einem rosa Lollipop überzeugen.
Am Nachmittag mieteten wir Motorräder (ich fuhr vorsichtig mit Max hinten drauf, meine Frau mit Lena). Wir wollten zum Nationalpark Cat Ba fahren, aber die Straße war holprig und steil. Ich hatte etwas Angst, dass Max runterfällt, aber er hielt sich fest und kreischte vor Vergnügen. Der Ausblick vom Park war atemberaubend. Wir konnten über die ganze Insel und die Halong-Bucht hinwegsehen.
Ein unerwarteter Regenschauer und ein improvisiertes Picknick
Auf dem Rückweg zum Hotel zogen plötzlich dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Wir suchten Schutz unter einem Vordach eines kleinen Restaurants und warteten, bis der Schauer vorüber zog. Leider dauerte es eine ganze Weile.
Da wir schon fast am Ziel waren und keine Lust hatten, noch länger zu warten, beschlossen wir, den Rest des Weges im Regen zurückzulegen. Wir zogen unsere Regenjacken an und rannten los. Max lachte und planschte in den Pfützen, Lena jammerte ein bisschen, aber wir schafften es schließlich trocken (naja, fast) im Hotel anzukommen.
Das improvisierte Picknick im Hotelzimmer mit Brot, Käse und Bananen schmeckte dann umso besser. Wir lachten und erzählten uns die Erlebnisse des Tages, und wir waren uns einig: Vietnam war ein unvergessliches Abenteuer, das uns noch lange in Erinnerung bleiben würde, und während wir so saßen, merkten wir, dass dies nur der Anfang unserer Reise war, und wir uns schon auf die kommenden Tage freuten.
Der letzte Morgen in Cat Ba begann mit einem kräftigen vietnamesischen Kaffee und dem Blick auf das türkisfarbene Meer. Die Kinder waren noch müde, aber die Vorfreude auf die Rückreise nach Hanoi und die letzten Einkäufe überwog. Wir packten unsere Sachen, checkten aus und machten uns auf den Weg zum Fährterminal. Die Fahrt mit der Fähre zurück zum Festland war wunderschön. Die Halong-Bucht präsentierte sich uns ein letztes Mal in all ihrer Pracht. Die tausenden Inseln, die im Dunst verschwanden, waren ein unvergesslicher Anblick.
Hanoi – Die letzten Tage
Zurück in Hanoi bezogen wir wieder unser kleines Hotel in der Altstadt. Die Geräusche und das Treiben waren uns mittlerweile vertraut und sogar ein bisschen lieb gewonnen. Die letzten Tage verbrachten wir mit Einkäufen auf dem Nachtmarkt, einem Besuch im Wasserpuppentheater und einem entspannten Spaziergang am Hoan-Kiem-See. Max war begeistert von den Drachen und Laternen, die überall zu kaufen waren, Lena verlangte unbedingt ein rosa Kleid mit Glitzer.
Kulinarische Entdeckungen und Abschied
Natürlich durften auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz kommen. Wir probierten Banh Xeo (vietnamesische Pfannkuchen), Cao Lau (eine Spezialität aus Hoi An) und unzählige andere Köstlichkeiten. Das Essen in Vietnam ist einfach unglaublich lecker und vielfältig. Am Abend vor unserer Abreise gingen wir noch einmal in unser Lieblingsrestaurant und ließen den Urlaub Revue passieren.
Fazit: Vietnam – Eine Reise für die ganze Familie
Vietnam hat uns als Familie tief beeindruckt. Die Landschaft ist atemberaubend, die Kultur ist faszinierend und die Menschen sind unglaublich freundlich und gastfreundlich. Die Halong-Bucht war zweifellos das Highlight unserer Reise, aber auch Hanoi hat uns in seinen Bann gezogen. Wir haben so viel erlebt, so viel gesehen und so viel gelernt. Diese Reise wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Meine Tipps für Familien
Packliste
Unbedingt leichte Kleidung, Sonnencreme, Mückenspray, Kopfbedeckung und bequeme Schuhe einpacken. Auch eine kleine Reiseapotheke ist empfehlenswert.
Verkehr
Der Verkehr in Hanoi ist chaotisch. Seid vorsichtig beim Überqueren der Straßen und lasst euch von einem erfahrenen Fahrer chauffieren, wenn möglich.
Essen
Probiert so viele lokale Gerichte wie möglich. Das Essen in Vietnam ist unglaublich lecker und preiswert. Achtet aber darauf, dass das Essen frisch zubereitet wird und dass ihr nur abgefülltes Wasser trinkt.
Ich kann Vietnam als Reiseziel für Familien nur wärmstens empfehlen. Es ist ein Land voller Abenteuer, Kultur und unvergesslicher Erlebnisse.
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